St. Nikolaus (Eibelstadt)

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Blick von den Weinbergen auf St. Nikolaus
Katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Eibelstadt

Die katholische Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Eibelstadt liegt mitten in der Altstadt am nördlichen Ende des Marktplatzes.

Patrozinium[Bearbeiten]

Nikolaus von Myra (* um 280 / 286 in Patara, heute Ruinen bei Kalkan(?) in der Türkei, † zwischen 345 und 351 in Myra, heute Demre in der Türkei), Metropolit von Myra und Wundertäter. Patrozinium ist am 6. Dezember.

Geschichte[Bearbeiten]

1215 findet sich in historischen Unterlagen Eibelstadt als Pfarrsitz mit Filialkirchen in Sommerhausen und Lindelbach. Ende des 12. Jahrhunderts entstand eine romanische Kirche wie die Bauart des Untergeschosses im Turm vermuten lässt. 1484 wird die Kirche durch einen Chorraum ergänzt, 1507 und 1521 entstehen die beiden Seitenschiffe. Am 26. April 1568 predigt der Jesuit Petrus Canisius in Eibelstadt. 1619 wird der Friedhof, der sich bisher um die Kirche befand, außerhalb der Stadtmauer neu eingeweiht. 1799 entsteht das klassizistische Chorgestühl. Ein Großfeuer 1848 zerstört große Teile des Kirchenbodens und des Turmes.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die katholische Stadtpfarrkirche ist ein dreischiffiger Hallenbau mit einschiffigem Chor, unter Beteiligung von Hans Bock zwischen 1480 und 1525 erbaut. Wölbung und Empore stammen von Giacomo Bonalino aus den Jahren 1621 bis 1624. Die Ölbergkapelle beherbergt überlebensgroße Sandsteinfiguren aus dem Jahr 1620.

Kirchturm[Bearbeiten]

Der Westturm stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert. 1625 erhält der Kirchturm eine Galerie. Architektonisch ungewöhnlich ist der außen liegende Treppenaufgang zum Turm. 1962 erhält der Kirchturm in Eibelstadt mit der welchsen Haube ein ähnliches Aussehen wie vor dem Brand von 1848.

Geläut[Bearbeiten]

Es besteht aus vier Glocken, die auf das Salve Regina Motiv abgestimmt sind. Die drei Größeren von ihnen wurden im Jahr 1948 von der Gießerei Junker in Brilon gegossen, während die kleine Glocke 1926 von der Glockengießerei Gebrüder Klaus in Heidingsfeld gefertigt worden ist.

Glocke 1: Nikolaus. Schlagton: des´, Gewicht: ca. 1800 Kilogramm.
Glocke 2: Maria. Schlagton f´, Gewicht: ca. 900 Kilogramm.
Glocke 3: Barbara. Schlagton: as´, Gewicht: ca. 550 Kilogramm.
Glocke 4: Urbanus. Schlagton: b´, Gewicht: ca. 450 Kilogramm.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Wallfahrt[Bearbeiten]

Die Stadtpfarrkirche in Eibelstadt liegt am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber nach Ulm und ist Zwischenstation der Via Romea.

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Nikolaus ist für die katholischen Christen der Stadt Eibelstadt und des Marktes Sommerhausen verantwortlich.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Nikolaus bildet zusammen mit der Pfarrei St. Johannes der Täufer (Theilheim) und St. Stephanus (Randersacker) die Pfarreigemeinschaft Randersacker-Theilheim-Eibelstadt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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