Mozartfest

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Mozartfest Würzburg
Mozartfest Eröffnungskonzert 2015: Renaud Capuçon und das Mahler Chamber Orchestra
Nachtmusik im beleuchteten Hofgarten der Residenz 1959

Das Mozartfest ist ein jährlich im Frühsommer stattfindendes Musikfestival. Hauptspielorte sind Räumlichkeiten und Hofgarten der Residenz. Jährlich besuchen etwa 25.000 Besucher die etwa 60 Veranstaltungen und Konzerte verschiedener internationaler Künstler. Im Mittelpunkt stehen Werke von Mozart, ergänzt von Stücken anderer Komponisten. 2011 feierte das Mozartfest 90jähriges Jubiläum.


Geschichte[Bearbeiten]

Ein erstes öffentliches klassisches Konzert erklang im Kaisersaal der Residenz, nachdem diese 1919 für gemeinnützige Veranstaltungen freigegeben wurde und der Kunsthistoriker Professor Fritz Knapp 1920 - anlässlich einer Tagung von Denkmalspflegern - im von Kerzen beleuchteten Kaisersaal einen Streichquartett-Abend organisiert hatte. [1] 1921 veranstaltete Hermann Zilcher, Direktor des Staatskonservatoriums, das „Residenzfest“ mit Werken klassischer Orchester- und Kammermusik. Zilcher entdeckte dabei, dass Mozarts Werke besonders mit Ambiente und Architektur der Residenz harmonieren. Daher organisierte er im Folgejahr die erste „Mozartwoche in der Residenz“, welche vom 17. Juni bis zum 26. Juni 1922 stattfand und als „Erstes Mozartfest Würzburgs“ gilt. [2] Neben Kaisersaal und Gartensaal der Residenz wurden als weitere Spielorte die Neubaukirche und das Stadttheater einbezogen und erprobt.

Aus den Erfahrungen dieser Festwoche [3] entwickelte Zilcher das Konzept des Mozartfestes, das nun jährlich stattfinden sollte. Fester Bestandteil wurde die Nachtmusik im Hofgarten. Das Festival wurde über zwei Jahrzehnte maßgeblich von Zilcher betreut und gestaltet. 1942 konnte es noch in der traditionellen Form stattfinden. 1943/44 wurde es stärker im Sinne der nationalsozialistischen „Kraft durch Freude"-Veranstaltungen vereinnahmt. Mit der Zerstörung der Residenz beim Bombenangriff 1945 war der Festzyklus zunächst beendet. Zilcher verstarb 1948.

Dank des Einsatzes von Oberbürgermeister Dr. Franz Stadelmayer konnte das Mozartfest 1951 wieder erstehen. Entscheidend war die Unterstützung des Bayerischen Rundfunks, der sowohl finanziell beim Aufbau der Konzertsäle in der Residenz half als auch die künstlerische Leitung übernahm. Natürlich hatten und haben auch die Direktoren, Dozenten und Studenten der Würzburger Musikhochschule einen beträchtlichen Anteil an den Planungen und Durchführungen des Mozartfestes.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Bilderreihe (vor 1945) aus dem Nachlass von Erika Groth-Schmachtenberger (im Bestand des Stadtarchivs Würzburg)

Themen des Mozartfestes seit 1992[Bearbeiten]

  • 2019: Mozart, ein Romantiker?
  • 2018: Aufklärung. Klärung. Verklärung
  • 2017: Mozart 36 – Was ist Reife?
  • 2016: Mozarts Europa
  • 2015: Mozart - Was heißt hier Klassik?
  • 2014: Mozart - trazoM. Musik im Spiegel.
  • 2013: Herr Mozart tanzt
  • 2012: Mozarts Claviere
  • 2011: Wolfgang Amadé und die Violine
  • 2010: Kontraste
  • 2009: Mozart & Paris
  • 2008: Mozart & London
  • 2007: Mozart & Prag
  • 2006: Mozart – Leben im Werk. Ein musikalisches Tagebuch
  • 2005: Mozart und die Moderne
  • 2004: Mozart auf Reisen
  • 2003: Wolfgang Amadeus Mozart und die Meister seiner Zeit
  • 2002: Mozart und der frühe Beethoven
  • 2001: Mozart und Italien
  • 2000: Mozart und Christoph Willibald Gluck
  • 1999: Mozart und die Mannheimer Schule
  • 1998: Mozart und Antonio Salieri
  • 1997: Mozart und sein Vater
  • 1996: Mozart und Johann Christian Bach
  • 1995: Mozart und Michael Haydn
  • 1994: Mozart und Joseph Haydn
  • 1993: Mozart und Johann Sebastian Bach
  • 1992: Mozart und Georg Friedrich Händel

Festival 2019[Bearbeiten]

Imageplakat Mozartfest Würzburg 2019 © Mozartfest Würzburg

2019 findet das Mozartfest vom 24. Mai bis 23. Juni statt.

