Röntgenring

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Röntgenring  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070

Stadtplan von 1900
Historische Aufnahme von der Rampe zur Friedensbrücke, der ehemaligen Augenklinik und dem Schlachthof (rechts)
Historische Aufnahme des Zoologischen Instituts am Röntgenring 10

Der nördliche Abschnitt des Altstadtrings setzt sich aus den Teilen Röntgenring und Haugerring zusammen. Er ist bis zum Berliner Platz innerstädtische Teilstrecke der Bundesstraße 8 (B 8).

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Der Röntgenring erstreckt sich von der Kaiserstraße und dem Kaiserplatz sowie dem gegenüberliegenden Vorplatz des Hauptbahnhofs bis zum Kranenkai und der Auffahrt zur Friedensbrücke am Main. Er verläuft an der Innenseite des Ringparks. Dabei umschreibt dieser Straßenabschnitt etwa ein Achtel des um die Altstadt führenden Halbkreises.

Namensgeber[Bearbeiten]

Benannt ist der Röntgenring nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen (1845 – 1923), welcher am 8. November 1895 im Gebäude des Physikalischen Instituts (Haus Nr. 8) die nach ihm benannten Strahlen entdeckte. Hierfür erhielt er 1901 den Nobelpreis für Physik. 1909 wurde ihm zu Ehren der ehemalige Pleicher Ring in Röntgen-Ring umbenannt.

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Entlang des Pleicher Rings fanden zur Jahrhundertwende alle naturwissenschaftlichen Institutsneubauten mit Hörsälen der stetig wachsenden Universität ausreichend Platz.

  • Physikalisches Institut Nr. 8 (erb. 1879)
  • Physiologisches Institut Nr. 9 (erb. 1885-87)
  • Zoologisches und Zootomisches Institut Nr. 10 (erb. 1888-1889)
  • Chemisches Institut Nr. 11 (erb. 1892-96) mit Villa des Vorstands
  • Universitäts-Augenklinik Nr. 12 (erb. 1900-01)

Am 16. März 1945 waren die Schäden an diesen Instituten relativ gering, kleinere Brände konnten vom Institutspersonal mit Sand gelöscht werden. Die Chemie unter Franz Gottwalt Fischer nahm bereits 1946 den Vorlesungsbetrieb wieder auf.

Desweiteren befand sich am Pleicher Ring bzw. am Röntgenring der ehemalige Städtische Schlachthof.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler im Straßenzug[Bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Einrichtungen der Universität[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Fahrschule Helmut Schäfer (Röntgenring 1)

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Busbahnhof, Bismarckstraße
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestellen: Hauptbahnhof West, Congress Centrum
Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Würzburg-Hauptbahnhof


Stolpersteine[Bearbeiten]

Am Röntgenring wurden die folgenden Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an/Historische Notizen Verlegejahr
Röntgenring 4 Für Elsa Fränkel, geb. Loeb / Am 10. September 1942 nach Theresienstadt und von dort am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert, wo sie bald darauf ermordet wurde. 2017
Röntgenring 4 Für Hedwig Loeb, geb. Oppenheimer / Am 10. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 10. November 1942 ermordet. 2017
Röntgenring 5 Für Anna Lachmann / Am 15. September 1942 von Frankfurt a.M. nach Theresienstadt deportiert und dort am 31. März 1943 ermordet. 2014
Röntgenring 7 Für Saly Saalheimer / Am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 26. November 1942 ermordet. 2018
Röntgenring 7 Für Selma Saalheimer / Am 23. September 1942 von Würzburg nach Theresienstadt deportiert und von dort am 18. Mai 1944 nach Auschwitz, wo sie wohl direkt ermordet wurde. 2018

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …