St. Vitus (Oellingen)

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Katholische Pfarrkirche St. Vitus im Gelchsheimer Ortsteil Oellingen.

Die Pfarrkirche St. Vitus ist das katholische Gotteshaus des Gelchsheimer Ortsteils Oellingen.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Pfarrei ist St. Vitus (deutsch: Heiliger Veit) geweiht. Vitus (* in Mazzara auf Sizilien; † 303 auf Silzilien) ist einer der 14 Nothelfer und Märtyrer. Er wurde als zwölfjähriger Knabe mit seiner Amme Crescentia und seinem Lehrer Modestus in Öl gesotten. Das Patrozinium ist am 15. Juni.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Kirche ist schon 1464 urkundlich bezeugt. Der Besuch von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn im Jahre 1583 und der ziemlich desolate Zustand der alten Pfarrkirche dürften der Anlass für den Kirchenneubau in den Jahren von 1608 bis 1611 gewesen sein. Der Memorialstein, der an der nördlichen Kirchenmauer eingelassen ist, erinnert an diese Zeit. Am 15. August 1624 weihte der Würzburger Fürstbischof Philipp Adolf von Ehrenberg die Pfarrkirche von Oellingen. [1]

Das im Laufe der Zeit heruntergekommene und vor allem auch zu klein gewordene Gotteshaus wurde 1907 umgebaut und erweitert. Das Kirchenschiff wurde länger und breiter. Am 4. Oktober 1905 weihte Bischof Ferdinand von Schlör den erweiterten Kirchenbau.

Die schwersten Tage brachen im April 1945 über Oellingen herein. Am 5. April fiel brennend das Kirchturmdach in den nördlichen Kirchgarten. Dass die Kirche gerettet wurde, ist dem Eingreifen des 1. Feuerwehrkommandanten Josef Michel zu verdanken. Nach Kriegsende erhielt die Pfarrkirche ein provisorisches Dach. 1954 wurde das Äußere der Kirche neu gestrichen, der Kirchturm völlig erneuert und das Kircheninnere neu gestaltet. Die letzte Sanierung und Umgestaltung wurde 2001 durchgeführt.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Kirche ist ein Saalbau mit eingezogenem Chor und Chorturm mit Spitzhelm. Die Ölbergkapelle mit mit nahezu lebensgroßen Figuren stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die ehemalige Friedhofsmauer aus Bruchsteinmauerwerk wurde im 17. Jahrhundert errichtet und die Lourdesgrotte im 19. Jahrhundert.

Innenraum[Bearbeiten]

Die ursprünglichen Barockaltäre mussten dem neugotischen Stil weichen. Der neugotische Hochaltar stammt aus Baldersheim, die Holzfiguren der Muttergottes und des St. Veit wurden 1778 gefertigt. Die Kreuzwegstationen stammen vom Auber Künstler Georg Merkel.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Pfarrgebiet[Bearbeiten]

Zum Pfarrgebiet gehört der Gelchsheimer Ortsteil Oellingen und die Kuratie St. Laurentius (Osthausen) in Osthausen.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

St. Vitus in Oellingen gehört zur Pfarreiengemeinschaft Aub-Gelchsheim.

Wallfahrt[Bearbeiten]

Das Gotteshaus von Oellingen liegt am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber nach Ulm und an der Via Romea.

Zugang[Bearbeiten]

An Sonn- und Feiertagen ist die Kirche tagsüber geöffnet. An Werktagen kann man bei Familie Schimmer (Kirchplatz 2) den Kirchenschlüssel ausleihen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pfarrbuch aus dem Jahre 1688

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …