Stadtsiegel der Stadt Ochsenfurt

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Das älteste beurkundete Siegel der Stadt Ochsenfurt wurde ab 1316 verwendet, wurde aber mutmaßlich bereits im späten 13. Jahrhundert geschnitten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Im Laufe der Zeit erfuhr das Wachssiegel einige Änderungen, ähnelt aber dem ursprünglichen Siegel noch in starkem Maß. Es trägt die Umschrift: „SIGILLUM CIVITATIS OCHSENFVRT„.In der Darstellung ist es ein sogenanntes Mauersiegel. Es zeigt in Silber eine rote Burg, mit breitem Mittelturm und zwei spitzbedachten schmäleren Zinnentürmen, spitz bedacht. Alle Türme haben blaue Dächer. Aus der breiten Öffnung des Mittelturmes tritt heraus, nur halb zu sehen, ein goldbewehrter schwarzer Ochse. Wer es seinerzeit entworfen hat, ist unbekannt.

Ende des 14. Jahrhunderts beschränkt sich das kleine Siegel auf den Ochsenrumpf im Schild. Dieser Darstellung folgten spätere Wappenwiedergaben, wie im Wernigeroder Wappenbuch aus den Jahren 1486 bzw. 1492. Ein zweites Hauptsiegel von Ende des 14. Jahrhunderts ist reicher gestaltet und zeigt Kirche, Mauern und Türme.

Seit Ende des 15. Jahrhunderts kommt ein Dreiberg hinzu, seit dem 17. Jahrhundert ein wachsender Engel über dem Schild. In der Bürgermeistermedaille von 1819 erscheint wieder die Darstellung des ersten Bildsiegels. Die Farbgebung ist seit dem 15. Jahrhundert überliefert.

Bedeutung[Bearbeiten]

Die Verwendung des Stadtsiegels durch Bürgermeister, Rat und Gemeinde, im Namen der Stadt, bekundet das Streben der Bürger nach mehr Selbständigkeit, vor allem in der Regelung der Gemeindeangelegenheiten. Es gilt als frühes Zeichen der kommunalen Selbstverwaltung, wie sie auch 1949 im Grundgesetz festgelegt wurde.

Ältestes Exemplar[Bearbeiten]

Das älteste, heute noch erhaltene, Ochsenfurter Stadtsiegel stammt aus dem Jahr 1393, besteht aus rotem Siegellack und hat einem Durchmesser von 4 cm.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]