Gaubahn-Radweg

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Feldwegbrücke über den Gaubahn-Radweg bei Sonderhofen (km 13,2)

Der Gaubahn-Radweg ermöglicht auf der Trasse der ehemaligen Gaubahn durch geringe Steigungen eine leicht zu befahrende Verbindung zwischen dem Main-Radweg und dem Taubertal-Radweg. Der Radweg hat eine Länge von 26 Kilometer.

Geschichte[Bearbeiten]

Von 1907 bis in die 1990er Jahre verlief auf der Trasse die Gaubahn. Aufmerksame Radfahrer können zahlreiche Relikte und ehemalige Bahnhofsgebäude entlang der Strecke ausmachen, die noch heute von der Eisenbahn zeugen. Zahlreiche Infotafeln entlang des Radwegs ermöglichen darüber hinaus mit historischen Abbildungen Einblicke in die Vergangenheit der Gaubahn, die für die Landbevölkerung im Ochsenfurter Gau lange Zeit von großer Bedeutung war.

Im Anschluss an den Rückbau der Gleise erfolgte in den Jahren 1996/97 zunächst ein wassergebundener Ausbau des Radweges. Da der im Erstausbau wassergebunden ausgeführte Gaubahn-Radweg aufgrund der starken Staubbelastung und des ein oder anderen Plattens infolge spitzer Steine nicht mehr richtig punkten konnte, wurde er 2010/11 komplett asphaltiert. Auf dem ersten Abschnitt zwischen Acholshausen und Baldersheim wurden rund 385.000 Euro verbaut, auf den beiden Endstücken rund 285.000 Euro. [1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Gaubahn-Radweg aus Richtung Acholshausen kurz vor Gaukönigshofen

Der Radweg ist mittlerweile durchgehend bis Bieberehren asphaltiert und durch seine fast autofreie Führung sowohl für Familien mit Kindern, als auch für Rennradfahrer gut geeignet. Der Radweg führt durch den Ochsenfurter Gau ins Taubertal und bietet eine sehr abwechslungsreiche, facettenreiche Landschaft. Von der eigentlichen Route sind problemlos kleinere Abstecher möglich, beispielsweise zum Kloster Tückelhausen mit Kartäusermuseum Tückelhausen, zur Ruine Reichelsburg (Baldersheim), zur Kunigundenkapelle mit der Kunigundenlinde oder zum Schloss Aub (etwa 1 Kilometer entfernt). Es lohnt sich außerdem, die Ortskerne genauer unter die Lupe zu nehmen. Mit dem Freibad Gelchsheim und dem Freibad Baldersheim befinden sich kleine Schwimmbäder unmittelbar am bzw. nahe des Gaubahn-Radwegs, in denen im Sommer eine Abkühlung möglich ist.

Ab Bieberehren besteht die Möglichkeit die Gaubahntrasse weiter zu erkunden entweder in Richtung Röttingen und weiter nach Weikersheim (siehe hier) oder in die Gegenrichtung nach Creglingen (siehe hier).

Verlauf im Landkreis[Bearbeiten]

Höhenprofil

Gastronomie und Imbisse am Gaubahn-Radweg[Bearbeiten]

Freizeitangebote am Gaubahn-Radweg[Bearbeiten]

Passende Radwanderkarten[Bearbeiten]

  • ADFC-Radtourenkarte 21 Mainfranken / Taubertal
  • ADFC-Regionalkarte Würzburg Fränkisches Weinland

Passende Rad-App[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Von April bis Oktober fährt der Fahrradbus MaintalSprinter der APG in beide Richtungen entlang des Gaubahn-Radwegs. Der Bus ermöglicht die kostenlose Mitnahme von Fahrrädern und E-Bikes.

Bilder: Auf den Spuren der Gaubahn[Bearbeiten]

Ochsenfurt bis Bieberehren[Bearbeiten]

Bieberehren bis Weikersheim[Bearbeiten]

Bieberehren bis Creglingen[Bearbeiten]

Gaubahn 1973 und Radweg 2019[Bearbeiten]

Für den interessierten Radfahrer auf dem Gaubahn-Radweg zeigt WürzburgWiki hier Bilder von einer Sonderfahrt der Dampflok 98 727 am 11. März 1973 und Aufnahmen des Gaubahn-Radweges 46 Jahre später am 22. März, 29. März und 31. März 2019. Die historischen Abbildungen haben uns freundlicherweise die Herren Wolfgang R. Hesse, Rolf Schulze und Klaus Rothenhöfer zur Verfügung gestellt.

Bei Tückelhausen überquerte die Gaubahn den Thierbach und die Staatsstraße 2270. Die Staatsstraße 2270 wurde inzwischen um eine volle Straßenbreite nach links versetzt um die Kurve zu entschärfen. Ca. 100 Meter des Bahndamms wurden hierzu im Anschluss an die alte Brücke entfernt, und eine neue Fußgänger- und Radfahrbrücke wurde darüber gelegt. Auf diesem kurzen Abschnitt ist der heutige Radwanderweg nicht mehr identisch mit der ehemaligen Gaubahntrasse.

Gaubahn 1991 und Radweg 2019[Bearbeiten]

Für den interessierten Radfahrer auf dem Gaubahn-Radweg zeigt WürzburgWiki hier Bilder von einer Sonderfahrt des VT 95 im September 1991 und Aufnahmen des Gaubahn-Radweges 28 Jahre später im August/September 2019. Die historischen Abbildungen hat uns freundlicherweise Herr Prof. Dr.-Ing. Volker Blees zur Verfügung gestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Streckenverlauf des Gaubahn-Radweges
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