Auch in der 98. Saison ist eine enge programmatische Verzahnung von künstlerischem und inhaltlichem Anspruch die DNA des Festivals. Hochkarätig besetzte Konzerte an insgesamt 26 Spielstätten und ein umfangreiches Rahmenprogramm bieten Gelegenheit, Mozart im Kontext der Romantik zu ergründen.

Vom 24. Mai bis 23. Juni 2019 geht es in 75 Konzerten und vielgestaltigen Hör- und Erfahrungsräumen um die kontrovers diskutierte Frage, ob Klassik und Romantik als Einheit verstanden werden können – oder nicht. Es geht weniger um Epochenbegriffe, als um innere Dimensionen von Komponisten und Werken. Warum wirkte Mozart so stark ins 19. Jahrhundert hinein?

Artiste étoile ist diesmal ein international gefragter Liedsänger und weltweit gefeierter Mozart-Interpret der jüngeren Generation: der Tenor Julian Prégardien. In fünf von ihm dramaturgisch anspruchsvoll und exklusiv geplanten Konzertprojekten (7 Konzerte) – unter anderem mit einem Artiste-étoile-Vorgänger, dem Pianisten Kit Armstrong (5. Juni) – spürt er dem Weg von der Klassik zur Romantik nach.

Das diesjährige Komponistenporträt ist der mehrfach ausgezeichneten Wahl-Berlinerin Unsuk Chin gewidmet. Die gebürtige Koreanerin wurde erst kürzlich mit dem Kravis Preis der New Yorker Philharmoniker geehrt. Die ästhetischen Grundlagen Neuer Musik lernte sie bei György Ligeti. Mozart nennt sie dabei eines ihrer inspirierendsten Vorbilder. Für das Kaisersaal-Konzert mit der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker hat sie eigens für das Mozartfest eine neue Fassung einer Suite aus ihrer Oper „Alice in Wonderland“ geschrieben – als Auseinandersetzung mit dem Festivalthema (10. Juni).

Von den sogenannten Romantikern wurde Mozart schnell als einer der Ihren aufgenommen. Vor allem sein Dramma giocoso Don Giovanni gilt als wichtigste Mozart-Oper im 19. Jahrhundert und darf daher im Programm nicht fehlen. Sie ist Ausgangspunkt für eine Reihe von Veranstaltungen von der originalen Oper im Kaisersaal bis zur multimedialen Collage mit dem Sounddesigner Paolo Bragaglia und dem Multimediakünstler Lillevan im Central des Bürgerbräu (21. Juni). Die Lautten Compagney Berlin unter Wolfgang Katschner hat für ihre konzertante Opernnacht im Kaisersaal der Residenz eine Riege erstklassiger junger Mozartstimmen eingeladen (8. Juni). Daneben kehren Weltklasse-Künstler zurück, die das Mozartfest in den letzten Jahren bereichert haben: Pierre-Laurent Aimard, Isabelle Faust, Kristian Bezuidenhout, Nils Mönkemeyer und das Schumann Quartett gehören ebenso dazu wie Sakari Oramo und Jonathan Nott (erstmals mit seinem Orchestre de la Suisse Romande). Heinz Holliger setzt seinen Schubert-Zyklus fort. Mit Hervé Niquet und Le Concert Spirituel führt das Mozartfest seine Reihe mit Originalklang-Experten weiter, in der bereits John Eliot Gardiner, Marc Minkowski und René Jacobs zu Gast waren. Mit Les vents français kommt schließlich das Who’s who vom Bläserolymp nach Würzburg: Emmanuel Pahud, Paul Meyer, Gilbert Audin, Radovan Vlatković ergänzt durch den Pianisten Eric Le Sage.

Clara Schumann, einer der großen Mozart-Interpretinnen und zentralen Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts ist eine Konzertinsel gewidmet: In vier Konzerten – unter anderem mit Ragna Schirmer und Lise de la Salle, die in Claras Spuren treten – sowie mit der Uraufführung von durch Aribert Reimann bearbeiteten Liedern Claras (13. Juni) wird die große Komponistin und Pianistin anlässlich ihres 200. Geburtstags gewürdigt.

