Kiliansplatz

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Kiliansplatz  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070

Der Kiliansplatz im Zentrum des Stadtbezirks Altstadt ist benannt nach dem Frankenapostel Kilian.

Kiliansplatz
Kiliansplatz mit Schönbornkapelle
Dom und Kiliansplatz
Dom und Kiliansplatz (1942)
Kiliansplatz (Leichhof) mit Ölberg um 1890

Lage[Bearbeiten]

Der Platz ist historisch bedeutsam als Bindeglied zwischen dem Dom St. Kilian als Haus des Bischofs und dem Neumünster als Haus der Frankenapostel. Gleichzeitig symbolisierte er den Übergang von der bürgerlichen Stadt zur geistlichen Stadt, da sich östlich des Doms zahlreiche Domherrnhöfe anschlossen. Westlich endet der Platz heute mit dem Museum am Dom. Eine Fußgängerpassage führt hier auf den Domvorplatz. Nordöstlich grenzt er an die Martinstraße, hier öffnet sich die Blickachse durch die Hofstraße bis zur Residenz.

Geschichte[Bearbeiten]

Einst war hier ein Friedhof, auf dem insbesondere die wohlhabenden Würzburger bestattet wurden. 1732 errichtete Balthasar Neumann auf dem Leichhof einen [[Ölberg (Hauptfriedhof)|Ölberg. Ab 1796 fanden jedoch wegen Überfüllung keine Beerdigungen mehr statt. 1822 wurde er schließlich aufgelöst, um eine Straßenverbindung zwischen Hofstraße und Domstraße zu schaffen. Bei der Absenkung des Platzes kamen alte Grabplatten zum Vorschein, darunter jene von Tilman Riemenschneider.

Das Gelände des heutigen Kilianshauses war im Lauf der Geschichte wechselnd bebaut oder als Freifläche belassen. 1894 wurde der Ölberg in den Städtischen Friedhof verlegt. Ende des 19. Jahrhunderts verkehrte zwischen den Kirchen eine Linie der Pferdebahn. Der Platz behielt noch bis ins 20. Jahrhundert den Namen Leichhof, wurde dann in Kiliansplatz umbenannt. Er diente in den Nachkriegsjahrzehnten als Parkplatz, 1979 wurde er mit Bänken und Bäumen zum Fußgängerbereich umgestaltet.

Ab 2001 wurden die 1.200 Quadratmeter des Kiliansplatzes mit heimischem, belastbaren Muschelkalk-Belag aus Winterhausen ausgestattet, die Grundleitungen erneuert und archäologische Fundstücke nach Grabungen geborgen. Im Zuge der Umgestaltung des Museums am Dom wurden über den Platz verteilt mehrere Skulpturen (zusätzlich zu den bereits zuvor bestehenden Skulpturen) aufgestellt. Der Platz soll dadurch alte und neue Kunstwerke gegenüberstellen und letztlich eine künstlerische Einheit mit dem Museum bilden. [1]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Kirchen/Museen[Bearbeiten]

An der Domfassade[Bearbeiten]

  • Grabplatte des Tilman Riemenschneider aus dem Jahr 1531. Es handelt sich um eine Kopie nach Abguss des Originals, welches durch Riemenschneiders Sohn Jörg aus rotem Sandstein erstellt wurde. Die Platte war bei Auflösung des Friedhofs wieder entdeckt worden und blieb auf Initiative Carl Gottfried Scharolds erhalten. Heute befindet sie sich im Mainfränkischen Museum. Dargestellt ist ein lebensgroßes Relief des berühmten Bildhauers. Die Umschrift lautet: „Anno Domini MDXXXI am abent Kiliani starb der ersam und kunstreich Tilman Riemenschneider bildhauer, burger zu Würzburg, dem got gnedig sey. Amen.“ [2]
  • Kilianspforte, gestaltet in Bronze von Otto Sonnleitner. Dieser Eingang des Doms ist dem Neumünster als Grabstätte der Frankenapostel zugewandt. Dargestellt ist in bildhaften Reliefs der Auszug der Frankenapostel aus Irland, deren Predigt und Märtyrertod sowie die Verehrung durch Bischof und Gläubige.
  • Steinurkunde aus dem Jahr 1212 über die Ablösung der sog. „Meßpfennige“.
  • Grabplatte von Felicitas Schrauttenbach († 1463)

An der Neumünsterfassade[Bearbeiten]

Frei stehende Skulpturen[Bearbeiten]

Ehemalige Bauwerke[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Dom


Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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