Liste der Bischöfe des Bistums Würzburg

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Die folgenden Personen waren die katholischen Bischöfe von Würzburg.
Von 1168 bis 1802 trugen die Bischöfe zugleich den Titel des Herzogs von Franken und waren damit Reichsfürsten (Fürstbischöfe).

Liste der Amtsinhaber seit der Begründung im Jahr 741:

741 bis 1808, Zeit als Fürstb.[Bearbeiten]

(von 741 bis 1808 Bischöfe, ab 1168 auch Herzöge von Franken = Fürstb.)

Reg.-zeit Name Historische Notizen
741 — 754 Burkard Wurde heiliggesprochen
754 — 769 Megingoz (Megingaudus) Wurde heiliggesprochen
769 — 794 Berowelf
795 — 802 (?) Liutrit
802 (?) — 809 Egilwart
809 — 831 Wolfgar
831 — 842 Hunbert
842 — 855 Gozbald
855 — 892 Arn als Heiliger verehrt
892 — 908 Rudolf I.
908 — 931 Thioto
932 — 941 Buchard II. (Burkard II.)
941 — 961 Poppo I. (fränkischer Babenberger)
961 — 983 Poppo II.
983 — 990 Hugo
990 — 995 Bernward
996 — 1018 Heinrich I. Unter ihm Abtrennung von Gebieten für das am 1. November 1007 neu gegründete Bistum Bamberg
1018 — 1034 Meginhard I.
1034 — 1045 Bruno
1045 — 1090 Adalbero Wurde heiliggesprochen
1085 — 1088 Meginhard II. wurde durch Kaiser Heinrich IV zum Gegenbischof ernannt
1089 — 1105 Emehard
1105 Erlung (1. Amtszeit) Unter Heinrich IV., tritt jedoch noch im ersten Amtsjahr zu Gunsten Ruperts zurück.
1105 — 1106 Rupert Gegenbischof unter Kaiser Heinrich V
1106 — 1121 Erlung (2. Amtszeit) Wird nach dem Tod Ruperts wieder Amtsträger.
1122 — 1125 Rugger Schismatische Wahl mit Gebhard, verstirbt 1125.
1122 — 1127 Gebhard von Henneberg 1. Amtszeit als Elekt
1127 — 1146 Embricho
1146 — 1150 Siegfried von Truhendingen
1150 — 1159 Gebhard von Henneberg Neuerliche Wahl 1150.
1159 — 1165 Heinrich II. von Stühlingen
1165 — 1171 Herold von Höchheim Durch das Privileg „Güldene Freiheit" Kaiser Friedrich Barbarossas kam der Titel Herzog von Franken ab 1168 auf die regierenden Bischöfe von Würzburg. Daher seitdem „Fürstbischöfe"
1171 — 1186 Reginhard von Abenberg
1186 — 1190 Gottfried I. von Spitzenberg
1190 — 1191 Philipp von Schwaben er war zunächst Elekt, dann Würzburger Bischof späterhin auch Herzog von Schwaben (1196–1208) und bis zu seiner Ermordung Römisch-deutscher König (11981208)
1191 — 1197 Heinrich III. von Berg
1197 — 1197 Gottfried II.
1198 — 1202 Konrad I. von Querfurt vorher Bischof von Hildesheim (1194–1199)
1202 — 1207 Heinrich IV. von Heßberg
1207 — 1223 Otto I. von Lobdeburg
1223 — 1225 Dietrich von Homburg
1225 — 1254 Hermann I. von Lobdeburg
1254 — 1265 Iring von Reinstein-Homburg
1255 — 1256 Heinrich V. von Leiningen Gegenbischof von Iring von Reinstein-Homburg; vorher Bischof von Speyer, wird 1256 seines Amtes als Bischof von Würzburg enthoben. Stirbt am 26. Februar 1272
1265 — 1267 Sedisvakanz Die Leitung des Bistums oblag dem Kapitelsvikar Otto von Lobdeburg
1267 — 1271 Poppo III. von Trimberg
1271 — 1274 Berthold I. von Henneberg Gegenbischof, stirbt am 29. Dezember 1312 als Weihbischof von Mainz
1274 — 1287 Berthold II. von Sternberg
1287 — 1303 Manegold von Neuenburg vorher Bischof von Bamberg (1285–1286)
1303 — 1313 Andreas von Gundelfingen
1313 — 1314 Sedisvakanz
1314 — 1322 Gottfried III. von Hohenlohe
1322 — 1333 Wolfram von Grumbach
1333 — 1335 Hermann II. Hummel von Lichtenberg
1333 — 1345 Otto II. von Wolfskeel
1345 — 1349 Albert I. von Hohenberg später Bischof von Freising (1349–1359)
1350 — 1372 Albrecht II. von Hohenlohe
1372 — 1400 Gerhard von Schwarzburg vorher Bischof von Naumburg (1362–1372)
1400 — 1411 Johann I. von Egloffstein
1411 — 1440 Johann II. von Brunn
1440 — 1443 Sigismund von Sachsen wird abgesetzt und geht in die Verbannung († 1471)
1443 — 1455 Gottfried IV. Schenk von Limpurg
1455 — 1466 Johann III. von Grumbach
1466 — 1495 Rudolf II. von Scherenberg
1495 — 1519 Lorenz von Bibra
1519 — 1540 Konrad II. von Thüngen
1540 — 1544 Konrad III. von Bibra
1544 — 1558 Melchior Zobel von Giebelstadt
1558 — 1573 Friedrich von Wirsberg
1573 — 1617 Julius Echter von Mespelbrunn
1617 — 1622 Johann Gottfried von Aschhausen erste Personalunion zwischen den Hochstiften Bamberg und Würzburg; Aschhausen war seit 1609 Fürstbischof von Bamberg
1623 — 1631 Philipp Adolf von Ehrenberg Neffe von Julius Echter von Mespelbrunn
1631 — 1642 Franz von Hatzfeld auch Fürstbischof von Bamberg (1633–1642)
1642 — 1673 Johann Philipp von Schönborn auch Erzbischof von Mainz und Bischof von Worms (1663–1673)
1673 — 1675 Johann Hartmann von Rosenbach
1675 — 1683 Peter Philipp von Dernbach auch Fürstbischof von Bamberg (1672–1683)
1683 — 1684 Konrad Wilhelm von Wernau
1684 — 1698 Johann Gottfried von Guttenberg
1699 — 1719 Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths
1719 — 1724 Johann Philipp Franz von Schönborn
1724 — 1729 Christoph Franz von Hutten
1729 — 1746 Friedrich Karl von Schönborn — Buchheim auch Fürstbischof von Bamberg (1729–1746)
1746 — 1749 Anselm Franz von Ingelheim
1749 — 1754 Karl Philipp von Greiffenclau-Vollraths
1755 — 1779 Adam Friedrich von Seinsheim auch Fürstbischof von Bamberg (1757–1779)
1779 — 1795 Franz Ludwig von Erthal auch Fürstbischof von Bamberg, (1779–1795)
1795 — 1808 Georg Karl von Fechenbach Er war der letzte Würzburger Fürstbischof (regierte bis 1802, dann Bischof bis zu seinem Tod. Koadjutor des Bamberger Fürstbischofs Christoph von Buseck ab 1798 und nach dessen Tod 1805 auch Bischof von Bamberg.)
18081818 Sedisvakanz Es gab zehn Jahre lang keinen Bischof in Würzburg. Der Weihbischof Gregor von Zirkel leitete das Diözesangebiet seit dem Tod Fechenbachs als Vikariat.

