Johann Josef Schnorr

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Johann Josef Schnorr (* 10. Juni 1809 in Kirchzell bei Amorbach; † 14. April 1894 in Oellingen) war Ortsgeistlicher von Greußenheim und Autor.

Geistliche Laufbahn[Bearbeiten]

Schnorr, Sohn eines Schneiders, wurde am 30. August 1834 zum Priester geweiht. Anschließend war er Kooperator in Rothenfels, Kaplan in Steinfeld, Pfarrvikar in Rothenfels und wieder in Steinfeld, dann Pfarrvikar in Thüngersheim und Wolfsmünster, 1845 Pfarrer in Greußenheim, ab 5. Juni 1862 Pfarrer in Urspringen, von 1872 bis 1875 Pfarrer in Eisingen und von 1875 bis 1894 Pfarrer in Oellingen.

Ortspfarrer in Greußenheim[Bearbeiten]

Von 1845 bis 1862 war er Ortsgeistlicher in der Pfarrei St. Bartholomäus.

Publikationen[Bearbeiten]

Schnorr war ein bekannter Autor. Er war als Pfarrer in Greußenheim Herausgeber der „Leicht fassliche Erklärung des Deharbe'schen kath. Katechismus“ in drei Bänden, wovon drei Originalausgaben für das Gemeindearchiv Greußenheim erworben werden konnten.

Der erste Band (Von dem Glauben) mit 536 Seiten und der zweite Band mit 588 Seiten (Von den Geboten) erschienen 1857 in Würzburg im Verlag der Stahel'schen Buch- und Kunsthandlung mit vielen Beispielen und Gleichnissen als Handbuch für Seelsorger und Lehrer sowie zum Selbstunterrichte. Der dritte Band (Von den Geboten (Schluss) und von den Gnadenmitteln) erschien 1859 mit 645 Seiten.

Der erste Band wurde 1861, der zweite Band 1862 und der dritte Band 1865 in einer zweiten Auflage (Von den Gnadenmitteln) neu aufgelegt (595 Seiten). Die jeweiligen Ausgaben wurden von der Bayerischen Staatsbibliothek auch digital erfasst und im Internet veröffentlicht. Der US-amerikanische Verlag NABU-Press hat die 3 Ausgaben im den Jahren 2011 und 2012 nachgedruckt, da sie auch heute noch für aktuell angesehen werden.

Ferner war Joseph Schnorr 1861 Herausgeber des „Hausschatz für katholische Familien“. Eine Auswahl von Gebeten und Betrachtungen, Unterweisungen und lehrreichen Erzählungen und Beispielen aus dem Leben der Heiligen, Zur Belebung christlichen Sinnes und Wandel. [1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ivo Fischer, Necrologium sacerdotum Dioecesis Herbipolensis ab anno 1803 usque ad annum 1930 defunctorum, Würzburg 1930, S. 196
  • Josef Hasenfuß, 960 Jahre Urspringen in kulturgeschichtlicher Sicht, S. 94, (1975)

Quellen[Bearbeiten]

  • Die Fundstellen zu den biografischen Angaben entstammen der Klerikerdatenbank des Diözesanarchivs Würzburg.
  • Leichtfassliche Erklärung des kath. Katechismus von Joseph Deharbe, S.J, herausgegeben von Pfarrer Joseph Schnorr in drei Bänden, 1857, 1862 und 1865, Stahel-Verlag Würzburg
  • Bekanntmachungen der k. Central- und Kreisstellen vom Jahre 1845, S. 433
  • Der Bayer. Landbote vom 13. Mai 1862, Nr. 133, S. 531
  • Josef Hasenfuß: 960 Jahre Urspringen in kulturgeschichtlicher Sicht. Marktheidenfeld 1975, S. 94
  • Ludwig Weiss (Hg.): Rothenfels 1148-1948. Aschaffenburg 1949, S. 203 f.
  • Robert Kümmert: Eisingen in Geschichte und Gegenwart - ein Lesebuch. Fünftausend Jahre Siedlung Eisingen. 1978, S. 74
  • Roland Huth: St. Bartholomäus. Die Geschichte der Pfarrkirche zu Greußenheim. Greußenheim 1984, S. 8 und 19
  • August Amrhein, Das Landkapitel Lengfurt (Franconia Sacra), Würzburg 1896, S. 66
  • Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 44, S. 256, 260
  • DAW, Dokumentation, Öllingen, Höpfingen, Gräfendorf, Wolfsmünster, Thüngersheim, Eisingen, Urspringen, Steinfeld.
  • DAW, Libri Ordinationum, 1
  • Repetorium zum Pfarrarchiv Greußenheim: Baulast Pfarrhaus: Karton K 38, Nr. 86.0 und 86.2
  • Installation Pfarrer Joseph Schnorr: Abt. II: Akten Karton K 24, Nr. 11.1 und 91.8
  • Chronik Gelchsheim im Ochsenfurter Gau mit seinen Ortsteilen Oellingen und Osthausen. 1985, S. 286

Hinweise[Bearbeiten]