Romantik, das heißt auch: Sehnsucht nach Natur. Kein anderes Instrument symbolisiert das mehr als das Horn. Mit den beiden Ausnahmehornisten Christoph Eß und Radovan Vlatković wird diesem instrumentalen Schwerpunkt eine prominente Besetzung verliehen. Die Bamberger Symphoniker bringen in der Reihe „Bruckner im Dom“ unter der Leitung ihres Chefdirigenten Jakub Hrůša eines der imposantesten Werke der Symphonik nach Würzburg: Anton Bruckners „romantische“ 4. Symphonie; eine veritable Horn-Symphonie (1. Juni). Wie kaum ein zweites Orchesterwerk vermittelt es das Gefühl von Natur und die Sehnsucht nach vergangenen Zeiten als Introspektive. Natur erleben und gleichzeitig auf den Spuren von Goethe, Rückert und Wagner die Würzburger Romantik zu erwandern, dazu lädt das Mozartfest an drei Feiertagen ein mit der „Musikalisch-literarischen Wanderung“ entlang des Nikolausbergs (30. Mai, 10. Juni, 13. Juni).

Auch im MozartLabor (8. bis 11. Juni), das in sein sechstes Jahr startet, steht das Festivalthema im Mittelpunkt. Mit der Porträtkomponistin Unsuk Chin, dem Artiste étoile Julian Prégardien sowie namhaften WissenschaftlerInnen, Kultur- und Medienschaffenden gehen die Labor-Dozenten gemeinsam mit künstlerischen, musik- und medienwissenschaftlichen StipendiatInnen auf Erkundungsreise. Wie lässt sich Mozart in der Klassik-Romantik-Dichotomie verorten? Daneben erkunden junge SängerInnen und PianistInnen unter der Leitung des renommierten Liedpianisten Gerold Huber das Romantische im Lied. Ein „Quartett der Kritiker“ vom Preis der Deutschen Schallplattenkritik rückt die rezeptionsästhetische Seite ins Hörfeld und diskutiert alte und neue Liedaufnahmen.

Festival 2018[Bearbeiten]

Imageplakat Mozartfest Würzburg 2018 © Mozartfest Würzburg

2018 fand das Mozartfest vom 25. Mai bis 24. Juni statt.

„Aufklärung“ hieß der Impuls, dem das Mozartfest Würzburg mit seinem Programm vom 25. Mai bis 24. Juni 2018 folgt: dem Gedanken des Lichts und einer neuen Mündigkeit.

Zwischen Aufklärung und Verklärung wurden in 61 Konzerten, an 24 Spielstätten und im viertägigen MozartLabor verschiedene Aspekte des Festivalthemas präsentiert, auch, dass „Aufklärung“ mehr ist als eine längst vergangene Epoche. Künstler aus aller Welt wurden nach Würzburg eingeladen und haben eigens für das Mozartfest Programme mit Kammermusik, Sinfonik und Vokalmusik erarbeitet.

Erstmals war ein Kammermusik-Ensemble „Artiste étoile“: Das Schumann Quartett. In acht Konzerten und unterschiedlichen Formationen war es zu hören und hinterließ seine künstlerische DNA: Die Musiker des Schumann Quartetts hatten für Würzburg innovative Programme entwickelt und standen im MozartLabor in verschiedenen Podiumsveranstaltungen Rede und Antwort.

Das Komponistenporträt der Saison war Arvo Pärt gewidmet. Der große estnische Komponist bewegt mit seiner fast ausschließlich religiös motivierten Musik Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und jeden Alters. Das Mozartfest ermöglicht die Begegnung mit ihm im MozartLabor (09. bis 12.06.) und in fünf Konzerten. Marc Minkowski feiert mit Les Musiciens du Louvre (27./28.05.) sein lang erwartetes Debüt beim Mozartfest. Erstmals zu Gast sind die Sopranistin Marlis Petersen (30.05.), der Pianist Pierre-Laurent Aimard (20.06.) und der Mandolinist Avi Avital (16.06.) u.a.

Die festliche Eröffnung fand im Kaisersaal der Würzburger Residenz mit der Camerata Salzburg unter der Leitung von Hartmut Haenchen (25./26.05.) statt.

