Karl der Große

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Karl der Große (Gemälde von Albrecht Dürer)

Karl der Große (* 2. April 747 (?); † 28. Januar 814 in Aachen) war römischer Kaiser und König im gesamten Frankenreich.

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten]

Sein Vater war Pippin der Jüngere, fränkischer Hausmeier [1] und (seit 751) König, seine Mutter Bertrada, Tochter des Grafen Heribert von Laon.

Karl war bestimmt viermal, evtl. auch fünfmal verheiratet. Aus ehelichen und diversen anderen Verbindungen hatte er zahlreiche Kinder. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Ludwig der Fromme aus der dritten Ehe mit Hildegard, Tochter des schwäbischen Grafen Gerold und der Imma.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Karl übernahm nach dem Tod seines Vaters im Jahr 768 Titel und Regierung als König der Franken gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann und nach dessen Tod 771 die Alleinherrschaft. Sein Reich vergrößerte er durch die Machtübernahme in der Lombardei, in Bayern und Sachsen. Er nahm den aus Rom geflohenen Papst Leo III. bei sich auf, bestätigte dem Papst die Herrschaft über den Kirchenstaat und wurde am 25. Dezember 800 in Rom durch Papst Leo zum Kaiser gekrönt.

Kaiser im Mittelalter[Bearbeiten]

Karls Bedeutung liegt in seiner politischen und geschichtlichen Wirksamkeit. Seine Bemühungen um Ordnung und Frieden im Reich begründeten das Staatskirchentum. Die Bildung förderte er mit Hilfe der von ihm gegründeten kirchlichen Schulen, das Verhalten der Menschen wollte er durch Intensivierung der Seelsorge bessern, damit der Klerus in den Pfarreien seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte, wurde der "Pfarrzehnte" eingeführt. Mit seiner Politik legte er die Fundamente des christlichen Abendlandes.

Karls Erbe[Bearbeiten]

Auf Karls Initiative geht die Einführung der nach ihm benannten "karolingischen Minuskel" zurück, einer vereinfachten Schreibweise lateinischer Buchstaben, die als Grundlage unserer heutigen Schrift gilt.

Zeugnisse im Bistum[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Das Amt des Hausmeiers (oder Majordomus bzw. maior domus, aus lateinisch maior „der Verwalter“ und domus „das Haus“, also des „Verwalters des Hauses“) zählte zu den Ämtern des frühmittelalterlichen Hofes. Im Merowingerreich gewannen die Hausmeier großen Einfluss und bestimmten maßgeblich die Politik des Reiches. Nähere Informationen zum Hausmeier bei Wikipedia [1].