Bezirksamt Ochsenfurt

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Das Bezirksamt Ochsenfurt war ab 1862 die untere Vorgängerverwaltung und Amtsbezirk im Alt-Landkreis Ochsenfurt. Der Behördenleiter trug den Titel eines Bezirksamtmannes.

Geschichte

König Maximilian II. Joseph von Bayern erließ am 24. Februar 1862 eine „Königlich Allerhöchste Verordnung“. Diese legt fest, dass innerhalb bestehender Distriktgemeinden sogenannte „Königliche Bezirksämter“ als Distrikt-Verwaltungsbehörden einzurichten sind. Als reine Verwaltungsbehörden gelten sie als die Vorläufer der heutigen Landratsämter. Zum gleichen Zeitpunkt entstanden als unterste Gerichtsinstanz die späteren Amtsgerichte (damals unter dem Namen Landgerichte) und das bayerische Notariat. Diese entscheidende Verwaltungsreform gilt als Meilenstein in der Geschichte der modernen Staatlichkeit Bayerns.

Entstehung des Bezirksamtes Ochsenfurt

Das „Königliche Bezirksamt Ochsenfurt“ wurde auf königlichen Erlass durch die Zusammenfassung der Landgerichte Aub und Ochsenfurt neu gebildet. Am 11. November 1918 erfolgte die Umbenennung in „Bezirksamt Ochsenfurt“:

Gebietskorrekturen

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter trat das Bezirksamt Ochsenfurt am 1. Januar 1880 die Gemeinde Geroldshausen an das Bezirksamt Würzburg ab. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Regierungsbezirk am 1. Juli 1937 in Mainfranken umbenannt.

Amtsbezirk

Das Bezirksamt war für 53 Gemeinden in 83 Ortschaften für knapp 21.000 Einwohner zuständig.

Ortsname Ortstyp Heutige Zuordnung
Acholshausen Pfarrdorf Gaukönigshofen
Allersheim Markt Markt Giebelstadt
Aub Stadt Stadt Aub
Aufstetten Pfarrdorf Stadt Röttingen
Baldersheim Pfarrdorf Stadt Aub
Bieberehren Pfarrdorf Bieberehren/VG Röttingen
Bolzhausen Pfarrdorf Sonderhofen/VG Aub
Buch Kirchdorf Bieberehren/VG Röttingen
Bütthard Markt Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Burgerroth Pfarrdorf Stadt Aub
Darstadt Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Eibelstadt Stadt Stadt Eibelstadt
Eichelsee Kirchdorf Gaukönigshofen
Erlach Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Eßfeld Pfarrdorf Markt Giebelstadt
Euerhausen Pfarrdorf Markt Giebelstadt
Frickenhausen am Main Markt Markt Frickenhausen/VG Eibelstadt
Fuchsstadt Markt Markt Reichenberg
Gaubüttelbrunn Kirchdorf Kirchheim
Gaukönigshofen Pfarrdorf Gaukönigshofen
Gaurettersheim Pfarrdorf Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Gelchsheim Markt Markt Gelchsheim/VG Aub
Giebelstadt Markt Markt Giebelstadt
Gnodstadt Pfarrdorf Stadt Marktbreit/Lkr. Kitzingen
Goßmannsdorf Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Gützingen Kirchdorf Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Herchsheim Markt Markt Giebelstadt
Höttingen Kirchdorf Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Hohestadt Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Hopferstadt Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Ingolstadt Pfarrdorf Markt Giebelstadt
Kleinochsenfurt Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Klingen Dorf Bieberehren/VG Röttingen
Lindelbach Pfarrdorf Markt Randersacker
Ochsenfurt Stadt Stadt Ochsenfurt
Oellingen Pfarrdorf Markt Gelchsheim/VG Aub
Oesfeld Pfarrdorf Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Osthausen Kirchdorf Markt Gelchsheim/VG Aub
Riedenheim Pfarrdorf Riedenheim/VG Röttingen
Rittershausen Pfarrdorf Gaukönigshofen
Röttingen Stadt Stadt Röttingen
Sächsenheim Pfarrdorf Sonderhofen/VG Aub
Sommerhausen Markt Sommerhausen/VG Eibelstadt
Sonderhofen Pfarrdorf Sonderhofen/VG Aub
Stalldorf Pfarrdorf Riedenheim/VG Röttingen
Strüth Pfarrdorf Stadt Röttingen
Sulzdorf Pfarrdorf Markt Giebelstadt
Tauberrettersheim Pfarrdorf Tauberrettersheim/VG Röttingen
Tiefenthal Dorf Markt Bütthard/VG Giebelstadt
Tückelhausen Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt
Winterhausen Markt Markt Winterhausen/VG Eibelstadt
Wolkshausen Pfarrdorf Gaukönigshofen
Zeubelried Pfarrdorf Stadt Ochsenfurt

Externe Sprechstunden

Das Bezirksamt Ochsenfurt hielt auswärtige Amtstage in Aub, Bütthard und Röttingen ab, die durch amtliche Bekanntmachung veröffentlicht wurden.

Ende der Bezirksämter

Am 1. Januar 1939 wurde, wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurden aus den ehemaligen Bezirksämtern die Landkreise Ochsenfurt und Würzburg.

Siehe auch

Quellen

Weblinks