Bergtheim

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Bergtheim
Ortstyp Gemeinde
Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 272 m ü. NN
Fläche 26,48 km²
Einwohner 3.875 (Stand: 30. Juni 2022) [1]
Gemeindekennzahl 09 6 79 117
Anschrift Am Marktplatz 8,
97241 Bergtheim
Telefon 09367-90071-0
E-Mail poststelle@vgem-bergtheim.bayern.de
Webseite Gemeinde Bergtheim
1. Bürgermeister Konrad Schlier (CSU)
Wappen
Wappen Bergtheim.png
Blick von der Weinbergkapelle Muttergottes im Harfenspiel auf Bergtheim (2021)

Bergtheim ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Bergtheim.

Geografie

Ortsteile

Bevölkerung

Religionen

Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus in Bergtheim
Evang.-Luth. Matthäuskirche in Bergtheim

Ehrenbürger

Geschichte

Frühgeschichte

Bergtheim wird im Jahr 772 in einer Schenkungsurkunde des Klerikers Alwalah im Urkundenbuch des Klosters Fulda erstmals erwähnt. Jedoch gab es schon um 400 v. Chr. keltische Siedlungen innerhalb der Gemarkung. Im Jahre 910 fielen in den größten Teilen des Gemeindegebietes die Hunnen ein.

Als im Jahre 1057 Bischof Adalbero den Benediktinern das Stift St. Stephan übereignete, übertrug des Hauptkloster Fulda dem neugegründeten Sprengel zum Unterhalt Lehen in der nächsten Nähe der Bischofsstadt, zu denen auch Besitzungen in Bergtheim zählten. Aus dem Jahre 1242 wird berichtet, dass Otto Arno, Vizedechant des Stifts Neumünster, dem Kloster St. Stephan ein Gut in Bergtheim übertragen hat. Beachtliche Lehen in Bergtheim besaß auch das Kloster Himmelspforten, über dessen Ersterwerb eine Urkunde aus dem Jahre 1283 berichtet. Das Karmelitenkloster Maria Magdalena hatte zu Anfang des 13. Jahrhunderts einen starken Zulauf von Frauen und Jungfrauen, die für ihre und der Menschen Sünden Buße tun wollten. Natürlich brachten sie auch ihre Besitzungen mit ins Kloster.

Die meisten Besitzungen waren in den Händen des alten Grumbachgeschlechts. Sie waren die eigentlichen Herren im Dorf. Als der letzte Dynast von Grumbach starb, heiratete seine Erbtochter Adelheid 1243 Ludwig III. von Rieneck, der damit alle Besitzungen von Bergtheim erhielt und somit auch die Dorfherrschaft innehatte. Um 1282 verkaufte der Rienecker ein Drittel der Besitzungen an Wolflin von Wolfskeel, der sich dann Wolflin von Grumbach nannte. Der Teilbesitzerwechsel zeigte sich auch im neuen Wappenbild. Wolflin führte das Bild mit dem Mohren weiter, nur gab er die drei Rosen in die linke Hand, während sie bei den Wolfskeel in der rechten Hand zu finden sind. Die zwei anderen Drittel verkaufte Graf Ludwig von Rieneck an den Erzbischof von Mainz. Der Mainzer Oberhirte verlieh sie sodann dem Dekan und dem Kapitel der Stiftskirche Aschaffenburg.

1325 ersuchte Graf Ludwig der Jüngere von Rieneck den Mainzer Erzbischof Matthias, dass er ihm die Burg Grumbach und die dazugehörigen Orte wieder zurückgeben möge; seinerseits bot der u.a. die Dörfer Rodenbuch, Wombach , Neudorf und Wiestal an. Gerne ging der Erzbischof auf diesen Vorschlag ein, denn die genannten Orte lagen dem Bistum wesentlich näher.

Eine große Naturkatastrophe ereignete sich 1339, als riesige Heuschreckenschwärme ganz Franken überflogen. Die Gerichtbarkeit erlangte Bergtheim im Jahre 1373.

Schlacht von Bergtheim

Die Schlacht von Bergtheim fand am 11. Januar 1400 (oder nach anderen Quellen am 4. Januar) zwischen Truppen des Fürstbischofs von Würzburg, Gerhard von Schwarzburg, und einem Heer aufständischer Bürger und Bauern aus Würzburg und anderen Städten vor den Toren Bergtheims statt. Die Schlacht endete mit der Niederlage der Aufständischen, von denen etwa 1.100 fielen und etwa 400 in die Gefangenschaft des Fürstbischofs gerieten. Die Anführer in Würzburg wurden massiv verfolgt. Das Patriziat und viele wohlhabende Bürger verließen die Stadt Würzburg. Die Zünfte verloren zugleich an politischer Bedeutung. [4]

Jüngere Geschichte

Die erste Bergtheimer Schule wird 1420 erwähnt und 1422 bekam Bergtheim seinen eigenen Pfarrer. 1593 erwarb das Hochstift Würzburg die Gemeinde mit allen wichtigen Rechten. Bergtheim gehörte bis zum Ende des Alten Reichs 1803 dem Hochstift. Mit Eröffnung der Ludwigs-West-Bahn wurde 1854 die Einweihung des Bahnhofs Bergtheim gefeiert, das Bahnhofsgebäude baute man erst 1885. Im Deutschen Krieg wurden bayerische Truppen in Bergtheim einquartiert. Der erste öffentliche Fernsprecher wurde 1907 im Gasthaus Eberth errichtet (heutiger Gasthof Zum Hirschen). Die elektrische Stromversorgung folgte 1911.

Politik

Bürgermeister

Rathaus in Bergtheim
► Bürgermeister Bergtheim

Gemeindepartnerschaft

Mit Boutiers St. Trojan in Frankreich besteht seit 1984 eine Gemeindepartnerschaft.

Wappen

Blasonierung

Geteilt von Blau und Silber; oben ein silberner Schrägbalken, belegt mit drei blauen Ringen, unten ein schräg gestelltes blaues Messer, beseitet von je einem sechsstrahligen blauen Stern.

Wappendeutung

Für Bergtheim ist ein Dorfgerichtssiegel belegt, das auf den heiligen Bartholomäus, den Kirchenpatron, hinweist. Stellvertretend für den Heiligen stehen im Gemeindewappen in der unteren Hälfte dessen Attribute, das Messer und die Sterne. Die obere Hälfte stellt das Wappen des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1573 bis 1617) dar, der den Ort in seiner Amtszeit erwarb.

Sehenswertes

Ehemaliges Pfarrhaus in Bergtheim
Kriegerdenkmal in Bergtheim
► Baudenkmäler in Bergtheim

Vereine

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Ehemalige Unternehmen

Verkehr

Bergtheim wird von der Bundesstraße 19 durchfahren. In ca. 3 km Entfernung gibt es die Anschlussstelle Gramschatzer Wald auf die Bundesautobahn 7.

ÖPNV

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Bergtheim/Bahnhof, Bergtheim/Marktplatz, Bergtheim/Ort
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Bergtheim


Siehe auch

Quellen und Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kartenausschnitt

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