Gaukönigshofen

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Gaukönigshofen
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Höhe 270 m ü. NN
Fläche 32 km²
Einwohner 2.493 (31. Dezember 2017) [1]
Bevölkerungsdichte 78 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 134
Anschrift Hauptstraße 16, 97253 Gaukönigshofen
Telefon 09337 - 9719-0
Telefax 09337 - 9719-99
E-Mail info@gaukoenigshofen.bayern.de
Webseite www.gaukoenigshofen.de
1. Bürgermeister Bernhard Rhein (parteilos)
Wappen
Wappen Gaukönigshofen.png

Gaukönigshofen ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern.

Geschichte und Namensherkunft[Bearbeiten]

Gaukönigshofen vom Südosten aus (ca. 1928)

Die Historie Gaukönigshofens reicht bis in die graue Vorzeit zurück, denn die fruchtbaren Böden des Gaues lockten zu allen Zeiten die Siedler an. Archäologische Zeugnisse fanden sich aus der Bronzezeit (1800-1000 v.Chr.) und der Hallstadtzeit (800-450 v.Chr.). Seit etwa 400 v.Chr. siedelten auf dem Gebiet des heutigen Gaukönigshofen Kelten und in der Zeit der Völkerwanderung Markomannen, Alamannen und Thüringer.

Nachdem sich der germanische Stamm der Franken im Laufe des 7. Jahrhunderts bis an den Main ausgedehnt hatte, entstand hier ein Königshof Karls des Großen, der dem Ort schließlich seinen Namen gab. Aus dem Jahr 741 stammt die erste urkundliche Erwähnung. Karlmann, Regent im Ostfrankenreich, stattete das Bistum finanziell aus und vermachte dem Bischof dazu die Marienkirche auf dem Marienberg in Würzburg, das Kloster Karlburg sowie 24 Eigenkirchen, die in den verschiedenen Gauen bereits vorhanden waren. Zu diesen Kirchen gehörte auch die Kirche St. Remigius im benachbarten „Sundrinhova“ (Sonderhofen) und St. Martin. Später entwickelte sich aus dem Königshof das Dorf Gaukönigshofen.

Über die Pfarreien übte seit 1326 das Kloster Oberzell das Patronatsrecht aus. Während ab 1481 das Hochstift Würzburg in Gaukönigshofen die Dorfherrschaft besaß, hat das Kloster Stift Haug in Würzburg überwiegend die Dorfherrschaft in Acholshausen und Rittershausen besessen. Vom 16. bis ins 18. Jahrhundert waren verschiedene Adelsgeschlechter die Lehensherren von Gaukönigshofen. Dazu zählten die Geyer, die Zobel von Giebelstadt und die Herren von Rosenbach. Unter deren Schutzherrschaft siedelten sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts jüdische Einwohner im Dorf an.

Ortsteile[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Silber aus einem roten Strunk wachsend eine grüne Staude mit drei Stängeln, daran je drei grüne Blätter.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Bei der Renovierung des Rathauses von 1960 bis 1965 wurde am Innentürfries des Sitzungssaales ein Wappenschild mit der Jahreszahl 1607 und den Buchstaben G-K entdeckt. Von den Farben war nur mehr das Grün der Staude zu erkennen. Als Feldfarbe wählte man Silber, für den Strunk Rot. Beide Farben weisen auf das Hochstift Würzburg, das neben der Landeshoheit seit 1481 auch die Dorfherrschaft inne hatte.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Blick von Acholshausen auf die Schutzengelkirche in Gaukönigshofen

Bildung[Bearbeiten]

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Mariensäule am Kirchplatz in Gaukönigshofen

Museen[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Persönlichkeiten der Gemeinde[Bearbeiten]

Bekannte Familien der Gemeinde[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Gaukönigshofen/Torstraße
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Ochsenfurt


Ortsansichten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Edeltraud Höfner: Gaukönigshofen. Ortsgeschichte von 1600-1800. Schrift zum Gemeindefest am 19. Mai 1985. Herausgegeben von der Gemeinde Gaukönigshofen aus Anlass des 10. Jahrestages des Zusammenschlusses der Gemeinden Acholshausen, Eichelsee, Gaukönigshofen, Wolkshausen und Rittershausen zur Einheitsgemeinde.
  • Gemeinde Gaukönigshofen (Hrsg.): 741 - 1991. 1250 Jahre Gaukönigshofen.
  • Georg Menig: Der Große Krieg im kleine Raum - Krieg und Kriegserfahrung im ländlichen Unterfranken am Beispiel des Ortes Gaukönigshofen 1914-1918/19. Mainfränkische Hefte 116, Spurbuchverlag, 2018, ISBN 978-3-88778-533-8

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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