Heringsmühle

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Die mittelalterliche Heringsmühle war die letzte Mühle an der Pleichach kurz vor der Mündung in den Main.

Lage[Bearbeiten]

Die Heringsmühle lag an der Pleichach unterhalb der Brudermühle direkt an der Mainmauer. [1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Heringsmühle war eine der ältesten Mühlen der Stadt. Ob die Urkunde von 1168 [2], die einen Streit um die „Klostermühle“ an der Pleichach behandelt, sich auf die Heringsmühle bezieht, ist nicht gesichert, aber anzunehmen, da das Benediktinerkloster St. Stephan später dauernd als Besitzer nachgewiesen ist. Dies wäre dann ihre erste Nennung. Die Heringsmühle ist sicher eine der Mühlen, die in einer Urkunde von 1209 genannt werden: duo molendina sita in Bleicha. Bischof Otto I. von Lobdeburg verkaufte dem Domkapitel diese und eine weitere Mühle, wahrscheinlich die Brudermühle.

1240 übertrug das Domkapitel die Mühle dem Stephanskloster. 1345 überließ das Kloster dem Arnold Zehe die Mühle gegen einen jährlichen Zins. 1403 kaufte das Kloster die Mühle zurück. [3] Im 15. und 16. Jahrhundert wurde die Mühle noch öfters erwähnt: 1587 hiess es: „an der Statt Mawer bei der Heirings Mul ein Rechen zu machen“. [4] 1644 wurde sie wieder genannt, aber nur noch als „Ein Hauß zu Pleich, die Häringsmühl genant“. Vielleicht war sie damals als Mühle schon eingegangen. Ihre letzte Nennung erfolgte im Jahre 1707, wo sie auch nur als „behaußung“ erwähnt wird.

Antrieb[Bearbeiten]

Das Gefälle der Heringsmühle kann auf keinen Fall größer gewesen sein als das der Brudermühle. Ihr Betrieb war nur bei normalem Wasserstand des Mains möglich, jedes geringe Hochwasser musste sie lahmgelegen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen/Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Uraufnahme im geoportal.bayern.de/bayernatlas
  2. Urkundenbuch St. Stephan Nr. 191
  3. Urkundenbuch St. Stephan II, S. 200
  4. Ratsprotokolle 1587 fol. 295 b

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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