Euerhausen

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Euerhausen
Ortstyp Ortsteil
Gemeinde Giebelstadt
Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Einwohner 253
Eingemeindung 1. Juli 1972
Guseiserner Pumpbrunnen in der Wolkshäuser Straße
Sportplatz und Grillplatz

Euerhausen ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Giebelstadt im Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Euerhausen liegt südlich von Giebelstadt nahe der Landesgrenze zu Baden-Württemberg und wird von der Bundesstraße 19 durchfahren.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Euerhausen

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Euerhausens datiert aus dem Jahre um 1252 als das Heidingsfelder Weistum „Friedrich von Urhusen“ als hohenlohischen Lehensmann erwähnt. Im 13. Jahrhundert wurde auch die „Alphabethglocke“ gegossen, die heute im Euerhäuser Kirchturm hängt. Andreas Zobel ist der erste Angehörige des Geschlechtes der Zobel von Giebelstadt, das sich 1368 „gesessen zu Euerhausen“ nennt.

Im 14. Jahrhundert lassen sich in Euerhausen neben den Zobel von Giebelstadt zu Euerhausen und dem Stift Neumünster auch das Domstift (1345) mit 2 Höfen als Grundbesitzer nachweisen. Im 15. Jahrhundert ist die Gült von einem Hof in Euerhausen als Besitz des Spitals in Ochsenfurt (1419 - 1609) belegt. 1444 und 1454 tragen Götz von Berlichingen und danach Hans Christoph von Berlichingen zwei Teile des Burgstalls in Euerhausen vom Fürstbischof in Würzburg zu Lehen. Im 15. Jahrhundert hat auch der Deutsche Orden in Mergentheim Besitz in Euerhausen. Bis 1508 sind auch die Wolfskehl zu Albertshausen in Euerhausen begütert. Von den geistlichen Institutionen haben bis zur Säkularisation das Kloster Bronnbach, das Schottenkloster St. Jakob, Dominikanerinnenkloster St. Markus, die Pfarrei Wolkshausen und die Pfarrei Randersacker in Euerhausen Grundbesitz.

Die Gerichts- und Dorfherrschaft in Euerhausen, liegen beim Hochstift Würzburg, das 1605 für Euerhausen eine Dorfordnung erlässt und den Ort, der 1633 ca. 180 Einwohner zählt, vom Amt Bütthard aus regiert. Der Dorfherr, Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn, verleiht 1657 Euerhausen ein Dorfsiegel mit dem Hl. Nikolaus als Siegelbild.

Der Groß- und Kleinzehnt und der Handlohn sind vor 1363 bereits in der Hand des Stifts Neumünster, werden im 15. Jahrhundert vom Neumünsterischen Amt Gaurettersheim aus verwaltet und verbleiben beim Stift Neumünster bis zur Säkularisation.

1806 wurden die Gebiete des vormaligen geistlichen Fürstentums für kurze Zeit dem Großherzogtum Würzburg und nach dessen Auflösung (1814) endgültig dem Königreich Bayern zugeschlagen. Bei der politischen Neuorganisation des Hochstifts Würzburg 1804 kam das 259 Seelen zählende Kirchdorf Euerhausen vom Amt Bütthard zum Landgericht und Rentamt Röttingen (10.754 Seelen) und wurde 1862 dem Bezirksamt Ochsenfurt, dem Landgericht Aub und dem Rentamt Röttingen angegliedert. Nach Gemeindeedikt wurde Euerhausen als selbstständige Gemeinde ohne weitere Ortsteile dem Bezirksamt, Landgericht und Rentamt Ochsenfurt und damit dem späteren Landkreis Ochsenfurt zugeschlagen. Nach dessen Auflösung 1972 kam Euerhausen zum Landkreis Würzburg. Zum 1. Juli 1972 wurde Euerhausen in die Marktgemeinde Giebelstadt eingegliedert.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Maria Immaculata vor dem Anwesen Bachstraße 21
  • Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus
  • Zahlreiche sehenswerte Bildstöcke und Wegkreuze
► Siehe auch Baudenkmäler in Euerhausen

Vereine[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die starkbefahrene B 19. Die Bürger fordern seit längerem den Bau einer Umgehungsstraße.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Euerhausen/Ort
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Gaubüttelbrunn


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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