Alamannen

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Die Alamannen (auch Alemannen) waren eine spätantike und frühmittelalterliche Volksgruppe, deren Siedlungs- und Herrschaftsgebiete hauptsächlich im Südwesten des heutigen Deutschlands lagen, aber auch bis nach Tauberfranken und Mainfranken reichten.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Die Alamannen finden mutmaßlich erstmals im Jahr 213 durch den römisch-byzantinischen Geschichtsschreiber Cassius Dio Erwähnung. In seiner lateinischen Form erscheint der Begriff erstmals als Alamanni im Jahr 289. Wahrscheinlich ist er germanischen Ursprungs und bedeutet „Menschen allgemein“ oder „alle (wehrfähigen) Männer“.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Alamannen entwickelten sich im Verlauf des 3. Jahrhunderts n. Chr. vermutlich aus verschiedenen elbgermanischen und suebischen Stämmen, Heerhaufen und Gefolgschaften im Gebiet zwischen Rhein, Main und Lech. In Folge des Limesfalls konnten sich germanische Gruppen in dem ungeschützten Gebiet niederlassen, das danach von den Römern bis hin zum Main Alamannia genannt wurde. Ab Mitte des 5. Jahrhunderts begann eine Expansion des Herrschaftsgebietes nach Osten ins heutige Franken.

Zeugnisse[Bearbeiten]

450 nennt der Geograph von Ravenna einen Ort namens „Uburzis“. Es wird vermutet, dass damit das frühe Würzburg gemeint ist.

Ende der alamannischen Herrschaft[Bearbeiten]

Im Jahr 496 und 506 siegen die Franken unter König Chlodwig über die Alamannen und besiedeln in der fränkischen Landnahme auch Würzburg. Die heutige Festung Marienberg über dem linken Mainufer wird zum Herzogshof der Merowinger. Alamannien wurde durch seinen autonomen Status im Frankenreich als Herzogtum in einem Gebiet gefestigt, das wohl größtenteils mit dem späteren Herzogtum Schwaben übereinstimmt.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Alemannen stehen insbesondere in den romanischen Sprachen als Synonym für Deutschland, da dieser Volksstamm vor Entstehung des Fränkischen Reichs von gallischen Romanen als Sammelbegriff aller östlich angesiedelten Völker Verwendung fand.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]