Werner Dettelbacher

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Werner Dettelbacher (* 29. September 1926 in Würzburg, † 23. Februar 2007 ebenda) war Pädagoge, Historiker und Autor.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nachdem Dettelbacher 1944 das Notabitur abgelegt hatte, wurde er im Kriegsdienst schwer verwundet. Er studierte von 1946 bis 1950 an der Universität Würzburg Deutsch, Geschichte, Psychologie, Geographie und Kunstgeschichte. Seit 1951 war er als Lehrer am Siebold-Gymnasium tätig, bis er 1977 aus dem Schuldienst ausschied. Zwischen 1965 und 1980 lehrte er außerdem an der Volkshochschule Würzburg, deren erster Vorsitzender er 1972/73 war. Seit 1968 arbeitete er als freier Mitarbeiter des Fränkisches Volksblattes, in welchem er Beiträge für die Rubrik „Samstagsspaziergang“ schrieb.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Werner Dettelbacher veröffentlichte zwischen 1954 und 2006 ca. 30 Bücher sowie Aufsätze und kleinere Schriften. Bekannt wurde er außerdem durch die Dreiminutentexte zum „Zwölfuhrläuten“ des Bayerischen Rundfunks und durch seine Hörbilder. Zu seinen zahlreichen lokalgeschichtlichen Werken zählen Kunstreiseführer, Bücher und Aufsätze über historische Begebenheiten und Personen in Franken und Würzburg sowie die fränkische Gastronomie. Die Spannbreite seiner Werke umfasst große Biographien, wie die Julius Echters von Mespelbrunn (1971), ebenso wie beispielsweise eine unterhaltsame Studie – mit engen Würzburg-Bezügen – über Goethes Jahre am Reichskammergericht in Wetzlar.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Erinnerung an Alt-Würzburg. Bilddokumente aus der Zeit von 1866-1914. Stürtz Verlag, Würzburg 1970, 168 S., ISBN 3 8003 0045 1
  • Damals in Würzburg. Bilddokumente aus der Zeit von 1914-1945. Stürtz Verlag, Würzburg 1971, 156 S., ISBN 3 8003 0050 8
  • Würzburg im Spiegel der Jahrhunderte. Bilddokumente aus der Zeit von 1493-1873. Stürtz Verlag, Würzburg 1976, 103 S., ISBN 3 8003 0098 2
  • Von der Fähre zum Steg. Eine Informationsschrift über das Naherholungsgebiet Steinbachtal, anläßlich der feierlichen Eröffnung der Sebastian-Kneipp-Steges, am 22. Juli 1978. Werbe-Verlag Beck, Würzburg 1978, 56 S., Kartenbeilage
  • 125 Jahre Gas & Wasserversorgung in der Stadt Würzburg 1855-1980. Stadtwerke, Würzburg 1980, 112 S.
  • Einkehr in Weinfranken. Ein Führer durch die fränkische Gastronomie. Popp, Würzburg 1980, 119 S.
  • Merian Reiseführer Mainfranken. Deutscher Taschenbuchverlag, München 1984, ISBN 3-423-03720-2
  • Würzburg - ein Gang durch seine Vergangenheit. Stürtz Verlag, 2. Auflage, Würzburg 1984, 192 S., ISBN 3 800302233
  • Meeviertler Fischer. Der Fischerzunft und ihren Freunden zum Gästefrühschoppen 1984 überreicht von Werner Dettelbacher. Selbstverlag, Würzburg 1984 (enthält: Der Meeviertler Fischer Sprache und Art, Die Spitznamen der Fischer, Erinnerungen an den Goges, Dess Renomee iss hi, Fischerwitze. Si non è vero, sia ben trovato, Auszug aus „Mein Leben” von Otto Rückert, Leonhard Franks „Roter Fischer”, Fischer und Sandschöpfer, Vom Schleusenwärter Franz Lehrmann, Unner Schleusewärter)
  • Würzburg, eine Stadt der Brunnen. Echter Verlag, Würzburg 1985
  • Zu Gast im alten Würzburg. Hugendubel Verlag, München 1993, ISBN 3-88034-743-3
  • Philipp Franz von Siebold. Zwei Aufsätze zum Jubiläumsjahr 1996. Selbstverlag, Würzburg 1996, 26 S.

Eine Bibliographie der zahlreichen Werke Dettelbachers aus den Jahren 1954 bis 2006 findet sich in der Festschrift zu seinem 80. Geburtstag. [1]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festschrift der Leonhard-Frank-Gesellschaft zum 80. Geburtstag von Werner Dettelbacher. Echter-Verlag, Würzburg 2006, S. 131 ff. ISBN 3-429-02856-6