Herchsheim

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Herchsheim
Ortstyp Ortsteil
Gemeinde Giebelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Einwohner 159
Eingemeindung 1. Januar 1978
Dorfstraße Herchsheim
Evangelisch-Lutherische Georgskirche, die Pfarrkirche des Ortsteils Herchsheim der Marktgemeinde Giebelstadt
Löschweiher an der Dorfstraße
Protest für die B 19-Ortsumgehung: Die starkbefahrene Bundesstraße führt bisher direkt durch den Ort

Herchsheim ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Giebelstadt im Landkreis Würzburg.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Herchsheim ist Quellort des Esbaches und wird südlich von Giebelstadt von der Bundesstraße 19 durchfahren.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Herchsheims stammt aus dem Jahre 779 n. Chr. Der Ochsenfurter Gau ist nach den Bodenfunden seit wenigstens 4000 Jahren durchgehend besiedelt. Ein ausgedehntes Hügelgräberfeld auf der Herchsheimer Markung nördlich der Ortschaft weist darauf hin, dass es vor Christi Geburt bereits große, keltische Siedlungen gab. Herchsheim war wohl eine vormals alemannische, möglicherweise später dem Königshof (Gaukönigshofen) zugeordnete Siedlung, die bis zum Ende des 6. Jahrhunderts in die Herrschaftsstruktur Ostfrankens eingegliedert und christianisiert war. Herchsheim zählt jedenfalls zu den ältesten Dörfern im Ochsenfurter Gau.

Im 12. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts haben die Herren von Endsee die Vogteirechte in Herchsheim. Die Gerichtsrechte besitzen danach, spätestens ab 1265 die Herren von Hohenlohe, die damit 1356 die Zobel von Giebelstadt und das Geschlecht der Schweiger gemeinsam und ab 1377 die Zobel allein belehnen. Als 1412 die Linie Hohenlohe-Speckfeld im männlichen Stamm ausstirbt, fällt der hohenlohische Besitz an die Erbtöchter bzw. Schwiegersöhne, an die Schenken von Limpurg-Speckfeld und die Grafen von Castell. Zehntherr war wohl seit der Mitte des 8. Jahrhunderts durchgehend der Bischof von Würzburg, dem die Könige Pippin der Jüngere und Karlmann im Jahr 742 in allen Gauen des Ostfrankenreiches den Zehnt schenkten. Im 12. Jahrhundert haben das Domstift und von diesem ab 1171 Stift Neumünster und vor allem Stift Haug in Herchsheim Grundbesitz. Im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts erwerben verschiedene Klöster und Stifte von den Herren von Hohenlohe und von einigen Geschlechtern des Stadtpatriziats zu Würzburg und Heidingsfeld Grundbesitz in Herchsheim. 1299 erwirbt das Franziskanerinnenkloster St. Agnes in Würzburg beispielsweise einen Hof in Herchsheim. Diese Besitzverhältnisse bleiben von geringfügigen Veränderungen abgesehen bis 1806 gleich, als im Zuge der Säkularisation der Grundbesitz von sieben Höfen zu Herchsheim, die im Besitz von geistlichen Institutionen waren, an den bayerischen Staat fiel. Die Gerichts- und Verwaltungsstruktur durch Maximilian von Montgelas umfaßt Herchsheim zunächst nicht. Herchsheim verbleibt unter der Herrschaft der Zobel von Giebelstadt dem Patrimonialgericht Giebelstadt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam Herchsheim als selbständige Gemeinde ohne weitere Ortsteile zum Bezirksamt und Amtsgericht Ochsenfurt und später zum Landkreis Ochsenfurt. Die Marktrechte sollen um 1870 von Bieberehren an Herchsheim verkauft worden sein. Nach dessen Auflösung 1972 kam Herchsheim zum Landkreis Würzburg und wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1978 in die Marktgemeinde Giebelstadt eingegliedert.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die Ortsnamenforschung datiert Gründung oder Umbenennung des Dorfes in die Zeit der fränkischen Eroberung ins 6. Jahrhundert und führt den Ortsnamen auf den recht häufigen fränkischen Namen „Heriger" zurück. Der Ortsname Herchsheim ist als „Heringesheim“ erstmals, in der ca. 1160 entstandenen Besitzgeschichte des Klosters Fulda zu finden.

Sehenswertes[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bundesstraße 19[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die starkbefahrene B 19. Die Bürger fordern seit längerem den Bau einer Umgehungsstraße.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Herchsheim/Ort
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Kirchheim


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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