Eulogius Böhler

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Eulogius (Logi) Böhler, Porträt von Heiner Dikreiter, 1943
Eulogius Böhler an der häuslichen Staffelei (1913)
Ruhestätte von Eulogius Böhler auf dem Würzburger Hauptfriedhof

Eulogius Böhler, auch Elogius oder Logi, (* 30. Januar 1861 in Bergalingen bei Säckingen, † 5. Juni 1943 in Würzburg) war ein bekannter fränkischer Kunst- und Kirchenmaler.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Eulogius Böhler wuchs im badischen Oberland auf und kam mit 18 Jahren zum Studium an die Kunstgewerbeschule nach München. Danach begab er sich auf Wanderschaft und ließ sich schließlich in Würzburg nieder. Einen Namen machte er sich zunächst als Restaurator mit großem handwerklichen Können, u.a. wirkte er dabei im Kloster Oberzell (Restauration des Deckengemäldes von Johann Zick).

Böhlers eigene Kirchenmalerei war eher volkstümlicher Art. Dabei sah er sein Werk in der Tradition der Renaissance und des Barock, nahm im Sinne des Historismus Elemente alter Stilrichtungen wieder auf. Seine Werke waren sehr populär; er gestaltete mehr als 100 unterfränkische Kirchenräume mit. In Fachkreisen wurde seine Kunst zu Lebzeiten allerdings wenig geschätzt. Erst später erfuhr sein Werk eine entsprechende Würdigung. Eulogius Böhlers Kunst wird nun als prägend für die fränkische Volkskultur seiner Zeit angesehen.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Eulogius Böhler war Mitglied des Würzburger Kunstvereins und seit 21. März 1908 der Hätzfelder Flößerzunft. Seine Werke sind mit dem Kürzel „EWB” signiert. Einige Skizzen zu seinen Werken sind in der Städtischen Galerie im Museum im Kulturspeicher erhalten.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Eulogius Böhler fand seine letzte Ruhestätte auf dem Würzburger Hauptfriedhof.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Unter anderem schuf Böhler folgende Werke in Stadt und Landkreis Würzburg:

Überregional sind unter anderem folgende Werke bekannt:

  • Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hollenbach: Deckenfresken (1932)
  • Kirche St. Johannis in Fürth-Burgfarrnbach: Deckengemälde „Himmelfahrt Christi“ und ehemaliges Altarbild „Taufe Jesu im Jordan durch Johannes“ (Namensgeber der Kirche) wurden bei der Kirchenrenovierung 1927 erstellt. Bei einer erneuten Renovierung 1964/65 wurde das Altarbild durch ein Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert ersetzt. Erst 2015 erhielt das, zwischenzeitlich gerahmte Bild, wieder einen festen Platz, über der Kanzeltüre, in der Kirche.
  • Aussegnungshalle des St. Johannis Friedhofs in Fürth-Burgfarrnbach: In der 1937 gebauten Halle befindet sich das Wandgemälde „Auferstehung Jesu von den Toten“

Literatur[Bearbeiten]

  • Eulogius Böhler: Ein Maler in Franken (Begleitband der Ausstellung: „Eulogius Böhler- ein Maler in Franken”, September/Oktober 1998, Städtische Sparkasse Würzburg. Hrsg.: Dieter Weber. Böhler-Verlag, Würzburg 1998, ISBN 3980063062 (Stadtbücherei Würzburg Drm Böh)

Quellen/Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage der Pfarrei St. Josef - St. Sebastian zur Kirchengeschichte