Städtische Galerie

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Ehemaliger Standort der Städtischen Galerie am Paradeplatz

Die Städtische Galerie ist eine Kunstsammlung der Stadt Würzburg. Sie umfasst Werke Würzburger und Mainfränkischer Künstler von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Sie wurde 1941 gegründet, befand sich ab 1969 am Paradeplatz und ist heute Teil des Museums im Kulturspeicher.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Städtische Galerie, deren Gründungsidee bis in die 1920er Jahre zurückreicht [1], entstand auf Initiative des Malers Heiner Dikreiter und wurde 1941 offiziell durch Oberbürgermeister Theo Memmel gegründet. In die Sammlung sollten Werke Würzburger und fränkische Kunst von der Biedermeierzeit (Mitte des 19. Jahrhunderts) bis heute Eingang finden. Dazu zählen Werke von Künstlern, die aus Würzburg stammen, die sich länger in Würzburg bzw. Mainfranken aufhielten oder hier arbeiteten sowie Künstler, die in anderer Form eine besondere Beziehung zur Region Würzburg haben/hatten. Dikreiter engagierte sich persönlich viele Jahre für den Aufbau und die Erweiterung der Sammlung von Gemälden, Grafiken und Plastiken.

Als nach dem Zweiten Weltkrieg das Falkenhaus wieder errichtet war, erhielt die Sammlung dort erstmals eigene Räume zugewiesen. Zwischenzeitlich wuchs die Sammlung an. Ebenso durch Ankauf und durch die Übernahme von Nachlässen wie auch durch Dauerleihgaben aus ehemaligem Reichsbesitz. Der Großteil war ständig im Magazin gelagert. Ausstellungen waren lediglich sehr beschränkt im "Dauthendey-Saal" sowie ab 1952 in der wieder eröffneten Otto-Richter-Halle möglich.

Auf die Bitte Dikreiters um die Bereitstellung größerer Räumlichkeiten, befasste sich der Stadtrat mit dem Thema. Entschieden wurde, dass die Städtische Galerie im Gebäude der Harmonie-Gesellschaft (ehemaliger Domherrnhof Rannenberg) am Paradeplatz ein neues Domizil erhalten sollte. Das nach der Bombardierung Würzburg am 16. März 1945 zerstörte und später neu errichtete „Harmonie“-Gebäude war 1956 von der Stadt erworben worden, zeitweise aber an die Allianz weiterverkauft, 1961 ging es wieder in städtisches Eigentum über. Nach Umbaumaßnahmen entstanden hier neben Ausstellungssälen auch Verwaltungs- und Magazinräume sowie Räumlichkeiten für die Geschäftsstellen von diversen kulturellen Vereinigungen. So zogen neben der städtischen Sammlung auch Frankenbund, VHS, Freunde Mainfränkischer Kunst und Geschichte e.V., Max-Dauthendey-Gesellschaft, Harmonie-Gesellschaft und VKU in das Gebäude ein. 1969 eröffnete die Städtische Galerie mit einer Ausstellung von Werken der gebürtigen Würzburger Bildhauerin Emy Roeder. Sie bereicherte die Sammlung später durch ihren Nachlass an die Stadt Würzburg maßgeblich. Auch Gemälde und Zeichnungen sowie das druckgrafische Werk des frühimpressionistischen Malers Ludwig von Gleichen-Rußwurm (1836-1901), der als Schüler mit seinen Eltern zeitweise in Würzburg wohnte, kamen in die Städtische Galerie. [2]

Heutiger Standort[Bearbeiten]

Seit 2002 ist die Städtische Sammlung Teil des Museum im Kulturspeicher.

Quellen[Bearbeiten]

  • Helmuth Zimmerer: Würzburg. Aufstieg einer zerstörten Stadt. Ein Bericht. Selbstverlag des Verfassers, Würzburg 1982, S. 99 ff.
  • Beate Reese: Die Städtische Sammlung im Museum im Kulturspeicher Würzburg, Spurbuchverlag, 2009

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Kern: Die Bildende Kunst abseits der Zentren, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter Verlag, Würzburg 2002, S. 247-316, S. 311, Anm. 1
  2. Heinrich Ragaller: Zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts in Würzburg, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. v. Heinz Otremba, Echter Verlag, Würzburg 1979, S. 353-373, S. 360

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Ehemaliger Standort
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