Kaiserstraße

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kaiserstraße  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070
Straßenbahn: 1,2,3,(4),5

Kaiserstraße, Blick in Richtung Hauptbahnhof
Kaiserstraße, Blick in Richtung Barbarossaplatz

Die Kaiserstraße ist eine Geschäftsstraße zwischen dem Röntgenring / Haugerring und der Juliuspromenade in der Altstadt. Nebenstraßen sind die Marcusstraße und Reisgrubengasse (Fußgängerdurchgang).

Lage und Verknüpfungen[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Als im Jahr 1865 der Neue Bahnhof (heutiger Hauptbahnhof) in Betrieb ging, war die Stadt noch von der massiven barocken Stadtbefestigung umgeben. Sie trennte das Stadtgebiet vom Bahnhof, der nur über einen Umweg über die Semmelstraße zu erreichen war. Mit der Entfestigung der Stadt fielen Stück für Stück die Mauern und Wälle, zunächst wurde ein Durchbruch an der heutigen Bahnhofstraße (damals Teufelsthorgasse) geschaffen. Im Stadtentfestigungsplan wurde 1871 der Beschluss zur Errichtung der Kaiserstraße festgehalten. Das ehemals mit Gärten bestandene Gelände lag damals noch einiges tiefer und musste zunächst aufgefüllt werden. Die Kaiserstraße wurde 1873 bis 1877 als direkte Verbindung zwischen Hauptbahnhof und Juliuspromenade angelegt. [1]

Um 1880 wurde die Kaiserstraße zur Geschäftsstraße umgestaltet, war jedoch recht schmal angelegt und kaum ausreichend für den ansteigenden Verkehr und die Passantenströme vom und zum Bahnhof. In den 1890er Jahren verkehrten hier die ersten Pferdebahnen, ab 1900 die elektrische Straßenbahn. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bebauung der Kaiserstraße vollständig zerstört und im Zuge des Wiederaufbaus in modernem sachlichem Stil neu errichtet.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

„Neue Kaiserstraße“[Bearbeiten]

Um die Straße langfristig sowohl städtebaulich als auch wirtschaftlich aufzuwerten, führte die Stadt 2008 einen Ideenwettbewerb durch, an dem sich sieben Würzburger Architekturbüros beteiligten. Ziel des Wettbewerbs war eine neue Oberflächengestaltung, eine neue und geordnete Straßenmöblierung sowie ein neues Beleuchtungskonzept. Der erste Preis ging an das Architekturbüro Kaiser + Juritza. [2]

Vom Sommer 2014 bis Frühling 2018 wurde die Kaiserstraße umgebaut. Die Kosten von rund zwei Millionen Euro für die Umgestaltung trugen zur Hälfte die Anlieger, 600.000 Euro kommen vom Freistaat Bayern und 400.000 Euro zahlt die Stadt Würzburg. [3]

Insgesamt kostete die Sanierung der Straße 5,4 Millionen Euro. Rund 2,8 Millionen Euro konnten laut Regierung von Unterfranken als zuwendungsfähig anerkannt und der Stadt für die Maßnahme ein Zuschuss von knapp 1,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt werden. Am 23. April 2018 wurde die „neue Kaiserstraße“ mit einem großen Fest eingeweiht. [4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kaisergärtchen, eine kleine Gartenanlage gegenüber dem Bahnhofsvorplatz, die insbesondere zur Zeit der Magnolienblüte sehenswert ist. Das Gärtchen entstand 1875, kurz nach der Fertigstellung der Kaiserstraße. An der Stelle stand einst der Wasserturm auf dem Wall der Stadtbefestigung. [5]

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

Durch die Straße verlaufen zweispurig Straßenbahnschienen. Bis zum Bau der Haltestelle Juliuspromenade befand sich in der Kaiserstraße eine eigene Haltestelle. Für den Autoverkehr ist die Kaiserstraße gesperrt, nur für Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung und für Lieferverkehr bis 10.00 Uhr ist die Straße befahrbar.