1818 bis in die Gegenwart, Bischöfe[Bearbeiten]

von — bis Name Historische Notizen
1818 — 1840 Adam Friedrich Groß zu Trockau auch Apostolischer Vikar von Bamberg (1812–1818)
1840 — 1870 Georg Anton von Stahl
1870 — 1875 Johann Valentin von Reißmann
1879 — 1898 Franz Joseph von Stein dann Erzbischof von München und Freising (1897–1909)
1898 — 1924 Ferdinand von Schlör
19241948 Matthias Ehrenfried
19481957 Julius Döpfner danach: Bischof von Berlin (1957–1961), bzw. Erzbischof von München und Freising (1961–1976), Kardinal
19571979 Josef Stangl genehmigte 1976 die umstrittene „Teufelsaustreibung von Klingenberg"
19792003 Paul-Werner Scheele zuvor Weihbischof in Paderborn (1975-1979)
2004 (Amtsinhaber seit …) Friedhelm Hofmann zuvor Weihbischof in Köln (1992—2004)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred Wendehorst: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 1. Die Bischofsreihe bis 1254. Erschienen 1962. online-Fassung (Universitätsbibliothek 20/NZ 94500 W469-1)
  • Alfred Wendehorst: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 2. Die Bischofsreihe von 1254 bis 1455. Erschienen 1969. online-Fassung (Universitätsbibliothek 20/NZ 94500 W469-2)
  • Alfred Wendehorst: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 3. Die Bischofsreihe von 1455 bis 1617. Erschienen 1978. online-Fassung (Universitätsbibliothek 20/NZ 94500 W469-3)
  • Kolb, Peter: Die Wappen der Würzburger Fürstbischöfe, Bezirk Unterfranken / Freunde Mainfränkischer Geschichte / Diözesangeschichtsverein, Würzburg 1974, 192 S.,
  • Wittstadt, Klaus: Würzburger Bischöfe. 742-1979, Echter Verlag, Würzburg 1979, 103 S., ISBN 3429006287
  • Heinrich Wagner: Die Würzburger Bischöfe 741-842. in: Würzburger Diözesangeschichtsblätter, 65. Band, Würzburg 2003, S. 17-43