Ochsenfurt

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Ochsenfurt
Ortstyp Stadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Höhe 187 m über NN
Fläche 63,55 km²
Einwohner 11.289 (Stand: 30. Juni 2018) [1]
Bevölkerungsdichte 178 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 170
Anschrift Stadt Ochsenfurt, Hauptstraße 42, 97199 Ochsenfurt
Telefon 09331 - 97-0
Telefax 09331 - 97-52
E-Mail info@ochsenfurt.com
Webseite www.ochsenfurt.de
1. Bürgermeister Peter Juks
Wappen
Wappen Ochsenfurt.png
Ochsenfurt 1623 (Ölgemälde im Rathaus Ochsenfurt)

Ochsenfurt ist eine Stadt im Landkreis Würzburg und liegt im südlichen Maindreieck. Die historische Altstadt verfügt über eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen und Stadttoren. Ochsenfurt gehörte früher dem Domkapitel in Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ochsenfurt liegt im südlichen Maindreieck im Landkreis Würzburg in Unterfranken zwischen Würzburg und Kitzingen. Durchflossen wird die Stadt vom Main, sowie einigen kleinen Bächen (u.a. Thierbach). Die Stadt ist von vielen Weinbergen umgeben und liegt im Ochsenfurter Gau.

Stadtteile[Bearbeiten]

Darstadt
Der westlichste Stadtteil, Darstadt (203 Einwohner), wird vom Schafbach durchflossen.
Erlach
Der nördlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Erlach.
Goßmannsdorf
Westlich von Ochsenfurt am Main liegt Goßmannsdorf und hat Anteil an der Eisenbahnlinie. Goßmannsdorf hat ca. 1010 Einwohner.
Hohestadt
Das mit etwa 850 Einwohnern bildende Hohestadt liegt südwestlich und nahe der Stadt auf einem Berg.
Hopferstadt
Der südlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Hopferstadt und hat 671 Bewohner.
Kleinochsenfurt
Bis ins 13. Jahrhundert war Kleinochsenfurt nicht eindeutig von Ochsenfurt getrennt. Das Dorf grenzt direkt an die Stadt. In Kleinochsenfurt leben über 1000 Einwohner. Als örtliche Vereinigung besteht der Sportverein Kleinochsenfurt 1929/49 e. V..
Tückelhausen
Südwestlich von Ochsenfurt liegt Tückelhausen und wird von etwas über 300 Menschen bewohnt. Der Ort geht zurück auf das Kloster Tückelhausen des Kartäuserordens zurück. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Mit der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst, die Mönchszellen wurden in Wohnungen umgewandelt. Das Dorf besitzt noch eine klosterähnliche Struktur und ein Kartäusermuseum.
Zeubelried
Mit rund 200 Einwohnern liegt Zeubelried nördlich von Ochsenfurt. Bekannt in der Umgebung ist das Zeubelrieder „Linsenspitzer-Fest“, welches immer am 3. Wochenende im August stattfindet. Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr und die über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Musikkapelle „Die Zeubelrieder“. An den beiden Festtagen besuchen mehrere tausend Menschen den Dorfplatz.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Ansicht von Ochsenfurt (Mitte 20. Jahrhundert)

Die erste urkundliche Erwähnung war 725, als im Auftrag von Bonifatius ein Kloster in der Stadt gegründet wurde, in dem u. a. Thekla von Kitzingen Äbtissin war. Möglicherweise befand sich bis ins 11. Jahrhundert in Ochsenfurt ein Königshof. Die Mauern und Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Seit dieser Zeit war die Stadt Teil des Fürstbistums Würzburg. Erst mit dem Bau der Brücke 1512 gewann Ochsenfurt auch wirtschaftliche Bedeutung. 1525 kam es während der Bauernkriege zu Aufständen. Das neue Rathaus wurde bereits 1497 fertig gestellt. Die St.- Andreas-Kirche wurde 1288 geweiht.

1803 kam Ochsenfurt zu Kurbayern und ab 1806 zum Großherzogtum Würzburg. 1813 wurde die Stadt Teil des Königreichs Bayern]. 1945 wurde Ochsenfurt von den Amerikanern besetzt. Die Mainbrücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Altstadt blieb verschont. 1972 wurde der Landkreis Ochsenfurt (Kfz-Kennzeichen OCH) aufgelöst. Seitdem gehört die Stadt zum Landkreis Würzburg. Seit dem 8. Juli 2013 darf das alte KFZ-Kennzeichen „OCH" jedoch wieder im Landratsamt Würzburg beantragt werden.

►Siehe auch: Geschichte von Ochsenfurt

Namensgeber[Bearbeiten]

Als Furt wird eine seichte Stelle im Fluss, also ein Flussübergang bezeichnet. Eine Ochsenfurt ist somit eine Furt, die mit Ochsen als Zugtieren überquert werden kann. Viele Ortsnamen haben die gleiche Bedeutung, wie z. B. Oxford in England und Bosporus in der Türkei.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

► Siehe Bürgermeister Ochsenfurt

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Fairtrade Logo.JPG

Ochsenfurt erhielt die Auszeichnung erstmals am 30. Oktober 2015. Auch zwei Jahre später erfüllt die Stadt Ochsenfurt alle Kriterien, um sich weiterhin Fairtrade-Stadt nennen zu dürfen. Die Ochsenfurter gehen sogar noch über fairen Kaffee und Kleider hinaus und veranstalten einen Faschingsumzug unter dem Motto Fairtrade.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Silber eine rote Burg mit breitem Mittelturm und zwei spitzbedachten seitlichen Zinnentürmen, alle mit blauen Dächern; aus dem Tor hervorbrechend ein golden bewehrter schwarzer Ochse.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Aus dem Jahr 1316 ist der Abdruck eines Siegels überliefert, das sicher noch im späten 13. Jahrhundert geschnitten worden war. Das Bild zeigt eine Zinnenmauer mit einem Torturm, beseitet von je einem niederen Zinnentürmchen. Durch das offene Tor schreitet ein Ochse. Im großen Stadtsiegel aus dem frühen 15. Jahrhundert ist die Architektur erheblich detaillierter mit Stadtkirche, Mauerring und spitzbedachten Türmen dargestellt. In einem kleinen Siegel aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und in den späteren Siegeln steht der Ochse allein im Schild. Seit Ende des 15. Jahrhunderts kommt ein Dreiberg hinzu, seit dem 17. Jahrhundert ein wachsender Engel über dem Schild. In der Bürgermeistermedaille von 1819 erscheint wieder die Darstellung des ersten Bildsiegels. Die Farben sind seit dem 15. Jahrhundert überliefert.

Kultur[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Galerien[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Besucht das schöne Ochsenfurt.jpg

Die historische Altstadt wird immer noch von der mittelalterlichen Befestigungsanlage umgeben; ein gotisches Rathaus mit Lanzentürmchen und Figurenuhr, Stadtpfarrkirche mit Riemenschneiderfigur, viele Fachwerkhäuser und ein Heimat- und Trachtenmuseum sind Besonderheiten im Stadtbild.

► Siehe auch Baudenkmäler in Ochsenfurt

Stadtrundgang in Bildern[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Soziale Vereine[Bearbeiten]

Musikvereine[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Apotheken[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

  • Hallo Maintal (monatliches Magazin für Ochsenfurt und den Ochsenfurter Gau) (bis April 2016)
  • Main Tauber Kurier (wöchentliches Magazin für Ochsenfurt und den Ochsenfurter Gau) (seit Mai 2016)

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Krankenhaus[Bearbeiten]

  • Main-Klinik, Poliklinik und ehemaliges Kreiskrankenhaus (Greinberg 25)

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Kanaldeckel in Ochsenfurt

Straßen[Bearbeiten]

  • Die Bundesstraße 13 führt durch Ochsenfurt.
  • Über die nahe gelegenen Autobahnen A 7 und A 3 ist Ochsenfurt mit je einer wichtigen Straßenverkehrsachse in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung verbunden. Die nächste Anschlussstelle der A 7 befindet sich im ca. acht Kilometer entfernten Marktbreit, die der A 3 ca. zwölf Kilometer nördlich in Eibelstadt.

ÖPNV[Bearbeiten]

Unterwegs im Landkreis Würzburg (Video)[Bearbeiten]

„In der Altstadt von Ochsenfurt“ von wuerzburg-fotos.de (24. März 2019)

(Mit dem Start des Videos stimmen Sie der Weiterleitung und Übermittlung von Daten an YouTube zu.)

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Kunstdenkmäler von Unterfranken, Bd. 1: Bezirksamt Ochsenfurt. 2. Auflage 1983. ISBN 978-3-486-50455-2
  • Alfred Richter: Eine Brücke erzählt aus ihrer bewegten Vergangenheit, vom Leben am Main, aus der wechselvollen Geschichte von Ochsenfurt, Ochsenfurt, Stadt 1996, 136 S.
  • Ochsenfurt, Eintrag im Meyers Konversations-Lexikon, Band 12, 1888, Seite 317
  • Volkmar Halbleib, Heinz Kretzer: Ochsenfurt. Sutton Verlag, 2007. ISBN: 3866800002

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ochsenfurt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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