Würzburger Fußballverein e.V.

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Würzburger Fußballverein e.V.

Der Würzburger Fußballverein (WFV) ist ein Würzburger Fußballverein, der im Stadtbezirk Zellerau beheimatet ist. Gegründet als FV 04 Würzburg spielt der Bayernligist heute auf der Sepp-Endres-Sportanlage.

Geschichte[Bearbeiten]

Mannschaftsfoto aus den 1920er Jahren
Mannschaftsfoto 1948

FV 04 Würzburg[Bearbeiten]

Gegründet 1904 von 20 jungen Männern als typischer Arbeiterverein spielte der FV 04 Würzburg zunächst am Kugelfang auf dem Galgenberg. Seit 1909 trägt der Verein seine Heimspiele in der Zellerau aus, bis 2012 auf der Talavera, danach bis 1982 im Stadion an der Frankfurter Straße und hat sich dort zu einem wichtigen Stadtteilverein entwickelt. Gerade in den 1920er Jahren machte der FV mit erfolgreichem Fußball auf sich aufmerksam: So spielten die Zellerauer 1927/1928 in der Bezirksliga Bayern, die zu dieser Zeit höchste Spielklasse. Am Ende der Saison stand der FV 04 Würzburg auf dem vierten Tabellenplatz. Ein Höhepunkt war der 4:3-Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister, den 1. FC Nürnberg.

In der Saison 1933/1934 zählte der FV 04 zu den Gründungsmitgliedern der Gauliga Bayern. Der Aufenthalt in der höchsten Spielklasse war jedoch nur von kurzer Dauer: Mit vier Siegen, fünf Remis und 13 Niederlagen stieg der FV in die Bezirksliga ab (entspricht der heutigen 2. Bundesliga). In den 1940er Jahren stiegen die Zellerauer noch zwei Mal in die Gauliga auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierten sich diese in der Amateurliga Bayern.

Die Rückkehr in den Profifußball gelang dem FV 04 Würzburg 1976 mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Aufstiegssaison stellte der Verein mit 15.196 Zuschauern einen Zuschauerrekord gegen den Lokalrivalen Würzburger Kickers für das Stadion an der Frankfurter Straße auf. In der Saison 1977/1978 gab es dort sogar zwei Derbys gegen den Ortsrivalen in der 2. Bundesliga - Würzburg war Fußballhochburg.

1980 endete der Höhenflug: Der FV stieg aus der 2. Liga ab in die Amateurliga Bayern. Einher ging mit dem Abstieg auch ein finanzielles Desaster: Am 15. Mai 1981 wurde der Verein nach Konkurs aufgelöst.

Würzburger FV[Bearbeiten]

Nur wenige Tage später, nämlich am 22. Mai 1981 erfolgte als Würzburger Fußballverein (WFV) ein Neuanfang, wobei man von der Bayernliga in die damalige C-Klasse zurückgestuft wurde. Verbunden mit diesem Umbruch war auch der Verlust des Stadions an der Frankfurter Straße: Die langjährige Sportstätte musste 1982 als Konkursmasse versteigert werden und ging an die DJK Würzburg. Deren Ascheplatz an der Mainaustraße wurde wiederum zur neuen Heimat des WFV. 1984 kauften die Zellerauer das Grundstück für 70.000 DM und errichteten die heutige Sepp-Endres-Sportanlage.

Bis 2005 kämpfte sich der Würzburger FV in die Bayernliga (ab der Einführung der dritten Liga 2008/2009 die fünfthöchste Spielklasse) zurück, aus der er jedoch in der Saison 2008/2009 – zusammen mit dem Lokalrivalen Kickers – wieder abstieg. In der Saison 2010/2011 erfolgte die Rückkehr in die Bayernliga, in der der WFV bis heute spielt.

