Privatbrauerei Oechsner

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Privatbrauerei Oechsner

Die Privatbrauerei Oechsner ist ein Unternehmen in Ochsenfurt. Die Brauerei mit eigenem Museum hatte 2010 einen Bierausstoß von 40.000 Hektolitern, das meistgetrunkene Bier der Brauerei war das Oechsner Premium Pilsener. [1]

Geschichte

Am 10. Januar 1798 zog es den Gelchsheimer Johann Georg Oechsner vom Ochsenfurter Gau in das Maintal. Er erwarb mit dem dazugehörigen Brauhaus das bereits 1573 urkundlich erwähnte Gasthaus „Zum Bären“ in Frickenhausen am Main.

Am 16. Januar 1877 erwarb dessen Sohn Dietrich Oechsner in Ochsenfurt die Ankerbräu mit zugehörigem Gasthaus „Zum Anker“. Die Ankerbrauerei war 1833 von Christian Heim errichtet worden. Nach dem Tod Heims hatte dessen Witwe Anna einige Zeit den Betrieb fortgesetzt, bevor er ab 1869 durch mehrere Hände ging und 1877 schließlich in Oechsner'schen Besitz kam. Zu Finanzierung des Kaufs hatte Dietrich Oechsner die von den Eltern übergebene Bärenbrauerei in Frickenhausen an seine Bruder Georg abgetreten. Ab 1881 führte Dietrich Oechsner eine gezielte Modernisierung der neuen Braustätte durch und legte mit dem Erwerb von Grundstücken im Bereich Klinge den Grundstein für die spätere Verlagerung des Betriebs aus dem Bereich der Ochsenfurter Altstadt heraus.

1902 zog die Brauerei, die 1898 von Konrad Oechsner übernommen worden war, an die Klinge außerhalb der Stadtmauern von Ochsenfurt - die Bierproduktion im Gasthaus „Zum Anker“ wurde unterdessen eingestellt. Durch kluge Geschäftspolitik und vorteilhafte Investitionen kam die Ankerbrauerei gut voran und überstand auch die Weltwirtschaftskrisen der Weimarer Republik weitgehend unbeschadet. Im Dezember 1936 konnten Konrad Oechsner und sein Sohn Dietrich, der im folgenden Jahr die Leitung des Betriebs übernehmen sollte, im Rahmen einer Zwangsversteigerung Brauerei und Gasthaus „Zum Bären“ am Oberen Tor erwerben.

In den tiefen Kellern der neuen Braustätte fanden während der Luftangriffe 1945 bedeutende Werke von Tilman Riemenschneider Schutz. Mit der Einnahme Ochsenfurts durch amerikanische Besatzungstruppen war eine Produktionspause verbunden, welche bis 1948 dauerte. Erst nach Aufhebung aller kriegsbedingten Beschränkungen durch die Ankerbrauerei wieder Bier herstellen. Bis in die 1960er Jahre vermarktete die Brauerei ihre Produkte unter der Bezeichnung Oechsner-Ankerbräu. Die Brauerei wird gegenwärtig von Dipl. Braumeister Dietrich Oechsner in der 6. Generation geführt. Braumeister ist gegenwärtig Peter Bull.

Wappen

Das Wappen der Brauerei zeigt auf rotem Schild einen Anker (Ursprung: Gasthaus zum Anker). Verziert wird das Schild unterhalb mit Hopfen und Braugerste. Eine ältere Version des Brauereiwappens zeigte den Anker flankiert mit den Initialen „D“ (links) und „Oe“ (rechts) für Dietrich Oechsner.

Biersorten

  • OECHSNER Premium Pilsener
  • OECHSNER 1516
  • OECHSNER Naturradler (naturtrüb)
  • OECHSNER Schwarzbier
  • OECHSNER Hefe hell
  • OECHSNER Hefe dunkel
  • OECHSNER Edelhell
  • OECHSNER Kristallweizen
  • OECHSNER Hefe alkoholfrei
  • OECHSNER Pils alkoholfrei
  • OECHSNER Leicht
  • OECHSNER Radler
  • OECHSNER Naturtrüb
  • OECHSNER Ur-Bock
  • OECHSNER Wintermärchen (saisonal)

Quelle: [1]

Veranstaltungen

  • Ochsenfurter Bratwurstfest (Pfingstwochenende, alle 2 Jahre, in den geraden Jahren)
  • Ochsenfest (= Ochsenfurter Altstadtfest, im September)
  • Museumsnacht (Mitte Mai): Hierbei öffnet das eigene Brauereimuseum

Anschrift

Privatbrauerei Oechsner GmbH & Co. KG
Klinge 2
97199 Ochsenfurt
Telefon: 09331 - 8766-0

Öffnungszeiten Brauerei

  • Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr

Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Raupach, M., Böttner, B. (2010): Frankens Brauereien und Brauereigaststätten. Mediengruppe Oberfranken - ISBN: 978-3-936897-80-7 Seite 606 f.

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