St. Johannes Nepomuk (Gelchsheim)

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St. Johannes Nepomuk in Gelchsheim
Fassade von St. Johannes Nepomuk in Gelchsheim
Maria Steinbach, Sockel und Figur von Michael Joseph Auwera, Wappen und Türsturz von Johann Georg Auwera (1767)

Die ehemalige Wallfahrtskirche St. Johannes Nepomuk, genannt „Kapelle zum gegeißelten Heiland“ liegt im Ochsenfurter Gau im südlichen Landkreis Würzburg.

Lage[Bearbeiten]

Die Kapelle liegt am östlichen Ortsrand von Gelchsheim, an der Straße nach Baldersheim.

Patrozinium[Bearbeiten]

Johannes Nepomuk (* um 1345 in Pomuk bei Pilsen,† 20. März 1393 in der Moldau in Prag) war ein tschechischer Priester und Märtyrer, der auch in Süddeutschland oft als Brückenheiliger verehrt wird. Sein Patrozinium ist am 20. März.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ursprung der ehemaligen Wallfahrtskirche liegt in der so genannten Wies-Tradition. Eine Kopie des berühmten Geißel-Heilands aus Steingaden steht bis heute im Hochaltar der Rokokokapelle, die zwischen 1754 und 1757 vom Hofbaumeister und Baudirektor des Deutschen Ritterordens Franz Joseph Roth als Wallfahrtskapelle erbaut wurde.

Innenraum[Bearbeiten]

Den Innenraum beherrschen drei Rokoko-Altäre. Der Hochaltar aus der Zeit um 1754 ist ein sechssäuliger Baldachinaufbau mit kulissenartigen Seitenteilen und stammt – ebenso wie die Kanzel – von Johann Georg Auwera. Er birgt in einer Muschelnische das Wallfahrtsbild des Gegeißelten Heilands in der Wies, das 1750 von Conrad Ludwig Gallus Hermes angefertigt und 1757 dort aufgestellt wurde. An den Seiten stehen die alttestamentlichen Figuren des König David und des Propheten Jesaja, die das Leiden Christi vorausgesagt haben. In den einfacher gearbeiteten Rokoko-Seitenaltären des Mergentheimer Bildhauers Carl Bleitzhöfer stehen links eine Pietà sowie rechts eine Figur des Kirchenpatrons Johannes Nepomuk. Die kostbare Deckenstuckatur von Michael Babilitsch aus Aub aus dem Jahr 1771 greift ebenfalls das Motiv des Gegeißelten Heilands auf.

Orgel[Bearbeiten]

Die Orgel wurde 1805 vom Wachbacher Orgelbauer Johann Anton Ehrlich eingebaut.

Heutige Bedeutung[Bearbeiten]

Heute wird das Gotteshaus vornehmlich als Friedhofskapelle des angrenzenden Friedhof Gelchsheim genutzt.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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