Estenfeld

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Estenfeld
Ortstyp Gemeinde
Verwaltungsgemeinschaft Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Postleitzahl 97230
Vorwahl 09305
KFZ-Kennzeichen
Höhe 246 m ü. NN
Fläche 18,14 km²
Einwohner 5498 (Stand: Dezember 2016)
Bevölkerungsdichte 266 Ew./km²
Anschrift Untere Ritterstr. 6
97230 Estenfeld
Telefon 09305-888-0
Telefax 09305-888-88
E-Mail post@vgem-estenfeld.bayern.de
Homepage http://www.estenfeld.de
Bürgermeister Rosalinde Schraud
Wappen
Wappen Estenfeld.png
Ortsteil Weiße Mühle
Die beiden kath. Kirchengebäude Hl. Mauritius
Rathaus in Estenfeld
Eingangstor des ehemaligen Kartäuserhofes

Estenfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Estenfeld. Das Dorf im Kürnachtal wird seit Urzeiten von Menschen bewohnt und hat eine mehr als 1100-jährige Tradition.

Geografie[Bearbeiten]

Durch Estenfeld fließt die Kürnach. Sie ist teilweise überbaut. Die Gebäude des Ortes konzentrieren sich im Wesentlichen auf das Kürnachtal und seine Hänge. Erst in neuerer Zeit reicht die Bebauung auch über das Tal hinaus.

Ortssteile[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Bereits während der Steinzeit war das Gemeindegebiet Siedlungsstätte, wie Grabungen auch in jüngster Zeit belegen. Erstmals findet Estenfeld im Jahr 844 als villa Espinaveld urkundliche Erwähnung. 1144 stattet Dompropst Otto von Estenfeld (1113-1148) das von ihm in Würzburg gegründete Dietricher Spital mit Gütern seines Heimatdorfes aus. 1277 wird das Dorfgericht in Estenfeld erstmals erwähnt. Die einstigen Herren von Estenfeld, ein Ortsadel- und Ministerialengeschlecht ist um 1400 ausgestorben. Für das Jahr 1298 wird die Errichtung einer Kirche am Schloßberg angenommen und 1337 eine Burg zu Estenfeld erwähnt. 1364 erwirbt die Kartause Engelgarten das Schulheißenamt und Fluramtsrechte in Estenfeld. 1596 wird das Dorfgericht durch Fürstbischof Julius Echter nach Rimpar verlegt. 1803 verlieren Kartause und Hochstift Würzburg durch die Säkularisation ihren Besitz, der dann durch den Staat an Privatpersonen verkauft wird. Im Frieden von Pressburg (1805) wird Estenfeld an Erzherzog Ferdinand III. von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg übergeben, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Rot drei zwei zu eins gestellte gekrönte silberne Löwenköpfe.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Die Löwenhäupter sind dem Wappen der Herren von Espenfelt entnommen, das seit 1292 durch Siegelabdruck belegt ist. Die Farben Silber und Rot sind die Farben Frankens. Das Wappen ist mit Ministerialentschließung vom 10.03.1956 gültig.

Religionen[Bearbeiten]

In Estenfeld gibt es eine katholische und eine evangelische Kirchengemeinde.

Ortspatron ist der hl. Mauritius, nach dem auch die beiden katholischen Kirchen des Ortes, die alte katholische Pfarrkirche St. Mauritius und die neue katholische Pfarrkirche St. Mauritius benannt sind, die das Ortsbild nach außen hin prägen.

Die evangelische Kirche St. Markus (Markuskirche) bildet eine gemeinsame Kirchengemeinde mit den evangelischen Christen aus Kürnach. Bis in die Zeit des Nationalsozialismus hinein, gab es in Estenfeld auch jüdisches Leben, eine Gedenkstele am Platz der ehemaligen Synagoge erinnert seit jüngerer Zeit an die jüdischen Mitbürger.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1978 wurde der Ortsteil Mühlhausen auf eigenen Wunsch hin nach Estenfeld eingemeindet.

Vereine und Gruppen[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Alle drei Gemeinden befinden sich um die Kleinstadt Rokiškis, Distrikt Panevėžys, Litauen).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Estenfeld liegt direkt an der Bundesautobahn 7 (Anschlussstelle Würzburg-Estenfeld) sowie an der Bundesstraße 19. Diese verläuft unter Umgehung der Orte Estenfeld und Kürnach. Bis ins Jahr 1986 führte die B 19 allerdings durch den Ort Estenfeld.

ÖPNV[Bearbeiten]

Buslinie 430 und Buslinie 431 Würzburg-Kürnach im Verkehrsverbund Mainfranken

Unternehmen[Bearbeiten]

Unternehmen in den Gewerbegebieten siehe dort

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Estenfeld aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.