Festival 2017[Bearbeiten]

Imageplakat 1 Mozartfest Würzburg 2017 © Mozartfest Würzburg

2017 fand das Mozartfest vom 2. Juni bis 2. Juli statt.

„Mozart 36 – Was ist Reife?“ hieß das Thema beim Mozartfest Würzburg vom 2. Juni bis 2. Juli 2017. Wolfgang Amadé Mozart, der als Wunderkind und musikalisches Genie in die Geschichte eingegangen ist, blieben nur knapp 36 Lebensjahre, in denen er ein Gesamtwerk von größter Meisterschaft und Reife geschaffen hat. Das war dem Mozartfest Anlass, den Begriff der „Reife“ zu befragen.

60 Konzerte und Veran­staltungen und das 3-tägige MozartLabor luden dazu ein, Fragen nach dem Verhältnis von Lebensalter und Reife, nach dem Zusammenhang von Begabung und Reife oder, ob künstlerische und menschliche Reife einander bedingen, zu ergründen. Eigens für diese Thematik hatten die Festival­künstler Programme entworfen, die erste wie letzte Werke enthielten. Es wurden Komponisten wie Purcell, Mendelssohn und Schubert eingebunden, die eben­falls das Phänomen von früher Reife und Vollendung verkörpern. In hochkarätigen Besetzung­en beschäfti­gten sich inter­national renommierte Künstler mit diesen und weiteren Aspekten des Festivalt­hemas in Kammermusik, Sinfonik, Vokalmusik, Oper und unterhaltsamer Klassik.

Höhepunkte im Festival

Im Kaisersaal der Würzburger Residenz konzertierten unter anderem das Freiburger Barockorchester (02./03.06.), das flämische B’Rock Orchestra mit dem Alte-Musik-Spezialist René Jacobs (06./07.06.), die Bamberger Symphoniker (14./15.06.), Amsterdam Sinfonietta mit dem schwedi­schen Klarinettist Martin Fröst (29.06.) und das französische Originalklang-Ensemble Les Arts Florissants mit dem Harfenist Xavier de Maistre (30.06.). Herbert Blomstedt, der Grand­seigneur unter den Weltklasse-Dirigenten, setzte den Zyklus „Bruckner im Dom“ kurz nach seinem 90. Ge­burtstag mit der 5. Sinfonie fort (20.07.). Alle bisherigen „Artistes étoiles“ des Mozartfestes kehrten in 2017 nach Würzburg zurück: Klarinettist Jörg Widmann brachte ein neues Werk im Kaisersaal zur deutschen Erstaufführung: „Es war einmal …“ (20.06.). Erstmals – und nur in Würz­burg – musizierten Sängerin Christiane Karg, der junge Pianist Kit Armstrong und der franzö­sische Geiger Renaud Capuçon zusammen (28.06.).

Christiane Karg als „Artiste étoile“, Schwerpunkt Vokalmusik und ein Konzert im Club

Mit der Sopranistin Christiane Karg als „Artiste étoile“ stand diesmal Vokalmusik im Zentrum des Mozartfestes. Christiane Karg, die von sich selbst sagt, dass sie eine Mozart-Basis hat, kam genau zum richtigen Zeitpunkt nach Würzburg: Zwischen Salzburg, Amsterdam, Berlin und Chicago ist die Sängerin an der Weltspitze angekommen. In sechs Konzerten und im MozartLabor war sie zu erleben. Der vokale Bogen der Saison spannte sich von Mozarts Opern bis zu seinem Requiem, vom A-Cappella-Gesang der Renaissance bis zu Hits der Popmusik. Die menschliche Stimme stand auch im Zentrum eines neuen Konzertformates, der „Lounge Amadé“. Gestaltet wurde sie in der Odeon Lounge, einem beliebten Würzburger Nachtclub, von Julian Prégardien, einem Sänger, für den Schubladen von U- und E-Musik nicht gelten.

