Gosbert

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Gosbert ( † 689) war ostfränkischer Herzog im Fränkischen Reich, regierte in Würzburg und wurde einer der ersten Christen der Region.

Familiärer Hintergrund[Bearbeiten]

In Würzburg regierte der ostfränkische Herzog Gosbert (Gozbertus), Sohn des älteren Hetan I. (Hetanus), eines Sohnes des Radulph (Hruodo), welchen König Dagobert I. zum Herzog von Thüringen ernannt haben soll. Sein Sohn wiederum war Hetan II..

Leben und Wirken (Legende)[Bearbeiten]

Wie auch sein ganzes Volk, lebte Gosbert noch im Heidentum und verehrte namentlich die Göttin Diana. Als er von der Missionierung und den Reden des Hl. Kilians erfuhr, ließ er diesen zu sich kommen und besprach sich mit ihm. Dieser hat ihn nach kurzer Zeit davon überzeugte, dem Christentum beizutreten und taufte ihn zusammen mit dem ihm untergebenen Volke. Als er nun aber dem Herzog, welcher nach überliefertem Brauch die Gattin seines verstorbenen Bruders zur Frau hatte, solches als dem Evangelium zuwider untersagte und dieser, wenn auch schweren Herzens, aus Liebe zu Gott sich entschlossen zeigte, Gailana zu verlassen, entbrannte ihr Hass gegen die christlichen Prediger. Als Herzog Gosbert auf Kriegszug abwesend war, nutzte Gailana 689 die Gelegenheit und ließ zur Nachtzeit, die Frankenapostel heimlich durch einen gedungenen Mörder enthaupten und in aller Eile samt dem bischhöflichen Kreuz, dem Evangelienbuch und anderen kirchlichen Gerätschaften in ihren Kleidern beerdigen.

Als Herzog Gosbert aus dem Krieg zurückkehrte und nach Kilian fragte, erwiderte zwar Gailana, dass sie über deren Aufenthalt nicht wisse, aber der Mörder selbst verriet sich, da er, wie wahnsinnig, hin und her laufend, seine Schuld bekannte und am Ende unter dem Ausruf „Kilian, der Heilige Gottes, brennt mich mit dem heftigsten Feuer!“ sich selbst zerfleischte. Auch Gailana starb im Wahnsinn.

Herzog Gosbert bewahrte zwar den christlichen Glauben bis an sein Ende, wurde aber unter dem Einfluss der heidnischen Sachsen von der eigenen Garde umgebracht. Sein Sohn Hedan wurde durch einen Volksaufstand aus dem Land vertrieben, wie auch die ganze herzogliche Familie.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Nach Herzog Gosbert ist die Gosbertsteige im Stadtbezirk Zellerau benannt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]