Ochsenfurt

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Ochsenfurt
Ortstyp Stadt
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen WÜ / OCH
Höhe 187 m über NN
Fläche 6.356 ha
Einwohner 11.374
(Stand: 29.02.2012)
Bevölkerungsdichte 178 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 170
Anschrift Stadt Ochsenfurt

Hauptstraße 42

97199 Ochsenfurt

Telefon 09331/97-0
Telefax 09331/97-52
E-Mail info@ochsenfurt.com
Webseite www.ochsenfurt.de
1. Bürgermeister Peter Juks
Wappen
Wappen Ochsenfurt.png
Ochsenfurt 1623 (Ölgemälde im Rathaus Ochsenfurt)
Ansicht von Ochsenfurt (Mitte 20. Jahrhundert)

Ochsenfurt ist eine Stadt im Landkreis Würzburg und liegt im südlichen Maindreieck. Die historische Altstadt verfügt über eine weitgehend erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage mit zahlreichen Türmen und Stadttoren. Ochsenfurt gehörte früher dem Domkapitel in Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Ochsenfurt liegt im südlichen Maindreieck im Landkreis Würzburg in Unterfranken zwischen Würzburg und Kitzingen. Durchflossen wird die Stadt vom Main, sowie einigen kleinen Bächen (u.a. Thierbach). Die Stadt ist von vielen Weinbergen umgeben und liegt im Ochsenfurter Gau.

Stadtteile[Bearbeiten]

Darstadt
Der westlichste Stadtteil, Darstadt (203 Einwohner), wird vom Schafbach durchflossen.
Erlach
Der nördlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Erlach.
Goßmannsdorf
Westlich von Ochsenfurt am Main liegt Goßmannsdorf und hat Anteil an der Eisenbahnlinie. Goßmannsdorf hat ca. 1010 Einwohner.
Hohestadt
Das mit etwa 850 Einwohnern bildende Hohestadt liegt südwestlich und nahe der Stadt auf einem Berg.
Hopferstadt
Der südlichste Stadtteil von Ochsenfurt ist Hopferstadt und hat 671 Bewohner.
Kleinochsenfurt
Bis ins 13. Jahrhundert war Kleinochsenfurt nicht eindeutig von Ochsenfurt getrennt. Das Dorf grenzt direkt an die Stadt. In Kleinochsenfurt leben über 1000 Einwohner. Als örtliche Vereinigung besteht der Sportverein Kleinochsenfurt 1929/49 e. V..
Tückelhausen
Südwestlich von Ochsenfurt liegt Tückelhausen und wird von etwas über 300 Menschen bewohnt. Der Ort geht zurück auf das Kloster Tückelhausen des Kartäuserordens zurück. Die Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Mit der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgelöst, die Mönchszellen wurden in Wohnungen umgewandelt. Das Dorf besitzt noch eine klosterähnliche Struktur und ein Kartäusermuseum.
Zeubelried
Mit rund 200 Einwohnern liegt Zeubelried nördlich von Ochsenfurt. Bekannt in der Umgebung ist das Zeubelrieder „Linsenspitzer-Fest“, welches immer am 3. Wochenende im August stattfindet. Veranstalter ist die Freiwillige Feuerwehr und die über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannte Musikkapelle „Die Zeubelrieder“. An den beiden Festtagen besuchen mehrere tausend Menschen den Dorfplatz.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Silber eine rote Burg mit breitem Mittelturm und zwei spitzbedachten seitlichen Zinnentürmen, alle mit blauen Dächern; aus dem Tor hervorbrechend ein golden bewehrter schwarzer Ochse.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Aus dem Jahr 1316 ist der Abdruck eines Siegels überliefert, das sicher noch im späten 13. Jahrhundert geschnitten worden war. Das Bild zeigt eine Zinnenmauer mit einem Torturm, beseitet von je einem niederen Zinnentürmchen. Durch das offene Tor schreitet ein Ochse. Im großen Stadtsiegel aus dem frühen 15. Jahrhundert ist die Architektur erheblich detaillierter mit Stadtkirche, Mauerring und spitzbedachten Türmen dargestellt. In einem kleinen Siegel aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und in den späteren Siegeln steht der Ochse allein im Schild. Seit Ende des 15. Jahrhunderts kommt ein Dreiberg hinzu, seit dem 17. Jahrhundert ein wachsender Engel über dem Schild. In der Bürgermeistermedaille von 1819 erscheint wieder die Darstellung des ersten Bildsiegels. Die Farben sind seit dem 15. Jahrhundert überliefert.

Geschichte[Bearbeiten]

Siehe auch: Geschichte von Ochsenfurt

Die erste urkundliche Erwähnung war 725, als im Auftrag von Bonifatius ein Kloster in der Stadt gegründet wurde, in dem u. a. Thekla von Kitzingen Äbtissin war. Möglicherweise befand sich bis ins 11. Jahrhundert in Ochsenfurt ein Königshof. Die Mauern und Türme stammen aus dem 14. Jahrhundert. Seit dieser Zeit war die Stadt Teil des Fürstbistums Würzburg. Erst mit dem Bau der Brücke 1512 gewann Ochsenfurt auch wirtschaftliche Bedeutung. 1525 kam es während der Bauernkriege zu Aufständen. Das neue Rathaus wurde bereits 1497 fertig gestellt. Die St.- Andreas-Kirche wurde 1288 geweiht.

1803 kam Ochsenfurt zu Kurbayern und ab 1806 zum Großherzogtum Würzburg. 1813 wurde die Stadt Teil des Königreichs Bayern]. 1945 wurde Ochsenfurt von den Amerikanern besetzt. Die Mainbrücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Altstadt blieb verschont. 1972 wurde der Landkreis Ochsenfurt (Kfz-Kennzeichen OCH) aufgelöst. Seitdem gehört die Stadt zum Landkreis Würzburg. Seit dem 8. Juli 2013 darf das alte KFZ-Kennzeichen „OCH" jedoch wieder im Landratsamt Würzburg beantragt werden.

Namensgeber[Bearbeiten]

Als Furt wird eine seichte Stelle im Fluss, also ein Flussübergang bezeichnet. Eine Ochsenfurt ist somit eine Furt, die mit Ochsen als Zugtieren überquert werden kann. Viele Ortsnamen haben die gleiche Bedeutung, wie z. B. Oxford in England und Bosporus in der Türkei.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Besucht das schöne Ochsenfurt.jpg

Die historische Altstadt wird immer noch von der mittelalterlichen Befestigungsanlage umgeben; ein gotisches Rathaus mit Lanzentürmchen und Figurenuhr, Stadtpfarrkirche mit Riemenschneiderfigur, viele Fachwerkhäuser und ein Heimat- und Trachtenmuseum sind Besonderheiten im Stadtbild.

Die Alte Mainbrücke (Ochsenfurt) wurde 1512 bis 1519 gebaut. Sie bestand aus etwa 13 auf breiten Pfeilern gründenden Steinbögen.

Stadtrundgang in Bildern[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Galerien[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Soziale Vereine[Bearbeiten]

Musikvereine[Bearbeiten]

Sportvereine[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Kanaldeckel in Ochsenfurt
  • Straßen
Die Bundesstraße 13 führt durch Ochsenfurt.
Über die nahe gelegenen Autobahnen A 7 und A 3 ist Ochsenfurt mit je einer wichtigen Straßenverkehrsachse in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung verbunden. Die nächste Anschlussstelle der A 7 befindet sich im ca. acht Kilometer entfernten Marktbreit, die der A 3 ca. zwölf Kilometer nördlich in Eibelstadt.
  • Bahn
der Bahnhof Ochsenfurt liegt an der Bahnlinie Würzburg-Treuchtlingen (Kursbuchstrecke 920), die eine wichtige Verkehrsachse im Schienennetz der Deutschen Bahn darstellt. Auf ihr verkehren im Stundentakt Regionalbahnen, die Ochsenfurt u.a. regelmäßig mit dem Oberzentrum Würzburg verbinden.
Die Gaubahn von Ochsenfurt über Gaukönigshofen und Röttingen wurde mittlerweile stillgelegt und in den 90er Jahren abgebaut.
Die Mainländebahn verbindet den Bahnhof Ochsenfurt mit dem Ochsenfurter Mainhafen.
  • Buslinien
Mehrere Buslinien verkehren von hier aus insbesondere in den südlichen Landkreis Würzburg.
Die Stadt gehört dem Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) an, so dass alle Verkehrsmittel des ÖPNV zu einheitlichen Tarifen genutzt werden können.
  • Schiff
Ochsenfurt verfügt über einen Mainhafen.
Zwischen Kleinochsenfurt und der Altstadt verkehrt die Personenfähre „Nixe“.

Unternehmen[Bearbeiten]

Hotels[Bearbeiten]

Restaurants[Bearbeiten]

Medien[Bearbeiten]

  • Hallo Maintal (monatliches Magazin für Ochsenfurt und den Ochsenfurter Gau) (bis April 2016)
  • Main Tauber Kurier (wöchentliches Magazin für Ochsenfurt und den Ochsenfurter Gau) (seit Mai 2016)

Bildung[Bearbeiten]

Krankenhaus[Bearbeiten]

  • Main-Klinik, Poliklinik und ehemaliges Kreiskrankenhaus (Greinberg 25)

Historische Apotheken[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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