Mühlen

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Im Laufe der Geschichte waren in Würzburg und den heute eingemeindeten Orten zahlreiche Mühlen in Betrieb. Nur einzelne ehemalige Mühlen sind heute noch erkennbar.

Namensgeber[Bearbeiten]

Namensgeber der jeweiligen Mühlen waren generell entweder die Lage (z. B. Mainmühle, Grundmühle), die Mühlherren (Pfaffsmühle, Schlossmühle), das verarbeitete Mahlgut (Ölmühle, Holzmühle) oder die Mühlentechnik (Roßmühle, Kunstmühle).

Mainmühlen[Bearbeiten]

Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn ließ nach der Versorgungsnotlage des 30jährigen Krieges und nach einem Mühlenbrand 1638 die Untere Mainmühle errichten sowie die Obere erneuern. Zukünftig sollten sie die Versorgung der Stadt auch im Kriegsfall sicherstellen (die bisherigen Mühlen befanden sich in den weniger gesicherten Vorstadtvierteln an Kürnach und Pleichach). Um Energie für die Mainmühlen zu liefern wurde das Streichwehr in den Main eingezogen, im Burkarder Viertel wurde ein Umgehungskanal mit einer Schleuse errichtet, um weiterhin die Schiffahrt zu ermöglichen. [1] [2]

Untere Mainmühle[Bearbeiten]

► Untere Mainmühle

Obere Mainmühle[Bearbeiten]

► Obere Mainmühle

Mühlen an den Zuflüssen des Mains[Bearbeiten]

Mühlen an der Kürnach[Bearbeiten]

An der Kürnach werden folgende Mühlen genannt (von West nach Ost): [3]

Mühlen an der Pleichach[Bearbeiten]

An der Pleichach - bzw. an dem von der Pleichach in das Stadtgebiet abgeleiteten Mühlbach - werden folgende Mühlen genannt (von West nach Ost): [4]

Vor der Stadt[Bearbeiten]

Außerhalb der Stadtmauern lagen die Lindleinsmühle, Hatzfeldmühle, Neumühle, Schlüpferleinsmühle, Aumühle und Walchmühle, die trotz der Außenlage dem Hauger Viertel zugeordnet waren.

Mühlen eingemeindeter Orte[Bearbeiten]

Heidingsfeld[Bearbeiten]

Lengfeld[Bearbeiten]

In Lengfeld gab es spätestens seit dem 15. Jahrhundert vier Mühlen entlang der Kürnach:

Die Riedmühle, die Dorfmühle, die Holzmühle und die Rosenmühle.

Versbach[Bearbeiten]

Versbach verfügte über fünf Mühlen entlang der Pleichach:

Die Trappenmühle, die Herrnmühle, die Obere Mühle, die Straub- oder Käbsmühle und die Schäfermühle.

Mühlen im Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Mühlen an Main und Tauber und deren Nebenflüssen waren in der Vergangenheit recht zahlreich.

Sonstige Mühlen im Landkreis Würzburg[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Seberich: Pleichach und Kürnach und ihre Mühlen im Stadtbereich. Erschienen in einer Serie von 10 Teilen im 5. und 6. Jahrgang der Main-Post-Beilage Die Mainlande. Geschichte und Gegenwart, Würzburg 1954 und 1955
  • Dr. Petra Gold: Ochsenfurter Mühlentäler: Schafbachtal u. Thierbachtal. Stadt Ochsenfurt 2013
  • Franziska Hauck, Zum Gedächtnis. Gedenktafeln der Würzburger Innenstadt, 2010, S. 28 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Steidle und Christine Weisner: Würzburg. Streifzüge durch 13 Jahrhunderte Stadtgeschichte. Echter-Verlag, Würzburg 1999, S. 115
  2. Werner Dettelbacher: Würzburg. Ein Gang durch seine Geschichte. Stürtz, Würzburg 1974, S. 94
  3. Auflistung und Karte in: Franz Seberich: Pleichach und Kürnach und ihre Mühlen im Stadtbereich. In: Die Mainlande, 6. Jahrgang, Nr. 1, S. 3
  4. Auflistung und Karte in: Franz Seberich: Pleichach und Kürnach und ihre Mühlen im Stadtbereich. In: Die Mainlande, 5. Jahrgang, Nr. 18, S. 71