Klingen

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Klingen
Ortstyp Ortsteil
Gemeinde Bieberehren
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Röttingen
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Eingemeindung 1. Juli 1972
Bebauung am Talweg
Ehemaliges Gasthaus zum Hirschen

Klingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Bieberehren im südlichen Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken und südlichst gelegene Ansiedlung des Landkreises.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Klingen liegt an der Tauber zwischen Bieberehren und Creglingen an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg, an der Romantischen Straße.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Erwähnt wird die Ansiedlung Klingen unter anderem in Zusammenhang mit der spätmittelalterlichen Burg Klingenstein: Überlieferungen berichten davon, dass Konrad von Weinsberg im Jahr 1425 den Burgstall nebst dem Weiler Klingen von Konrad von Seckendorff kaufte. [1] Im Standbuch 1011 (Standort: Staatsarchiv Würzburg) aus dem Jahr 1492 wird von einem Würzburger Schäfer in Klingen berichtet: „Der würzburgische Schäfer in Klingen (geschrieben: Clingen) hat das Recht, seine Schafe auf die Gemarkung Neubrunn (Neuebrunen) zu treiben. Davon ebenfalls betroffen sind laut Nachtragsschreiber Buch (Buch weiler), Biberehren (Biberehrn), Burgerroth (Burgenrodt), Baldersheim (Baldershaim), Gelchsheim (Gulichsheim) und Aub (Aw)“, heißt es dort auf S. 152. [2]

Die Schreibweise des Ortsnamens mit C erfolgte in vielen frühneuzeitlichen Karten und Texten. So beispielsweise 1533 in der Karte „Das FranckenLandt“ von Sebastian von Rotenhan, 1600 in der Karte „Franckenlandt“ von Gerhard Mercator oder 1706 in der Karte „Circulus Franconicus“ von Frederik De Wit. Ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts überwiegt die Schreibweise in der heutigen Form mit K. [3]

Im Geographischen Lexikon 1799-1804 heißt es auf Seite 165 f. zu Klingen: „geringes Dörfchen vor Röttingen von 22 Häusern (...) Es hat 107 Einwohner, die nach Bieberehren pfarren. Seine Flurmarkung enthält 366 Morgen Ackerfeld, 15 Morgen Wiesen, 100 Morgen Weinberg, 60 Morgen geringen Wald, 12 Morgen Garten. Die Hälfte des Zehntes bezieht der Stadtpfarrer zu Creglingen, die andere gehörte dem Grafen zu Hatzfeld“. An Handwerkern zählt man hier nur drey. Die Schäferey ist eigenthümlich.“ Im Statistisch-topographisches Handbuch für den Unter-Mainkreis von Anton Rottmayer aus dem Jahr 1830 werden 131 Einwohner aufgezählt und dem Ort wird ein guter Weinbau nachgesagt. Beide Publikationen lassen darauf schließen, dass früher der Weinbau für den Weiler eine große Rolle spielte. In der Uraufnahme aus dem 19. Jahrhundert sind zahlreiche Weinberge rund um Klingen eingezeichnet. Gegenwärtig gibt es dagegen keine Weinberge mehr im Umgriff der Ansiedlung. Die Hänge werden heute anderweitig bewirtschaftet bzw. liegen brach.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber ist die ehemalige Burg Klingenstein, etwa 200 Meter von der Kirche entfernt gelegen.

Sehenswertes[Bearbeiten]

► Siehe Baudenkmäler in Klingen

Vereine[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gastronomie und Übernachtung[Bearbeiten]

Ehemalige gastronomische Betriebe[Bearbeiten]

  • Gasthaus zum Hirschen (abgerissen)

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Klingen verläuft die Staatsstraße 2268. Ein befestigter Feldweg verbindet den Weiler mit Röttingen.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Klingen/Ort


Gaubahn/Taubertal-Radweg[Bearbeiten]

Einst führte die Gaubahn in Form einer Stichstrecke zwischen Bieberehren und Creglingen östlich an Klingen vorbei. Einen Haltepunkt gab es in Klingen bis 1923 im Bereich des Talwegs. Außerdem hielt die Bahn etwa 1,5 Kilometer nördlich von Klingen am Bahnhof Reinsbronn. Heute verläuft auf der ehemaligen Bahntrasse der Taubertal-Radweg. Etwa drei Kilometer nördlich von Klingen besteht für Fahrradfahrer in Bieberehren Anschluss an den Gaubahn-Radweg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bernd Fuhrmann: Konrad von Weinsberg - ein adliger Oikos zwischen Territorium und Reich. Franz-Steiner-Verlag, 2004, S. 162
  2. Klingen auf historisches-unterfranken.uni-wuerzburg.de
  3. Franconica Online/Topographia Franconiae: 'Klingen' auf historischen Karten

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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