Hafen Ochsenfurt

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Der Hafen Ochsenfurt ist ein Gewerbe- und Schutzhafen im Nordwesten der Ochsenfurter Altstadt parallel zur Tückelhäuser Straße.

Geschichte

Bereits zu keltischen Zeiten wurde der Main als Wasserstraße und Transportweg genutzt. Als zwischen 1836 und 1846 der Ludwig-Donau-Main-Kanal vollendet wurde, stieg der Schiffsverkehr deutlich an und der Ochsenfurter Hafen wurde ab 1868 als Schutzhafen befestigt. Die Mainländebahn wurde 1897 gebaut. 1898 reichte die Kettenschifffahrt auf dem Main bis Kitzingen und die Tonnage beförderter Güter konnten insbesondere durch Steinkohlelieferungen aus dem Ruhrgebiet deutlich gesteigert werden.

Am 7. Mai 1954 wurde die Rhenania Main-Hafenbetriebsgesellschaft m.b.H. Ochsenfurt/Main mit einem Stammkapital von 100 000 Mark gegründet. Daran beteiligt war jeweils zur Hälfte die Stadt Ochsenfurt und die Rhenania Schifffahrts- und Speditions-GmbH in Mannheim. 1971 veräußert diese das Erbbaurecht an zwei Flurstücken an die heutige Betreibergesellschaft, die BayWa, die Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG in München, die noch im gleichen Jahr einen Portalkran aufstellen ließ. In den Jahren 2001 bis 2005 wurde das Hafenbecken im Zuge des Mainausbaus vertieft, so dass auch größere Schiffe mit bis zu drei Meter Tiefgang den Hafen anfahren können. Der Betrieb der Hafenbahn ging in die Verantwortung der Ochsenfurter Stadtwerke (KSO) über.

Lage und Ausdehnung

Der Ochsenfurter Hafen liegt bei Mainkilometer 270,5 auf der linken Mainseite etwa 750 m nördlich des Stadtzentrums. Von der für das Hafengebiet Ochsenfurt insgesamt ausgewiesenen Gesamtfläche von 27 Hektar sind 25 Hektar gewerblich genutzt. Fünf Hektar davon beanspruchen die Hafenanlagen und die Hafenbahn. Neben der BayWa sind noch einige Betriebe des Dienstleistungs- und Handelsgewerbes im Hafen angesiedelt, weshalb dieser auch als Gewerbegebiet Hafen Ochsenfurt bezeichnet wird.

Infrastruktur

Die Kaianlagen sind auf 300 m Länge befestigt, die Mole ist 230 m lang. Es stehen neben zwei Portalkränen mit einer Tragfähigkeit von je 7,5 t, eine Waage, 2.000 m² Freilagerflächen und gedeckte Lager und Silos für 200 t Massengüter zur Verfügung. Umgeschlagen werden bis zu 159.000 t jährlich, überwiegend Holz- und Agrarprodukte, Getreide, Futter- und Düngemittel, sowie Baustoffe.

Ein weitere Umschlagstelle mit einer Kranbrücke besteht im Ortsteil Goßmannsdorf bei Mainkilometer 268,5 links. Diese liegt bereits unterhalb der Staustufe Goßmannsdorf auf einer Höhe von 172 m ü. NN. Umgeschlagen werden dort hauptsächlich Baustoffe wie Sand, Kies und Schotter.

Mainländebahn

Der Ochsenfurter Hafen ist über die Mainländebahn an das Gleisnetz der Deutschen Bahn am Bahnhof Ochsenfurt angeschlossen.

Marina

Der Bootshafen mit einer Fläche von 1,4 Hektar grenzt unmittelbar an den Gewerbehafen an und wird vom Bootsclub Ochsenfurt e.V. als Vereinsgelände genutzt. Im Hafen gibt es ein schwimmendes Clubheim und auf dem Gelände einen Grillplatz. Die sanitären Anlagen sind in Containern untergebracht. Die Festmachmöglichkeiten für Boote ab zehn Meter sind meist von Mitgliedern belegt. Der hintere Teil der Marina ist versandet und teilweise weniger als einen Meter tief.

Straßen unmittelbar südlich des Hafengebietes

Angrenzende Straßen

Siehe auch

Weblinks

Kartenausschnitt

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