Gastronomie[Bearbeiten]

  • meet & eat (Kaiserstr. 1-3)
  • MariaMaria (Kaiserstr. 5)
  • Asia-Imbiss (Kaiserstr. 5)
  • Café Kiess (Kaiserstr. 6)
  • Piccolo Espressobar (Kaiserstr. 17)
  • Istanbul - Kebap bei Ali Baba (Kaiserstr. 21)

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Woolworth (Kaiserstr. 1-3)
  • Juliusspital-Bäckerei (Kaiserstr. 1-3)
  • Liberty Women (Kaiserstr. 2)
  • Claire's (Kaiserstr. 2)
  • Brandstetter Bäckerei/Konditorei (Kaiserstr. 2)
  • Only (Kaiserstr. 3)
  • Footlocker (Kaiserstr. 4)
  • Kupsch-Markt (Kaiserstr. 5)
  • KH Marketing (Kaiserstr. 5) [1]
  • Ulla Popken (Kaiserstr. 7) [2]
  • Bonita (Kaiserstr. 7)
  • Runners Point (Kaiserstr. 7)
  • Jumex (Kaiserstr. 8)
  • Fahrschule Hackl (Kaiserstr. 8)
  • Wolle Rödel (Kaiserstr. 9)
  • Vodafone (Kaiserstr. 9)
  • GameStop (Kaiserstr. 10)
  • Baga & Günel (Kaiserstr. 11)
  • Kabel Deutschland (Kaiserstr. 11)
  • Leder-Milz (Kaiserstr. 11)
  • 360° (Kaiserstr. 12)
  • Mobilcom Debitel (Kaiserstr. 12)
  • Glocken-Apotheke (Kaiserstr. 13)
  • I like (Kaiserstr. 13)
  • H&M (nur Damenmode) (Kaiserstr. 14)
  • Orsay (Kaiserstr. 15)
  • Beautyspace (Kaiserstr. 15)
  • O2-Shop (Kaiserstr. 16)
  • Goldkaiser (Kaiserstr. 16)
  • Pro Optik (Kaiserstr. 17)
  • Tamaris (Kaiserstr. 18)
  • Six (Kaiserstr. 19)
  • Tredy (Kaiserstr. 19)
  • Metzger-Imbiss Zeiss (Kaiserstr. 20)
  • Mikas Tanzschule (Kaiserstr. 20)
  • Tilia Baumpflege UG (Kaiserstr. 20)
  • Kiliansbäck (Kaiserstr. 20)
  • Nohe Optik (Kaiserstr. 21)
  • Alpha-Apotheke (Kaiserstr. 22)
  • Blumen Beller (Kaiserstr. 22)
  • Satinee Strumpfmoden (Kaiserstr. 22)
  • Apollo-Optik (Kaiserstr. 23-25)
  • Benetton (Kaiserstr. 23-25)
  • Bonita (Kaiserstr. 24)
  • Base E-Plus (Kaiserstr. 24)
  • Fielmann (Kaiserstr. 26)
  • Blumen Oostdam (Kaiserstr. 27)
  • Deichmann (Kaiserstr. 27)
  • Reno Schuhe (Kaiserstr. 29)
  • Euroshop (Kaiserstr. 31)
  • Bäckerei Star-Back (Kaiserstr. 33)

Ehemalige Unternehmen[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Busbahnhof
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Hauptbahnhof West
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Würzburg-Hauptbahnhof


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Kaiserstraße wurden folgende Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Kaiserstraße 1 Für Dr. Dr. Max und Meta Frank
Max: deportiert am 23.9.1942 nach Theresienstadt, ermordet am 8.7.1944 in Theresienstadt
Meta: geb. Eisenmann, deportiert am 23.9.1942 nach Theresienstadt, weiter am 12.10.1944 nach Auschwitz, ermordet in Auschwitz
2010
Kaiserstraße 19 Für Kunigunde Prager / deportiert am 17. Juni 1943 nach Auschwitz und vermutlich wenig später dort ermordet 2013
Kaiserstraße 19 Für Selma Siegmund / geb. Prager, deportiert am 17. Juni 1943 nach Auschwitz und vermutlich wenig später dort ermordet 2013

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. H.-K. Heymann-Heuser: Studien zur städtebaulichen Entwicklung Würzburgs im 19. Jahrhundert. Würzburg 1942, S. 67
  2. Fotostrecke der Main-Post zum Wettbewerb Kaiserstraße
  3. Main-Post: „Umbau der Kaiserstraße soll im Sommer beginnen“ (8. April 2014)
  4. Main-Post: „Die neue Kaiserstraße: Das Ende einer langen Reise“ (23. April 2018)
  5. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band I. Fränkische Gesellschaftsdruckerei GmbH, Würzburg 1967, S. 18

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …