Kürnach

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Begriffsklärung.png Informationen über den gleichnamigen Bachlauf finden sich unter Kürnach (Gewässer).

Kürnach
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 250 m ü. NN
Fläche 12,29 km²
Einwohner 4.746 (1. Okt. 2011) [1]
Bevölkerungsdichte 365 Einwohner je km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 156
Anschrift Gemeinde Kürnach
Kirchberg 15
97273 Kürnach
Vorwahl 09367
Postleitzahl 97273
E-Mail info@kuernach.de
Webseite www.kuernach.de
1. Bürgermeister Thomas Eberth (CSU)
Wappen
Wappen Kürnach.png

Kürnach ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern. Im Jahr 779 wurde Kürnach erstmals urkundlich erwähnt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Rathaus Kürnach
Katholische Pfarrkirche St. Michael

Kürnach liegt zehn Kilometer nordöstlich von Würzburg und profitiert deshalb vor allem von der Nähe zur Großstadt als Wohnstandort. Durch die Gemeinde fließt ein Bach, der ebenfalls Kürnach heißt und innerhalb der Gemarkung seine Quelle hat. Umgeben ist Kürnach von einer fruchtbaren Gäulandschaft (250 m. ü. NN), die intensiv von der Landwirtschaft genutzt wird, außerdem gibt es im Osten und Süden des Ortes rund 180 Hektar Wald.[1] Östlich findet sich die Erhebung „Geißberg“ mit 302 m ü. NN. Westlich der Gemeinde befindet sich ein Gewerbegebiet, nordwestlich ein Industriegebiet. Das heutige Ortsbild wird vor allem durch die ausgedehnten Neubaugebiete geprägt, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Ausdehnung des Gemeindegebiets[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst 1.229 Hektar, wovon 797 Hektar landwirtschaftlich genutzt werden. [1]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Estenfeld, Unterpleichfeld, Oberpleichfeld, Prosselsheim und Dettelbach (Landkreis Kitzingen).

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde Kürnach hat keine Ortsteile im eigentlichen Sinne. Allerdings gehören drei Mühlen zur politischen Gemeinde:

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Kürnach hat eine positive Einwohnerentwicklung [1] zu verzeichnen, die laut einer Prognose (bis 2021) auch in Zukunft anhalten wird. [2]

Geschichte und Namensherkunft[Bearbeiten]

Erstmals wird der Name „Kürnach" in der Bezeichnung „Quirnaha - Mühlbach“ (Quirn = Mühle, aha = Bach) im Jahr 779 urkundlich erwähnt, als Feldgeschworene den Bachlauf im Rahmen eines Umgangs um die Würzburger Gemarkung übersteigen mussten. Geblieben ist dieser Name der ältesten Siedlung an diesem Bach, dem Dorf Kürnach, das im Jahre 822 in der Bestätigung eines Gütertausches durch Kaiser Ludwig den Frommen genannt wird.

Über Jahrhunderte prägten die drei Mühlen des Ortes und Landwirtschaft auf den fruchtbaren Böden das Gesicht des Dorfes. Auch ist Weinbau bis weit ins 19. Jahrhundert nachgewiesen. [3] Einen positiven Einfluss auf die Entwicklung Kürnachs hatten auch die Handelsstraßen, die durch Kürnach führten sowie in jüngerer Vergangenheit vor allem die Nähe zu Würzburg, die für Pendler interessant war. Kürnach wies deshalb schon früh großflächige Neubaugebiete aus.

1978 wurde Kürnach in die Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld aufgenommen. Aufgrund von späteren Veränderungen in der Gemeindegebietsreform wurde es wieder möglich, sich wieder eigenständig zu verwalten, weshalb Kürnach wieder aus der Verwaltungsgemeinschaft austrat.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Rot ein nach links gerichteter Wellenschrägbalken, darüber ein silbernes Mühlrad, darunter ein schräglinks gestellter silberner Schlüssel.

Wappendeutung[Bearbeiten]

„Quirnaha“, der Mühlbach wird durch den Wellenschrägbalken dargestellt, sowie durch das Mühlrad. Bis in die neuere Zeit standen an seinen Ufern drei Mühlen. Der Schlüssel ist einem Dorfgerichtssiegel entnommen, das seit 1742 belegt ist. Er ist das Attribut des heiligen Petrus und weist auf das ehemalige Patrozinium der Pfarrkirche hin. Diese gehörte zu dem Zisterzienserinnenkloster Kürnach, das vor 1279 gegründet und um 1300 wieder aufgelöst wurde. 1425 wird sie als St.-Blasius-Kirche erwähnt, um 1686 erscheint das Patrozinium des heiligen Petrus in Ketten. In der Farbgestaltung Weiß und Rot wird auf die Zugehörigkeit zum Hochstift Würzburg hingewiesen.

Religionen[Bearbeiten]

Vereine und Gruppen[Bearbeiten]

Die Internetseiten der Gemeinde Kürnach bietet ein Verzeichnis aller aktiven Vereine: [1].

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Seit 1987 mit Aljezur (Portugal). In Aljezur gibt es deshalb einen Platz „Klein Kürnach“, in Kürnach wiederum einen „Aljezur-Platz“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kürnach hat ein Gewerbegebiet Wachtelberg und ein kleines Industriegebiet (Industriepark Kürnach Nord).

Verkehr[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Sie verkehrt unter der Woche halbstündlich, am Wochenende stündlich.

Wanderwege[Bearbeiten]

  • Bachrundweg Kürnach-Pleichach (Zwei-Bäche-Tour)
  • Fitnessrundweg

Fernradwege[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Energieverorgung[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Dorffest (Veranstalter: Kürnacher Vereine und Verbände)

Gastronomie[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortschronik 1225 Jahre Kürnach, erhältlich in der Gemeindeverwaltung (Zimmer 2)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Info auf Kuernach.de (Zahlen, Daten und Fakten)
  2. PDF auf Kuernach.de
  3. Info auf Kuernach.de (Geschichte)

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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