Leinach
| Leinach | |
| Ortstyp | Gemeinde |
| Landkreis | Würzburg |
| Regierungsbezirk | Unterfranken |
| Freistaat | Bayern |
| Land | Deutschland |
| Kfz-Kennzeichen | WÜ |
| Höhe | 280 m ü. NN |
| Fläche | 28,02 km² |
| Einwohner | 3.305 (Stand: 31. März 2025) [1] |
| Gemeindekennzahl | 09 6 79 200 |
| Anschrift | Gemeinde Leinach Rathausstraße 23 97274 Leinach |
| Telefon | 09364 - 8136-0 |
| Telefax | 09364 - 8136-29 |
| info@leinach.de | |
| Webseite | www.leinach.de |
| 1. Bürgermeister | Arno Mager (UBL) |
| Wappen | |
Leinach ist eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Würzburg.
Geografie
Das Gemeindegebiet liegt im Tal des Leinacher Baches, nordwestlich von Würzburg, vom Volkenberg vom Main getrennt. Es umfasst die beiden Gemarkungen Oberleinach und Unterleinach und grenzt an den Landkreis Main-Spessart.
Bevölkerung
Religion

- Die katholischen Pfarrgemeinden Communio Sanctorum und St. Laurentius bilden zusammen die Pfarreiengemeinschaft „Communio Sanctorum - St. Laurentius“.
- Evangelisch-Lutherische Petruskapelle
- Bestattet werden die Verstorbenen des Ortes auf dem Friedhof St. Laurentius (Leinach) und Friedhof Communio Sanctorum (Leinach).
Ehrenbürger
- ► Siehe Ehrenbürger der Gemeinde Leinach
Geschichte
748 wandte sich Papst Zacharias [2] in einem Brief an fränkische Adlige, u.a. auch an Troandus, Gaugraf des Waldsassengaues, den er für seine frommen Werke lobte und bat ihn, im Aalbachtal ein Kloster zu errichten. In einem schmalen Abschnitt des Aalbachtales baute er das Kloster „Holtzchiricha“ [3], stattete es mit Eigenmitteln aus und berief Mönche nach der Regel des Hl. Benedikt hier zu leben und zu missionieren.
Um den Fortbestand und die Rechtsstellung seines Eigenklosters zu sichern, übergab Troandus seine Gründung, dessen Hauptpatronin die (allerseligste) Jungfrau Maria war, laut einer Urkunde aus dem Jahre 775 zwischen 768 und 775 an Karl den Großen, der es seinerseits der Reichsabtei Fulda übertrug. Die Übergabeurkunde nennt weitläufige Besitzungen, zu denen auch Weinberge gehörten. Zu diesen Besitzungen gehörte auch Leinach. [4]
Um 1130 waren die Grafen von Wertheim Vögte des Klosters Holzkirchen und damit auch über die Besitzungen des Klosters in Leinach. Sie waren zu Teilvögten im Leinachtal geworden, das sich natürlich in 400 Jahren, zwischen 775 und 1130, sehr verändert hatte und in dem sich inzwischen ein niederadeliges Ministerialgeschlecht „von Leinach“ herausgebildet hatte. Aber auch das Benediktinerkloster St. Andreas, später Benediktinerkloster St. Burkard, hatte das Leinachtal mit seinen Weinbergen entdeckt und 1160 „mit großer Mühe den Zehnt zu Heidingsfeld und Leinach erworben.“ [5]
Im Zuge der bayerischen Gebietsreform entstand am 1. Mai 1978 durch den Zusammenschluss der 1818 entstandenen Gemeinden Oberleinach und Unterleinach die bis 31. Dezember 1979 zur Verwaltungsgemeinschaft Margetshöchheim gehörende Gemeinde Leinach. Am 1. Januar 1980 verließ Leinach die Verwaltungsgemeinschaft Margetshöchheim und ist seitdem wieder selbständig.
Namensherkunft
Der Ortsname leitet sich aus dem althochdeutschen „Lin“ oder „Linboum“ (Spitzahorn) und „ach“ für Wasser ab.
Politik
Bürgermeister

- ► Siehe Bürgermeister Leinach
Gemeindepartnerschaften
- 2003: St.-Cyr-du-Ronceray (Frankreich)
- 2005: Bräunsdorf (Sachsen)
Wappen
Blasonierung
In Rot zwischen einem silbernen romanischen Kirchenportal ein aufrecht gestellter goldener Schlüssel.
Wappendeutung
Das Wappen von 1980 geht auf beide Ortsteile ein. Das Kirchenportal weist auf die Pfarrkirche von Oberleinach, deren Kirchenschiff Ende des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. An der Südseite befindet sich ein reich verziertes romanisches Portal. Der Schlüssel ist das Attribut des heiligen Petrus. Er weist auf die Petruskapelle (Leinach) hin.
Kultur
Veranstaltungsort

Veranstaltungen
- Leinacher Faschingszug, Faschingssonntag, 13.33 Uhr
Sehenswertes
Architektur
- ► Siehe Baudenkmäler in Leinach
Naturschutzgebiete
Vereine
- Agenda 21
- BRK-Ortsgruppe
- Bund Naturschutz Ortsgruppe Leinach
- Fußball-Club Blau-Weiss Leinach e.V.
- Förderverein Julius-Echter-Kirche Unterleinach e.V.
- Fotoclub Leinach
- Freiwillige Feuerwehr Oberleinach
- Freiwillige Feuerwehr Unterleinach
- Gesangverein Frohsinn Leinach e.V.
- Gesangverein Gemütlichkeit 1907 Leinach e.V.
- Imkerverein Unterleinach u. Umgebung
- Kameradschaft ehemaliger Soldaten
- Katholischer Frauenbund
- Katholische junge Gemeinde
- Leinacher Wucht
- Musikkapelle Leinach 1968 e.V.
- Obst- und Gartenbauverein Leinach
- Partnerschaftskomitee
- Radfahrverein „Frisch auf“ Leinach e.V.
- Schützengesellschaft von 1955 „Diana“ Leinach e.V.
- Siedlergemeinschaft Unterleinach e.V.
- Spielvereinigung Leinach 1960 e.V.
- Tennisclub Leinach e.V.
- VdK OV Leinach
- Vereinsring Oberleinach
- Vereinsring Unterleinach [6]
Wirtschaft und Infrastruktur

Gastronomie
- CAFE einzigartig (Raiffeisenstr. 4)
Ehemalige Gastronomiebetriebe
- Gasthaus zum Lamm (Goldstr. 18)
- Gasthaus zum Lamm (Hauptstr. 2)
- Gasthaus zum Löwen (Claus-Schnabel-Str. 1)
- Leinacher Stuben (Raiffeisenstr. 7)
Unternehmen
- Filiale Bäckerei Kachel (Grupshausener Str. 2)
- Ulla Lingerie Féminine (Zellinger Str. 26)
Weinbau
- Weinbau Öchsner (Rathausstraße 14)
Öffentliche Einrichtungen
- Grundschule Leinach, Franz-Josef-Strauß-Straße 13
- Katholische Öffentliche Bücherei, Kirchgasse 13
- Kindergarten Barbara Gram, Burkardusstraße 3
Verkehr
- Bei Leinach tritt die Zufahrtsstrecke der Bahn-Schnellfahrstrecke zum Hauptbahnhof Würzburg von Nordwesten kommend in den zwei Kilometer langen Tunnel hin zur Mainbrücke bei Margetshöchheim ein. Dabei überquert sie die Zellinger Straße. Zum Tunnelmund hin gibt es einen Rettungsweg.
- Hauptdurchgangsstraße ist die Staatsstraße 2310.
ÖPNV
Die Gemeinde Leinach wird von der Buslinie 521 (Würzburg-Leinach) bedient.
Freizeit
- Rund um die Gemeinde Leinach gibt es reichlich Wanderwege, die es zu entdecken gilt. In der lieblichen, meist landwirtschaftlich genutzten Landschaft wechseln sich grüne Wiesen mit Feldern in allen Farbschattierungen ab, begrenzt auf den Höhen vom dunklen Wald. In seiner Waldfläche von 780 ha, der Obstanbaufläche von 50 ha und einer Weinanbaufläche von etwa 50 ha liegt Leinachs Reichtum.
- Die Karten und Broschüren wurden von der Agenda 21 Leinach erstellt und herausgegeben. Interessierte erhalten die Karten im Rathaus Leinach sowie hier zum Download „Leinach beWEGt“. [7]
Siehe auch
- Bürgermeister Leinach
- Kommunale Allianz Main-Wein-Garten e.V.
- Landkreis Würzburg
- Lieblingsplätze im Landkreis Würzburg
- Straßenverzeichnis von Leinach
- ZweiUferLand Tourismus e.V.
Quellen und Literatur
- Christine Demel: Leinach. Geschichte - Sagen - Gegenwart. Selbstverlag Gemeinde Leinach, Leinach 1999
Weblinks
- Internetseiten der Gemeinde Leinach
- Briefkästen, Postfilialen, Packstationen und DHL Paketshops
- Wappen im Landkreis Würzburg in hdbg.eu
Einzelnachweise, Erläuterungen und Hinweise
- ↑ Zahlen & Fakten des Landkreises Würzburg auf www.landkreis-wuerzburg.de
- ↑ Zacharias († März 752 in Rom) war Papst der katholischen Kirche von 741 bis 752. Weitere Informationen bei Wikipedia [1].
- ↑ Der Name des Klosters „Holtzchiricha" deutet wahrscheinlich weniger darauf hin, dass beim Erbauen des Klosters und seiner Kirche vorwiegend Holz als Baumaterial verwendet wurde, sondern eher auf die Errichtung einer „Kirche im Holz“, d. h. in einem Waldgebiet (Holzkirchen liegt im unterfränkischen Waldsassengau)
- ↑ August Amrhein: „Geschichte des ehemaligen Benediktinerklosters Holzkirchen“. In Archiv des Historischen Vereins für Unterfranken und Aschaffenburg, Bd. 38 (1896) S. 47 f. (Online-Fassung)
- ↑ August Amrhein: Das Landkapitel Lengfurt, Franconia Sacra. Geschichte und Beschreibung des Bisthums Würzburg. Würzburg 1896, S. 400 (Online-Fassung)
- ↑ Liste aller Vereine in Leinach auf leinach.de
- ↑ „Wandern in Leinach“ auf zweiuferland.de
