St. Josef (Rottenbauer)

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Katholische Pfarrkirche St. Josef

St. Josef der Bräutigam, kurz St. Josef, ist die katholische Pfarrkirche des Stadtbezirks Rottenbauer.

Lage[Bearbeiten]

Die Kirche liegt Ecke Wolfskeelstraße/Oberer Kirchplatz nahe des Unteren Schlosses.

Patronat[Bearbeiten]

Josef war gemäß des Neuen Testamentes der Ehemann von Maria, der Mutter Jesu Christi. Patrozinium ist am 19. März.

Geschichte der Pfarrei Rottenbauer[Bearbeiten]

In den Jahren 1490 bis 1493 erbauten Wolf Wolfskeel und seine Frau Barbara die Trinitatiskirche und transferierten den Geistlichen der Pfarrei Fuchsstadt in die Filialgemeinde Rottenbauer, gegen den Widerstand des Ritterstifts St. Burkard. Vor dieser Zeit wird jedoch schon eine Kirche im Alten Schloss erwähnt, wie aus den Teilungsakten zwischen Wolf Wolfskeel und den Söhnen Jakob Wolfskeels vom 15. April 1598 hervorgeht. Die Dorfherrschaft führte die Reformation im Sinne von Martin Luther ein. Nach den Bestimmungen des Westfälischen Friedens 1648 blieb die Trinitatiskirche protestantisch. Die Freiherrn von Wolfskeel der Rottenbaurer Linie richteten deshalb nach ihrer Rückkehr zum katholischen Glauben um das Jahr 1690 im Nordwestflügel des Schlosses eine Kapelle ein. Die Glocken hingen in der offenen Haube des Treppenhausturmes. Die beengte räumliche Lage dieses Kirchenraumes, der zwischen Pferde- und Kuhställen lag, beklagte die wachsende katholische Kirchengemeinde immer wieder, so dass der Bau einer katholischen Kirche dringend notwendig war. Auf Betreiben von Kuratus Johann Baptist Kestler wurde die Kuatie 1847 zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Die bischöfliche Bestätigung erfolgte am 22. April 1851.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Johann Gottfried Ignaz von Wolfskeel stiftete in seinem Vermächtnis eine katholische Kirche in Rottenbauer. Diese Kirche wurde aber erst im Frühjahr 1818 nach erheblichem Druck, das Vermächtnis endlich auszuführen, nach den Plänen von Johann Michael Christian Gustav Vorherr begonnen, in (spät)klassizistischer [1] Saalbauweise von stattlichen Abmessungen in den Jahren bis 1824 errichtet, aber nicht zuletzt wegen ausgedehntem Baupfusch erst 1833 fertiggestellt.

Innenraum[Bearbeiten]

1829 standen bereits 3 Altäre in der Kirche, jedoch war nur der Hochaltar für den Gottesdienst hergerichtet. 1830 wurden die beiden Seitenaltäre durch den Bischof Adam Friedrich Groß zu Trockau geweiht, der Marienaltar auf der linken Seite konsekriert zu Ehren des hl. Gaudentius, der Josefsaltar auf der rechen Seite zu Ehren des hl. Apostels Paulus. 1864 und 1965 fielen die ersten größeren Reparaturen an. Im Jahre 1911 erfuhr der Kircheninnenraum eine vollkommene Neugestaltung. Der Kunstmaler Eulogius Böhler aus Würzburg schuf das Deckengemälde mit der heiligen Familie, die vier Medaillons mit den Kirchenvätern, die Bilder der Altarwand und die Dekoration der Seitenwände. Im April 1962 statteten der Kunstmaler Karl Clobes durch einen neuen Kreuzweg und der Bildhauer Herbert Spielmann aus Höchberg durch eine moderne Madonna die Kirche mit zwei weiteren Kunstwerken aus.

Pfarrsprengel[Bearbeiten]

Neben dem Stadtbezirk Rottenbauer umfasst das Gemeindegebiet auch den Ortsteil Fuchsstadt der Marktgemeinde Reichenberg.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

PG Joseba.jpg

Die Kirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Joseba.

Pfarrer (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Kern: Die Bildende Kunst abseits der Zentren, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 247-316, S. 276

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