St. Peter und Paul (Sächsenheim)

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Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Sächsenheim
Innenraum der katholischen Pfarrkirche
Orgelempore

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist das katholische Gotteshaus des Sonderhofener Ortsteils Sächsenheim.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche ist Simon Petrus und Paulus von Tarsus geweiht.

  • Simon Petrus (* um 1 in Galiläa; † möglicherweise um 67 in Rom) war nach dem Neuen Testament einer der ersten Juden, die Jesus von Nazaret in seine Nachfolge berief. Er wird dort als Sprecher der Jünger bzw. Apostel, erster Bekenner, aber auch Verleugner Jesu Christi, erster männlicher Augenzeuge des Auferstandenen und als ein Leiter der Jerusalemer Urgemeinde dargestellt.
  • Paulus von Tarsus († um 65, vermutlich in Rom) war nach dem Neuen Testament ein erfolgreicher Missionar des Urchristentums und einer der ersten Theologen der Christentumsgeschichte. Patrozinium für beide Heilige ist der 29. Juni.

Geschichte[Bearbeiten]

Vermutlich hatte Sächsenheim seit dem 9. Jahrhundert eine Kirche, gehörte aber zur Pfarrei Sonderhofen, bis 1417 die Pfarrei St. Peter und Paul erstmals selbständig wurde. Danach wurde die Pfarrei noch mehrmals von Sonderhofen, Stalldorf oder Euerhausen aus betreut. Der Bau der heutigen Kirche, eines Saalbaues mit Dachreiter, fand zwischen 1741 und 1743 unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn statt. 1867 wurde Sächsenheim zur eigenständigen Pfarrei erhoben. In der Zeit von 1893-1896 fand in der Kirche eine Renovierung und neue Ausgestaltung im Stil der Renaissance statt. Die Pfarrkirche wurde 1980-1982 umfangreich renoviert. Allerdings sind die Altäre noch in Grautönen überstrichen, eine Freilegung überstieg bei der letzten Renovierung die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

„Saalbau mit eingezogenem Chor und Dachreiter mit Glockendach, 1741; mit Ausstattung; auf Terrasse mit kleiner Treppe, Bruchsteinmauerwerk, 18./19. Jahrhundert.“

Innenraum[Bearbeiten]

Die Besonderheit der Sächsenheimer Kirche besteht darin, dass sie die Einzige der Diözese Würzburg ist, die als in sich geschlossenes Ensemble der Neo-Renaissance erhalten geblieben ist.

Die Kunstwerke von 1893 stammen von Franz Wilhelm Driesler, einem Maler, Bildhauer und Vergolder, und dessen Schüler Augustin Kolb. 1894 kamen noch ein neuer Hochaltar und die Kommunionbank im gleichen Stil dazu. 1895 wurde die Kanzel angeschafft und die Seitenaltäre folgten 1896/1897.

Die Malereien sind den beiden Kunstmalern Kaspar Lessing und Anton Ranzinger aus München zugeordnet. Das Hochaltarbild zeigt die Kreuzigung Christi, rechts und links daneben Petrus mit dem Himmelsschlüssel und Paulus mit dem Schwert. Bekrönt wird der Hochaltar durch ein Brustbild des dornengekrönten Heilands.

Der rechte Seitenaltar zeigt jene Szene aus dem Alten Testament, als Josef von seinen Brüdern für Silbermünzen an Kaufleute für den Sklavenmarkt in Ägypten verkauft wird.

Der linke Seitenaltar zeigt auf der Vorderseite des Altartisches die Geburt Christi; im Mittelpunkt des Altaraufbaus überreicht die Gottesmutter den Rosenkranz an die beiden Heiligen des Dominikanerordens Dominikus und Katharina von Siena. Links außen steht die Heilige Margaretha als Patronin der Gebärenden und auf der anderen Seite die Heilige Barbara als Patronin der Sterbenden.

Ein Triptychon (dreiteiliger Flügelaltar) mit der Darstellung von der Christi Geburt aus dem Jahre 1901 ist ein Werk Drieslers. Dieser „Weihnachtsaltar“ ist heute meist geschlossen an der Rückseite der Kirche angebracht, wird aber zur Weihnachtszeit geöffnet und auf dem rechten Seitenaltar platziert.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Skulptur Hl. Johannes Nepomuk[Bearbeiten]

Vor der Kirche steht eine Skulptur des Hl. Johannes Nepomuk aus dem Jahre 1739. Die Inschrift auf der Schauseite des Sockels lautet:

HEILIGER / JOHANNES / NEPOMUK / ERFLEHE UNS / TREUE ZU / CHRISTUS UND / SEINER KIRCHE

Auf der Rückseite des Sockels steht:

ERSTMALS ERRICHTET 1739. / ZERSTÖRT 1945. / WIEDER ERRICHTET 1991.

Pfarrgebiet[Bearbeiten]

Zum Pfarrgebiet gehört nur der Ortsteil Sächsenheim.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

St. Peter und Paul gehört zur Pfarreiengemeinschaft „Zu den Schutzengeln im Gau“.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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