Wolfgang Rihm im Komponistenporträt, neue Labor-Sektionen und Kulturpolitische Konferenz

Wolfgang Rihm, dessen Werke in fünf Konzerten vorgestellt wurden, war das Kompo­nisten­porträt 2017 gewidmet. Er unterrichtete im MozartLabor das Busch Trio und war im Gespräch über eigene und Mozarts Werke zu erleben. „Es ist eine große Ehre für das Mozartfest, dass Wolf­gang Rihm für das Komponistenporträt in Würzburg trotz seines übervollen Terminkalenders mehrere Tage zur Verfügung steht,“ sagte Festival-Intendantin Evelyn Meining. In seinem vierten Jahr ermöglichte das MozartLabor (10.-13.06.) weitere spannende Begegnungen zwischen Kunst, Wissen­schaft und Medien und vernetzte wieder arrivierte Vertreter dieser Sparten als Dozenten mit jungen Stipendiaten. Neu waren die Sektionen „Künstlerfotografie“, die Wilfried Hösl von der Bayerischen Staatsoper leitete, sowie „Künstlermanagement“, bei der die Künstleragentin Andrea Hampl aus Berlin die Schnittstelle zwischen Künstlern, Veranstaltern und den Agenturen themati­sierte. Kulturstrategieberater Peter Gartiser von der METRUM GmbH behandelte in seiner Sektion Fragen zur Publikumsentwicklung in Bezug auf das Mozartfest Würzburg. Ein zentraler neuer Akzent kam durch eine Kulturpolitische Konferenz hinzu, die von bundes­weiter Bedeutung war: „Kultur als Motor und Mediator der Gesellschaft“ (09.06.). Erstrangige Kultur­schaffende – darunter Kulturmanager Martin Roth, Dr. Joachim Bernauer vom Goethe-Institut und Karl-Michael Hartig von der Körber-Stiftung – diskutierten über die Frage, was Hochkultur leisten kann und leisten muss, an­ge­­­sichts tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen.

Reife und Frische eines bald 100-jährigen Klassikmusikfestivals

Seit 1921 lädt das Mozartfest ein, die Verbindung von Mozarts Musik, UNESCO-Weltkulturerbe-Ambiente der Würz­burger Residenz und (Lebens)Kunst in der fränkischen Weinmetropole zu erleben – und wartet doch jedes Jahr mit neuen Aspekten auf. Passend zum Festivalthema präsen­tierte sich das bald 100-jährige Klassikmusikfestival mit seinem Programm für 2017 ebenso „reif“ wie frisch. Mit dieser inhalt­lichen Ausrichtung konnte sich das Mozartfest positionieren und erneut die Unter­nehmen in der Region über­zeugen: Nach dem Robert Krick-Verlag vor zwei Jahren hat auch die Vogel Stiftung Dr. Eckernkamp ihr Engage­ment für das Mozartfest Würzburg erweitert und ist ab der Saison 2017 ebenfalls Premium-Sponsor. Mit dem Kurtz Ersa-Konzern hat das Mozartfest zudem einen neuen Sponsor hinzu­ge­wonnen.

Das Interesse der überregionalen Medien war auch in 2017 weiter auf Wachstumskurs: Es waren insge­samt elf Konzert­mitschnitte durch den Bayerischen Rundfunk sowie durch Deutsch­land­funk und Deutschlandradio Kultur geplant. Erstmals begleitete die Deutsche Welle das Mozart­­fest als Medien­partner. Neu in 2017 war auch die Zusammenarbeit mit dem Kissinger Sommer: Das Cuarteto Casals spielte die ersten drei von Mozarts sechs Haydn-Quartetten am 20. Juni in Bad Kissingen und am 21. Juni die Quartette 4 bis 6 beim Mozartfest Würzburg.

Veranstaltungsorte[Bearbeiten]

Spielstätten sind:

Termin[Bearbeiten]

► siehe Veranstaltungskalender

Organisations- und Kartenbüro[Bearbeiten]

Mozartfest Würzburg
Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
Telefon: +49 (0) 931 / 37 23 36
Telefax: +49 (0) 931 / 37 39 39
E-Mail: info@mozartfest.de
Öffnungszeiten
ab 14. Januar 2019:
Montag, Dienstag, Donnerstag: 10.00 bis 17.00 Uhr
Mittwoch und Freitag: 10.00 bis 14.00 Uhr
ab 24. Mai 2019:
Montag bis Samstag: 10.00 bis 14.00 Uhr

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Pressespiegel[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Hinrich Stahmer: Musik in der Residenz. Würzburger Hofmusik, Stürtz-Verlag, Würzburg 1983, S. 117
  2. Klaus Hinrich Stahmer, a.a.O., S. 117 f.
  3. Zilcher schrieb dazu: „Der ganze Garten begann zu singen und zu klingen und verlangte lediglich eine ruhige Sommernacht“ (zitiert aus: Klaus Hinrich Stahmer, a.a.O., S. 117)