Nicht spurlos vorüber gingen am WFV die sportlichen Erfolge der s.Oliver Baskets, der Rimparer Wölfe und des Lokalrivalen Würzburger Kickers: Die Zuschauerzahlen sanken, erste Sponsoren sprangen ab und so befand sich der WFV im Herbst 2014 in einer finanziell äußerst angespannten Lage. Verbindlichkeiten im sechsstelligen Bereich und ein Trainingsboykott der Mannschaft aufgrund rückständiger Gehaltszahlungen zwangen die Verantwortlichen zum Handeln. Ausgerechnet vom Rivalen FWK bekammen die Zellerauer in Form eines Charity-Spiels Unterstützung. „Wir. Ihr. Gemeinsam. Jetzt!“ lautet aktuell das Motto der Zellerauer.

Im August 2018 fusionierte der WFV mit dem benachbarten SV 09 Würzburg.

Vereinswappen[Bearbeiten]

Spielorte[Bearbeiten]

Sepp-Endres-Sportanlage

Die vom WFV seit seiner Neugründung benutzte Sepp-Endres-Sportanlage (3.500 Plätze) in der Mainaustraße befindet sich, wie auch das Stadion seines Vorgängervereins an der Frankfurter Straße, in der Zellerau. Da das Gelände nur an einer Seite über eine überdachte Tribüne verfügt, die sich zwischen dem Spielfeld und der Mainaustraße erstreckt, ist es kein Stadion im klassischem Sinne. Außerdem verfügt die Anlage über keine offiziellen Sitzplätze.

Erfolge[Bearbeiten]

Bezirksliga Bayern (damals höchste Spielklasse):

  • 1927-1933

Gauliga Nordbayern/Bayern (damals höchste Spielklasse):

  • 1933/1934

2. Bundesliga Süd:

  • 1976–1980

Der WFV im DFB-Pokal:

  • 1977/78 FV 04 Würzburg – Jahn Regensburg 1:0
  • 1977/78 TuS Langerwehe – FV 04 Würzburg 1:0 n.V.
  • 1978/79 FV 04 Würzburg – Hertha BSC Berlin 0:2 n.V.
  • 1979/80 FC Vilshofen – FV 04 Würzburg 2:3 n.V.
  • 1979/80 FC Homburg – FV 04 Würzburg 5:0
  • 1980/81 ASC Dudweiler – FV 04 Würzburg 0:1
  • 1980/81 Hertha BSC Berlin – FV 04 Würzburg 4:1
  • 2001/02 Würzburger FV – TSV 1860 München 0:10
  • 2007/08 Würzburger FV – VfL Wolfsburg 0:4

Stadtmeisterschaft

U-11-Juniorenfußball-Turnier

Bilanz seit der Insolvenz[Bearbeiten]

  • 1981 bis 1983 C-Klasse Würzburg
  • 1983 bis 1985 B-Klasse Würzburg
  • 1985/86 A-Klasse Würzburg
  • 1986 bis 1988 Bezirksliga
  • 1988 bis 1991 Bezirksoberliga Unterfranken
  • 1991 bis 1999 Landesliga Nord
  • 1999 bis 2002 Bayernliga
  • 2002/2003 Landesliga Nord
  • 2003/2004 Bayernliga
  • 2004/2005 Landesliga Nord
  • 2005 bis 2009 Bayernliga
  • ab 2009 Landesliga Nord
  • seit 2010 Bayernliga

Spielerpersönlichkeiten[Bearbeiten]

Trainerpersönlichkeiten[Bearbeiten]

Vereinsführung[Bearbeiten]

  • Vorstandsvorsitzender: Michael Freudenberger
  • Vorstand Finanzen: Roland Metz
  • Vorstand Marketing & Öffentlichkeitsarbeit: Frederik Löblein
  • Vorstand Jugend: Dr. Oliver Heilmann
  • Vorstand Liegenschaften: Harald Breunig
  • Vorsitzender Wirtschafts- und Verwaltungsrat: Jochen Bähr

Kader Bayernliga Nord - Saison 2015/2016[Bearbeiten]

Tor: André Koob, Stefan Kunze, Lorenzo Tertan

Abwehr: David Drösler, Martin Eck, Andreas Ganzinger, Marc Hänschke, Daniel Holzmann, Christoph Höchtl, Manuel Kutz, Tim Lorenz, Christian Steinmetz

