Alt-Landkreis Ochsenfurt

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Alt-Landkreis Ochsenfurt
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
KFZ-Kennzeichen OCH
Einwohnerzahl 35.500 (1972)
Dienststelle Landratsamt Kellereistraße 11
97299 Ochsenfurt
Wappen
Wappen Landkreis Ochsenfurt.png
Ehemaliges Landratsamtsgebäude in Ochsenfurt

Der Alt-Landkreis Ochsenfurt war ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken, der um die Stadt Ochsenfurt und den Ochsenfurter Gau angesiedelt war.

Geschichte[Bearbeiten]

1862 wurde durch eine Zusammenlegung der damaligen königlich-bayerischen Landgerichte Ochsenfurt und Aub-Röttingen das Bezirksamt Ochsenfurt gegründet. Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Ochsenfurt am 1. Januar 1880 die Gemeinde Geroldshausen an das Bezirksamt Würzburg ab. Die Verwaltung wurde 1939 in Landratsämter umbenannt, die zugehörigen Gebiete in Landkreise. Am 1. Juli 1972 ging der ehemalige Landkreis Ochsenfurt im neu gegründeten Landkreis Würzburg auf, da die Einwohnerzahl deutlich unter der Vorgabe des Freistaates Bayern für eine eigenständige Gebietskörperschaft von 80.000 Bewohnern für Kreise und 2.000 Bewohner für eigenständige Gemeinden lag.

Angrenzende Gebiete[Bearbeiten]

Im Süd-Westen grenzte der Landkreis Ochsenfurt an das Bundesland Baden-Württemberg. Im Übrigen wurde er von den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim begrenzt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

Geteilt und unten gespalten; oben in Rot drei silberne Spitzen; unten vorne ein Feld mit fünf silbernen Kolben im Verhältnis 3:2 auf blauem Grund, unten hinten in Silber übereinander zwei schreitende, herschauende, rot bewehrte schwarze Löwen.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Das ehemalige Landkreiswappen erinnert an die wichtigsten Herrschaftsinhaber im Kreisgebiet bis zum Ende des Alten Reichs 1803. Die drei silbernen Spitzen aus dem Wappen des Hochstift Würzburg weisen auf den großen Besitz der Fürstbischöfe und des Domkapitels im Kreisgebiet mit den Ämtern Ochsenfurt, Bütthard, Röttingen und Aub hin. Sie standen auch in den Wappen der beiden Alt-Landkreise Würzburg und Ochsenfurt. Stellvertretend für die adligen Herrschaftsinhaber stehen die Löwen aus dem Wappen der Grafen von Hohenlohe und auf die Schenken von Limpurg-Speckfeld verweisen die fünf Kolben.

Aussenstelle[Bearbeiten]

Aus Gründen der Bürgernähe betreibt das Landratsamt Würzburg eine Aussenstelle im ehemaligen Gebäude des Landratsamtes Ochsenfurt in der Kellereistraße 11.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Eigentlich ist seit der Landkreisreform im Jahre 1974 das einheitliche amtliche Kennzeichen „WÜ“ vorgeschrieben. Seit dem 8. Juli 2013 darf aber das alte KFZ-Kennzeichen „OCH“ wieder im beantragt werden, womit der Altlandkreis zumindest auf den Kennzeichen wieder auflebt.

Orte im ehemaligen Landkreis[Bearbeiten]

 Ortsname  Ortstyp  Inbegriffene Ortsteile, Höfe und Einöden
Aub Stadt Baldersheim, Burgerroth, Einöden Herrgottsmühle, Lämmersmühle, Stelzenmühle, Ullenmühle
Bieberehren Gemeinde Buch, Klingen, Einöden Bergmühle, Franzenmühle
Eibelstadt Stadt Mainmühle
Frickenhausen am Main Markt Markgrafenhöfe
Gaukönigshofen Gemeinde Acholshausen, Eichelsee, Rittershausen, Wolkshausen, Einöde Fuchsenmühle
Gelchsheim Markt Oellingen, Osthausen
Giebelstadt Markt Allersheim, Eßfeld, Euerhausen, Herchsheim, Ingolstadt in Unterfranken, Sulzdorf, Einöden Kauzenmühle und Weidenmühle, Klingholz
Gnodstadt Gemeinde heute Ortsteil von Marktbreit / Lkr. Kitzingen
Ochsenfurt Stadt Darstadt, Erlach, Goßmannsdorf, Hohestadt, Hopferstadt, Kleinochsenfurt, Tückelhausen, Zeubelried, Kaltenhof, Einöden Blunzenmühle, Fuchsenmühle, Mönchsmühle, Oelmühle, Rothmühle, Scheckenmühle
Riedenheim Gemeinde Stalldorf, Lenzenbrunn, Oberhausen
Röttingen Stadt Aufstetten, Strüth, Gossenmühle
Sommerhausen Markt -
Sonderhofen Gemeinde Bolzhausen, Sächsenheim, Sonderhofen, Einöden Holzmühle, Wiesenmühle
Tauberrettersheim Gemeinde -
Winterhausen Markt -

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]