Eßfeld

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Eßfeld
Ortstyp Ortsteil
Markt Giebelstadt
Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
KFZ-Kennzeichen WÜ / OCH
Einwohner 737
Eingemeindung 1. Mai 1978
Marienstatue in der Adenauerstraße

Eßfeld ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Giebelstadt im Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Eßfeld ist der am östlich gelegene Ortsteil der Marktgemeinde Giebelstadt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Weidenmühle und Klingholz liegen in der Gemarkung Eßfeld.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ehrenbürger August Amrhein (* 26. August 1847 in Weibersbrunn; † 18. April 1934 in Giebelstadt), langjäriger Ortspfarrer von Eßfeld und Heimatforscher
  • Paul Beusch (* 14. Januar 1883 in Eßfeld; † 15. August 1925 in Berlin), Politiker (Zentrum), Reichstagsabgeordneter
  • Minnesänger Reinmar von Zweter (* um 1200 vermutlich in Zeutern, heute: Ubstadt-Weiher in Baden-Württemberg; † nach 1248 in Eßfeld, wo er begraben sein soll)

Geschichte[Bearbeiten]

Die Entdeckung von drei Reihengräberanlagen aus der Zeit der Merowinger belegt, dass die Dörfer Allersheim, Eßfeld und Giebelstadt bereits in dieser Epoche existierten und es dort um 700 auch schon Friedhöfe um die ersten Holzkirchen gab. Am 20. Januar 820 wird Eßfeld erstmals urkundlich erwähnt.

Kaiser Ludwig der Fromme sprach in einer Urkunde dem Bistum Würzburg gewisse Besitztümer betreffend die Dörfer Eichesfeld und Gibulestadt zu und nennt Bischof Wolfgar namentlich. In einer Tauschutkunde aus dem Jahr 1157 geht das Dorf vom Kloster Wechterswinkel auf das Benediktinerkloster St. Stephan in Würzburg über. Ab Mitte des 12. Jahrhunderts ist eine adlige Familie namens „von Eichesvelt“ bekannt, die wahrscheinlich in der damals noch existierenden Burg in Eßfeld wohnte. Nach dem Aussterben der Gaugrafen wurde das Dorf Eßfeld Teil des Amtsbezirks von Schloss Reichenberg.

Später wurde die Dorfherrschaft geteilt, in dem der Hofschultheis Urban von Zindel, der seit 1408 urkundlich genannt ist, eine Hälfte des Dorfes erwirbt. Die Verarmung des Landadels im 16. Jahrhundert machte auch vor der Familie Zindel nicht Halt. Um 1500 war die Familie verarmt, deshalb übergab der damalige Besitzer Kaspar von Zindel seinen halben Teil am Dorf Eßfeld dem Hochstift als Lehen. Bereits 1511 erfolgte nach Kaspar Zindels Tod der Verkauf an den Bischof von Würzburg.

1683 wurde Eßfeld dem fürstbischöflichen Amt Heidingsfeld unterstellt. Im Zuge der Säkularisation kam es Anfang des 19. Jahrhunderts zum Landgericht Ochsenfurt im Königreich Bayern. 1910 erhielt der Ort eine zentrale Wasserversorgung, 1912 folgte die Elektrizität. Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde 1972 der Landkreis Ochsenfurt aufgelöst und Eßfeld mit seinen Ortsteilen Klingholz und Weidenmühle dem Landkreis Würzburg zugeschlagen. Eßfeld wurde 1978 in die Marktgemeinde Giebelstadt eingegliedert.[2]

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Ortsname, der später unter anderem auch als "Eichsfelt", "Eychsfelt" und "Eygsfelt" erscheint, weist auf die Rodung eines Eichenwaldes hin oder auf einen Siedlungsplatz bzw. eine Lichtung bei den Eichen.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Katholische Nikolauskapelle im Giebelstädter Ortsteil Eßfeld
► Siehe auch Baudenkmäler in Eßfeld

Vereine[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Kindergarten St. Josef

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt nördlich der Kreisstraße WÜ 13.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Eßfeld/Umspannwerk/B19, Eßfeld/Wendeplatz, Eßfeld/Dr.-Heim-Straße
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Goßmannsdorf


Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Lukas Lesch: Eßfeld ein Dorf im Ochsenfurter Gau - Unser Heimatort im Wandel der Zeit. Eßfeld 1997
  • Ortsverzeichnis für Bayern 1877

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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