Ausstellungen der Geschichtswerkstatt Würzburg

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Geschichtswerkstatt im Verschönerungsverein Würzburg e.V.

Die Ausstellungen der Geschichtswerkstatt Würzburg erinnern an die Zerstörung Würzburgs im Jahre 1945. Sie finden jährlich um den 16. März mit wechselnden Themen im Oberen Foyer des Rathauses statt. Die Ausstellungen werden jeweils mit einer offiziellen Eröffnungsveranstaltung begonnen.

Ausstellung 2020[Bearbeiten]

(v.l.) Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Helmut Försch, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake und Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Ausstellungseröffnung 2020 der Geschichtswerkstatt im Rathaus.

2020 jährte sich Würzburgs Schicksalstag, der 16. März 1945, zum 75. Mal. Die Geschichtswerkstatt Würzburg nahm dieses Jubiläum zum Anlass um bei der inzwischen 22. Auflage ihrer Fotoausstellung einen besonderen Fokus auf die Zerstörung Würzburgs im Zweiten Weltkrieg zu legen und informierte in Wort und Bild über die „Chronologie der Zerstörung Würzburgs im Zweiten Weltkrieg“ von 1942 bis 1945. Parallel zur Ausstellung erschienen zwei neue Hefte, eines zum Thema der Ausstellung und ein weiteres mit dem Titel „Die Jahre danach. Erinnerungen von Helmut Försch von 1945 bis 1950“. Zusätzlich veröffentlichte die Geschichtswerkstatt zum ersten Mal eine DVD, die die Schrecken und Folgen der Luftangriffe auf Würzburg von 1942 bis 1945 aufzeigt. [1]

Die Begleithefte zur Ausstellung können über die E-Mail geschichtswerkstatt-wue@t-online.de bezogen werden, außerdem gibt es sie bei:

Die Ausstellung wurde am 28. Februar 2020 um 14.00 Uhr durch Oberbürgermeister Christian Schuchardt gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Adolf Bauer und Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake eröffnet und wird bis 27. März zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen sein: Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 8.00 bis 13.30 Uhr. Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt richteten einen Stand ein, dieser war während der Ausstellungszeit von Montag bis Donnerstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr besetzt. Dort wurden auch gerne Fragen von Einzelbesuchern, Gruppen oder Schulklassen beantwortet. [2]

Bei der Eröffnungsveranstaltung ordnete Oberbürgermeister Christian Schuchardt den 16. März in einen größeren Kontext ein: „Die Zerstörung Würzburgs im Zweiten Weltkrieg war ein Resultat von Nationalismus und Rassenwahn. Sie ist daher eine eindringliche Mahnung an uns heute, uns für ein friedliches Zusammenleben der Völker und die uneingeschränkte Achtung der Menschenwürde einzusetzen. In einer Zeit, in der auch hierzulande Kräfte immer stärker werden, die außenpolitisch auf die einseitige Verfolgung nationaler Interessen und innenpolitisch auf Abschottung und Ausgrenzung setzen, ist diese Mahnung notwendiger denn je.“

Helmut Försch nutzte die Ausstellungseröffnung für einen emotionalen Appell - gerade auch an die jüngeren Generationen: „Wir haben es damals erlebt und man könnte meinen: die Menschheit hat aus ihren Fehlern nichts gelernt.“ Försch zeigte sich entsetzt über neue Formen von Antisemitismus, die Relativierung von Nazi-Morden, die Ereignisse von Thüringen oder auch Deutschlands Rolle als großer Rüstungsexporteur. In Anlehnung an Kurt Tucholsky rief er den zahlreichen Besuchern der Vernissage ins Gewissen: „Ich höre nicht auf Nein zu sagen! Baut eine friedliche Welt ohne Hass und Neid!“

Bildergalerie der Eröffnungsveranstaltung 2020[Bearbeiten]

(Alle Fotos © luftbild teamdiem!)

Quellen[Bearbeiten]

Unterwegs in Würzburg (Video)[Bearbeiten]

„16. März 2020: 75. Jahrestag der Zerstörung von Würzburg“ von wuerzburg-fotos.de (16. März 2020)

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Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Chronologie der Zerstörung ab 28. Februar im Rathaus“ (19. Februar 2020)
  2. Pressemitteilung der Stadt Würzburg: „75. Jahrestag der Zerstörung Würzburgs: Ausstellung der Geschichtswerkstatt“ (20. Februar 2020)