Martin Heilig

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Bürgermeister Martin Heilig
Martin Heilig (Mitte) mit dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen (links) und Patrick Friedl (MdL) bei einer Veranstaltung zur Kommunalwahl 2020 am 1. Februar 2020 auf dem Marktplatz (Foto: Indra Anders)

Martin Heilig (* 28. August 1975 in Würzburg) ist Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Würzburg-Stadt, und seit 2020 zweiter hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Würzburg.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Martin Heilig war in seiner Jugend Leistungssportler beim Akademischen Ruderclub Würzburg (ARCW) und von 1995 bis 2000 Vorstandsmitglied des ARCWs. 1992 war er in Hamburg Deutscher-Junioren-Vizemeister im Ruderachter, desweiteren mehrfacher Bayerischer Meister im Rudern. Er qualifizierte sich dreimal für das Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“, war Teil der Mannschaft Jugendpokal (für die erfolgreichste Jugendabteilung Deutschlands) und von 1994 bis 1996 Aktivensprecher der ARCW Trainingsmannschaft.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Von 1994 bis 1999 war er Gruppenleiter und Mitglied im Förderkreis J - GCL Würzburg (christlicher Jugendverband). In den Jahren von 1995 bis 1999 organisierte er fünf Hilfstransporte für Flüchtlinge in Kroatien, Bosnien und Sebien.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Von 1993 bis 1996 absolvierte Heilig eine Lehre zum Baukaufmann bei der Philipp Holzmann AG in Rottendorf. Ab 1998 studierte er in Würzburg Europarecht und Volkswirtschaftslehre (Vordiplom) und wechselte 2001 nach Nürnberg und anschließend St. Andrews in Schottland. 2004 schloss er sein Studium als Diplom-Handelslehrer an der Universität Erlangen-Nürnberg ab. 2007 legte er sein 2. Staatsexamen als Lehrer für Berufliche Schulen in den Fächern Wirtschaft, Englisch und Sozialkunde ab und ist seitdem als verbeamteter Oberstudienrat an der Fach- und Berufsoberschule Marktheidenfeld tätig.

Kommunalpolitisches Wirken[Bearbeiten]

Martin Heilig war von 1994 bis 2000 Mitbegründer der GRÜNEN Jugend Bayern und Sprecher der Grün-Bunten Jugend Würzburg. Von 2007 bis 2012 engagierte er sich als Bezirksvorsitzender bei Bündnis 90/Die Grünen Unterfranken. Bei der Bürgerinitiative „Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung/B 26n“ war er von 2009 bis 2018 deren stellvertretender Vorsitzender und organisierte 2011 maßgeblich die größte Anti-AKW-Demo Frankens (mit rund 15.000 Teilnehmern in Bergrheinfeld). Seit 2014 ist Martin Heilig Kreisvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Würzburg-Stadt und seit 2016 Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. 2013 und 2017 kandidierte er als Bundestagskandidaat für Bündnis 90/Die Grünen im Wahlkreis Würzburg.

Zur Kommunalwahl 2020 vertrat er die Grünen als einer von sechs Kandidaten für das Amt des Würzburger Oberbürgermeisters und unterlag am 15. März 2020 mit 32,18% der abgegebenen Stimmen dem amtierenden Oberbürgermeister Christian Schuchardt (51,95%).

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl 2020 wurden Bündnis 90/Die Grünen mit 16 Mandaten stärkste Fraktion im Würzburger Stadtrat. Auch Martin Heilig zog in das Stadtparlament ein. Bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Stadtrats am 4. Mai 2020 wurde er mit einer Mehrheit von 30 Stimmen zum zweiten hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Würzburg gewählt. Zuvor hatte die breite Mehrheit von 38 Räten die Geschäftsordnung des Stadtrats geändert: Statt bislang nebenamtlich sind die beiden Stellvertreter künftig hauptamtlich tätig und übernehmen zusätzlich zu Repräsentationsaufgaben und Sitzungsleitungen eigene Referate. Heilig übernimmt das Umweltreferat und ist somit der erste „Klimabürgermeister“ in Bayern[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]