St. Rochus und St. Sebastian (Dürrbachtal)

Aus WürzburgWiki
(Weitergeleitet von D-6-63-000-682)
Wechseln zu: Navigation, Suche
St. Rochus und St. Sebastian: Klassizistische Fassade mit Hauptportal

Die Pfarrkirche St. Rochus und St. Sebastian in Würzburg (Unterdürrbach) ist das Kirchengebäude gleichnamiger katholischer Pfarrgemeinde.

Lage[Bearbeiten]

Das Gebäude liegt in der Unterdürrbacher Straße 354 gegenüber der Einmündung Rochusgasse im Stadtteil Unterdürrbach.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die katholische Pfarrkirche ist sowohl dem Hl. Rochus wie dem Hl. Sebastian geweiht.

  • St. Rochus von Montpellier (* 1295 in Montpellier in Frankreich,† 16. August 1327 daselbst), war berühmter Pilger. Gedenktag ist der 16. August.
  • St. Sebastian (* in Mailand ?,† 288 (?) in Rom), ist Märtyrer und Schutzpatron, der oft mit Pfeilen in der Brust dargestellt wird. Patrozinium ist am 20. Januar
Gedenkinschrift für den Stifter der Kirche

Geschichte[Bearbeiten]

De Erbauungszeit der ersten, im Dreißigjährigen Krieg beschädigten Kirche ist unbekannt. Die Konsekration nach erfolgter Wiederinstandsetzung zu Ehren der glorreichen Jungfrau Maria, des hl. Rochus und aller Heiligen fand durch Weihbischof Stephan Weinberger am 16. August 1672 statt. Die Erhebung zur Pfarrkirches fand 1776 statt und deren Abriß 1800. Die am 15. November 1801 geweihte heutige Kirche St. Rochus und St. Sebastian ersetzte den Vorgängerbau am selben Standort. Wilhelm Jakob Beatus Josef von zu Rhein hatte für den Neubau testamentarisch 30 000 Gulden gestiftet.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Die Pläne des Bauwerks stammten vom Würzburger Hofarchitekten Adam Salentin Fischer. Der schlichte Kirchenbau ist gekennzeichnet durch einen abgesetzten Chorraum im Westen. Als Glockenturm dient ein Dachreiter mit Zwiebelhaube und Kirchturmuhr. Die Hauptportalseite ist klassizistisch geprägt.

Innenausstattung[Bearbeiten]

Die Kreuzigungsgruppe auf dem Hochaltar (1800/01) wie auch die Tragfigur Maria Immakulata (1765) auf dem linken Seitenaltar und die Kanzel (1800/01) stammen von dem Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner. Im Langhaus Stuck-Flachdecke, in der Mitte eine Gloriole mit dem Auge Gottes, umgeben von einem Kranz stuckierter Rosen, aus dem Engelsköpfe hervorschauen. In den Ecken befnden sich gemalte Medaillons von Eulogius Böhler, welche die vier Kirchenlehrer darstellen. Unter der der Empore finden sich die Symbole Glaube, Liebe, Hoffnung.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Geläut[Bearbeiten]

Im Dachreiter hängen drei Glocken der Gießerei Schilling, Heidelberg aus dem Jahr 1960

  • Christkönigsglocke, 260 kg, Schlagton e"
  • Muttergottesglocke, 178 kg, Schlagton fis"
  • Rochus- und Sebastiansglocke, 105 kg, Schlagton a"

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

PG Dürrbachtal.jpg

Die Pfarrei St. Rochus und Sebastian gehört zur Pfarreiengemeinschaft Dürrbachtal, zusammen mit der Pfarrei St. Josef (Oberdürrbach) und der Kuratie Heilig-Geist in der Dürrbachau.

Seelsorger (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Erhard Schmidt / Irmgard Schmidt: St. Rochus und St. Sebastian. Die Kirche zu Unterdürrbach, Selbstverlag, Unterdürrbach 2003, 59 S.
  • Thomas Wehner (Bearb.): Realschematismus der Diözese Würzburg. Dekanat Würzburg-Stadt, 1992, S. 146
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Würzburg, Nr. D-6-63-000-682

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …