Bütthard

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Bütthard
Ortstyp Markt
Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ, OCH
Höhe 290 m ü. NN
Fläche 36,26 km²
Einwohner 1.403
Bevölkerungsdichte 39 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 122
Anschrift Raiffeisenstr. 4, 97244 Bütthard
Telefon 09336-864
Telefax 09336-99839
E-Mail rathaus@buetthard.de
Webseite http://www.buetthard.de
1. Bürgermeister Edwin Gramlich (CSU)
Wappen
Wappen Bütthard.png
Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Bütthard
Rathaus der Marktgemeinde Bütthard
Mariensäule (1886) auf dem Marktplatz in Bütthard
Marienkapelle am Ortsrand von Bütthard

Bütthard ist eine Marktgemeinde im Landkreis Würzburg und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt.

Geografie[Bearbeiten]

Bütthard liegt im südwestlichen Teil des Landkreises Würzburg und wird von zwei Seiten von der Landesgrenze zu Baden-Württemberg eingerahmt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Es existieren folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wird in einem Schutzbrief des Königs Arnulf von Kärnten im Jahr 889 erstmals erwähnt. Von den Grafen von Hohenlohe kamen Schloss und „Ambt Buttriet“ am 12. Januar 1377 an das Hochstift Würzburg. Fürstbischof Lorenz von Bibra verlieh dem Dorf im Jahr 1503 die Marktrechte. Im Bauernkrieg wurde Bütthard gebrandschatzt. Der Wiederaufbau fand in Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn einen hochherzigen Förderer. Auf den Ruinen der alten Burg ließ er Kirche, Pfarrhaus (jetzt Benefiziatenhaus) und Schule (jetzt Rathaus) erstellen. Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand III. von Toskana zur Bildung des Großherzogtum Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig zum Königreich Bayern.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Ort ist eine uralte Siedlung. Zwischen 927 und 956 wird als Erstbeleg des Ortnamens mit Schreibfehler als „Duotiruot“ in einem Buch aus dem Jahr 1607 überliefert, wobei Buotiruot richtig gewesen wäre. Schon der ursprünglich kurzsilbige und schwer zu enträtselnde Name lässt auf eine Siedlung aus vorfränkischer Zeit schliessen.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Rot auf grünem Boden schreitend ein silbernes Lamm, das einen goldenen Dreschflegel schultert.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Das Wappenbild ist in einem Relief über dem Westportal der 1620 fertig gestellten Marienkapelle (Bütthard) überliefert. Im Marktsiegel von 1673 steht unter dem nimbierten Lamm mit Kreuzstab ein Kleeblatt. Im Schrifttum des 19. Jahrhunderts steht das Lamm in silbernem Feld auf rotem, in Streifen geteilten Schildfuß. Das Bild stellt wohl den einstigen bäuerlichen Charakter des Marktes dar mit Viehzucht und Ackerbau. Dies kommt auch durch den Dreschflegel zum Ausdruck.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 5, im produzierenden Gewerbe 60 und im Bereich Handel und Verkehr 8 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 63 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 396. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 79 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2716 ha, davon waren 2675 ha Ackerfläche und 32 ha Dauergrünfläche.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Marienkapelle, eine barocke Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert (etwa 800 m südlich des Ortskerns)
  • Rathaus (Bütthard), Fachwerkbau aus dem frühen 17. Jahrhundert
  • Mariensäule aus dem Jahre 1886 auf dem Marktplatz
  • Zehntscheune (Bütthard)
  • Bütthard ist geprägt von fränkischen Fachwerkbauten des 17. und 18. Jahrhunderts, beispielhaft ist das Bäckerhaus aus dem Jahre 1625.

Religion[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

In Bütthard kreuzen sich die Kreisstraßen WÜ 36 und WÜ 37.

ÖPNV[Bearbeiten]

Nächstgelegener Bahnhof ist in Wittighausen an der Bahnlinie Würzburg-Stuttgart.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 40 Kindern
  • Grundschule Bütthard mit vier Lehrern und 87 Schülern

Vereine[Bearbeiten]

Gastronomie[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C.H.Beck, München, 2013, S. 43

Weblinks[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bütthard aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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