St. Martin (Helmstadt)

Aus WürzburgWiki
(Weitergeleitet von D-6-79-144-4)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Katholische Pfarrkirche St. Martin in Helmstadt

Die katholische Pfarrkirche St. Martin in Helmstadt liegt im Ortszentrum auf einer Anhöhe nahe des Kriegerdenkmals von 1866.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche ist dem Hl. Martin geweiht. Martin von Tours (* 317 in Savaria (heute Szombathely/Ungarn), † 8. November 397 in Candes-Saint-Martin) war Bischof von Tours und teilte der Legende nach seinen Mantel mit einem Bettler. Patrozinium ist am 11. November.

Geschichte[Bearbeiten]

1291 findet die Pfarrei Helmstadt erstmals urkundliche Erwähnung, die vermutlich eine Urpfarrei aus dem Beginn der Christianisierung war. Nach der Stiftungsurkunde für die Pfarrei Neubrunn vom 2. August 1305 umfasste die Mutterpfarrei Helmstadt neben Helmstadt und Neubrunn noch Unteraltertheim, Holzkirchhausen, den Weiler Helzenberg und Kembach. Von 1529 bis 1612 und im Dreißigjährigen Krieg von 1632 bis 1634 waren Helmstadt und Holzkirchhausen evangelisch. 1721 wird das Kirchenschiff gemeinsam mit dem heute noch erhaltenen Ostchor erweitert.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kirche ist ein Saalbau mit viergeschossigem Turm und dreiseitigem Chorabschluss. Die Ostfassade und der spätbarocke Chorflankenturm mit Apsis stammen aus dem Jahr 1788.

Im Jahr 1965 wurde das Kirchenschiff unter der Leitung von Pfarrer Ottmar Gößmann neu errichtet und vom Würzburger Weihbischof Alfons Kempf 1966 eingeweiht.

Ausstattung[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin verfügt über bemerkenswerte Kunstwerke, wie das Chorkreuz, dessen Corpus aus dem 18. Jahrhundert Anfang der 1990er Jahre vom Künstlerehepaar Detlef und Christel Warrings aus Bischofsheim/Rhön aufwändig gestaltet wurde.

Die bunten Glasfenster wurden 1999 von der Werkstatt für Glasmalerei, Hein Derix aus Kevelaer, nach einer Vorlage von Prof. Johannes Schreiter gefertigt und vom Würzburger Weihbischof Helmut Bauer eingeweiht. Das eine Fenster ist dem hl. Martin, dem Kirchenpatron der Pfarrkirche geweiht, das andere dem hl. Franz von Assisi, da Helmstadt eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Chiusi della Verna verbindet.

Geläut[Bearbeiten]

  • Kreuzglocke 1.100 kg
  • Marienglocke 975 kg
  • Kiliansglocke 700 kg
  • Martinsglocke 400 kg

Bis auf die größte Glocke wurde das Geläut 1949 von der Gießerei Otto in Bremen-Hemelingen aus Bronze gegossen.

Orgel[Bearbeiten]

Im Jahre 1994 erhielt die Pfarrkirche eine neue Orgel, die im Kirchenschiff aufgestellt wurde. Durchgeführt wurde der Neubau von der Orgelbaufirma Jann bei Regensburg. Sie besitzt 3 Manuale mit geschweiftem Pedal und über 2300 Pfeifen; die größte von ihnen ist über fünf Meter hoch, die kleinste gerade einmal ein paar Millimeter.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Zum Seelsorgsgebiet gehören die Gemeinden Helmstadt, die überwiegend evangelische Marktgemeinde Altertheim mit den Ortsteilen Oberaltertheim, Unteraltertheim und Steinbach, die Kuratie St. Ägidius (Holzkirchhausen), sowie seit 2010 Uettingen mit der Filialkirche Verklärung unseres Herrn Jesus Christus (Uettingen).

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Martin gehört zur Pfarreiengemeinschaft Hl. Benedikt zwischen Tauber & Main.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Öffnungszeiten[Bearbeiten]

  • Die Kirche kann von 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang besichtigt werden.
  • Schlüssel kann im Pfarrhaus bei Herrn Engelbert Häußler, St. Martin-Str. 16, abgeholt werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …