Röttingen

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Röttingen
Ortstyp Stadt
Verwaltungsgemeinschaft Röttingen
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Höhe 243 m über NN
Fläche 27,2 km²
Einwohner 1.642
Bevölkerungsdichte 60 Einwohner/km²
Gemeindekennzahl 09 679 182
Postleitzahl 97285
Telefonvorwahl 09338
Anschrift Marktplatz 1
Telefon 09338-9728-0
Telefax 09338-9728-49
E-Mail info@roettingen.de
Webseite http://www.roettingen.de
1. Bürgermeister Martin Umscheid
Wappen
Wappen roettingen.jpg
Historische Stadtansicht von 1656
Stadtansicht von 2016
Proklamation von Röttingen zur Europastadt

Einordnung[Bearbeiten]

Röttingen ist die südlichst gelegene Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen mit den Gemeinden Bieberehren, Riedenheim und Tauberrettersheim.

Lage[Bearbeiten]

Röttingen liegt etwa 35 Kilometer südlich von Würzburg direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg im fränkischen Teil des lieblichen Taubertals.

Stadtteile[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Röttingen hat neben dem eigentlichen Hauptort drei amtlich benannte Stadtteile:

Klima[Bearbeiten]

Der Tauberraum gehört trotz des Wasserreichtums im Talbereich zu den relativ trockenen Gebieten Bayerns und ist durch Merkmale des kontinentalen, trocken-warmen Klimatyps mit geringen Niederschlagsmengen gekennzeichnet. Es werden jährlich mehr als 30 Sommertage mit Temperaturen über 25 °C und weniger als zehn Frosttage mit Temperaturen unter 0 °C gezählt.

Namensgeber[Bearbeiten]

Die Namensgebung der frühdeutschen Siedlung im Taubergrund, wird einerseits im alemannischen Sippenhaupt Ruot oder Roto um das 4. oder 5. Jahrhundert vermutet. Andere Quellen deuten den Namen etymologisch und stellen eine Verbindung zu roden (= urbar machen) her. Um 1100 heißt der Ort Rotingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Im späten 5. Jahrhundert dürfte die alemannische Sippe der Ruoter Röttingen (Ruotingen) gegründet haben. Die ersten Überlieferungen stammen ab dem Jahr 1045, die erste urkundliche Erwähnung stammt vom 18. Januar 1103. 1114 wird der Ort am Zusammenfluß von Rippach und Tauber erstmals urkundlich benannt. Ältester Teil der Siedlung ist wohl das nördliche Gebiet um die Obergasse. Röttingen ist einstiges Reichsgut, war von 1230 bis 1345 im Besitz der Herren von Hohenlohe. 1520 kam die Stadt endgültig an das Hochstift Würzburg, bei dem es bis zum Ende des Alten Reichs 1803 verblieb. Als Amtmänner fungierten u.a. Hans Zobel von und zu Giebelstadt und sein Sohn Heinrich.Vom 16. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gehörten die Herren von Würtzburg wegen des Teilbesitzes in Röttingen zur Reichsritterschaft des fränkischen Ritterkreises. Der Ort wird 1275 und 1287 erstmals als Stadt bezeichnet. Unter dem Territorialherrn Graf Kraft III. von Hohenlohe-Weikersheim werden gewisse Stadtrechte zusammen mit zehn anderen Städten in Hohenlohe aufgrund gewährter Privilegien von Kaiser Ludwig IV. der Bayer am 16. Juli 1336 bestätigt, die 1401 auf Bitten von Hans Truchseß von Baldersheim von König Ruprecht von der Pfalz bestätigt wurden.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Rot der stehende Heilige Georg in silberner Rüstung mit rotem Kreuz auf der Brust, in der Rechten an goldener Lanze eine silberne Fahne, darauf ein durchgehendes rotes Kreuz; am linken Arm eine an der Schildfessel hängende silberne Tartsche mit rotem Kreuz.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Aus der Zeit um 1400 stammt das älteste bekannte Siegel, das bis Anfang des 18. Jahrhunderts in Gebrauch war. Es zeigt den heiligen Georg als Stadtpatron mit Fahnenlanze und Kreuzschild. Gleiches Bild steht auch in der Bürgermeistermedaille aus der Zeit um 1820 sowie im Schrifttum des 19. Jahrhunderts.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

  • Eine Partnerschaft besteht seit 1978 mit Bad Mitterndorf in der Steiermark, Republik Österreich
  • Eine freundschaftliche Zusammenarbeit gibt es mit der Gemeinde Lom in Norwegen

Auszeichnung[Bearbeiten]

Am 30. August 1953 erfolgte die Proklamation der Stadt Röttingen zur „Europastadt“. [1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Röttingen liegt an der Romantischen Straße von Würzburg nach Füssen und ist ehemalige Bahnstation der Gaubahn von Ochsenfurt nach Weikersheim.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Röttingen/Marktplatz, Röttingen/Bahnhofstraße


Wirtschaft[Bearbeiten]

Weinbau und Landwirtschaft[Bearbeiten]

Röttingen ist eine fränkische Weinbaugemeinde (Weinlage: Röttinger Feuerstein). In Röttingen befindet sich das Weinmuseum Röttingen mit einem Museumsweinberg.

Tourismus[Bearbeiten]

Durch die Lage an der Romantischen Straße, der Südroute der fränkischen Bocksbeutelstraße und an einem beliebten Radwanderweg auch Zwischenhalt und Erholungsort für nationale und internationale Gäste.

Gastronomie[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Hinweise und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Proklamation der Stadt Röttingen zur Ersten Europastadt

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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