Mittelfeld: Kevin Dees, Wojtek Droszcz, Simon Heim, Adrian Istrefi, Leroy Mabikounou, Lars Schmidt, Benjamin Schömig, Fazdel Tahir, Levi Wendel, Fabian Wilshues de Chavez

Sturm: Ricardo Borba, Jannik Fischer, Manuel Hiemer, Patrick Hofmann, Kevin Röckert, Maximilian Ullrich

Trainer und Betreuer

  • Trainer: Marc Reitmaier
  • Co-Trainer: Manuel Hiemer
  • Torwarttrainer: Mario Ruffert
  • Physio: Cindy Malek
  • Team Betreuer: Bernd Ruffert
  • Sportdirektor: Martin Lang

Kader Bayernliga Nord - Saison 2017/2018[Bearbeiten]

Tor: André Koob, Andreas Binner, Daniel Baumann

Abwehr: Andreas Ganzinger, Benjamin Schömig, David Drösler, Jonas Greim, Marc Hänschke, Mika Lindner, Stefan Wasser, Tim Lorenz

Mittelfeld: Adrian Istrefi, Ben Müller, Christoph Höchtl, Dennie Michel, Jan Krämer, Jannis Thein, Nicolas Engelking, Patrick Hofmann, Paul Obrusnik, Sebastian Götz, Wojtek Droszcz

Sturm: Christian Alexandru Dan, Sebastian Fries, Vassili Vassiliou

Trainer und Betreuer

  • Trainer: Marc Reitmaier
  • Co-Trainer: Maurizio Orofino
  • Torwarttrainer: Mario Ruffert
  • Physio: Eva Wenzlik
  • Team Betreuer: Kevin Borst
  • Sportdirektor: Martin Lang

Kader Bayernliga Nord - Saison 2018/2019[Bearbeiten]

Tor: André Koob, Andreas Binner, Daniel Baumann

Abwehr: Andreas Bauer, Andreas Ganzinger, Benjamin Schömig, David Drösler, Marc Hänschke, Maxi Roos, Tim Lorenz

Mittelfeld: Adrian Istrefi, Ben Müller, Dennie Michel, Jan Krämer, Jasmin Kadiric, Kevin Röckert, Patrick Hofmann, Paul Obrusnik, Steffen Bartel, Wojtek Droszcz

Sturm: Carmine de Biasi, Christian Alexandru Dan, Sebastian Fries

Trainer und Betreuer

  • Trainer: Marc Reitmaier
  • Co-Trainer: Maurizio Orofino
  • Torwarttrainer: Mario Ruffert
  • Team Manager: Jürgen Roos
  • Physio: Eva Wenzlik

Stadionzeitung[Bearbeiten]

Seit der Saison 2015/2016 trägt das Stadionheft des Würzburger FV den Namen "Mainau-Kurier". Erstmals wird das Heft komplett in Farbe gedruckt und erscheint in einer Auflage von 300 Ex. zu jedem Heimspiel des WFV.

Vereinshymne[Bearbeiten]

Die Vereinshymne vom WFV heißt „Die Macht am Main“. Das Lied wurde im März 2011 vorgestellt und ist das Werk von Matthias Kremer. [1]

Fans[Bearbeiten]

  • Der älteste Fan-Club des WFV wurde am 19. April 1981 als „Anhängerclub“ gegründet. Nach ca. acht Jahren Aktivitätspause hat dieser sich neu orientiert und formiert um seine Tätigkeiten 2016 wieder aufzunehmen.
  • Die aktiven Fans des WFV sind im Laternenblock beheimatet. Dieser Bereich auf der überdachten Tribüne schräg unterhalb der Sprecherkabine heißt aufgrund der Tatsache so, dass sich dort eine kleine Straßenlaterne befindet.
  • Die Fans der Blau-Weißen sind nicht in dem Maße in Fanklubs organisiert, wie es bei anderen Vereinen der Fall ist. Einen aktiven Part nahm zeitweise die Gruppe Mainau Youth ein, die mit Trommel und Fahnen im Laternenblock zu finden war. 2011 wurde die Gruppe Laternos´82 ins Leben gerufen, die sich eine optische und akustische Unterstützung des Vereins zum Ziel gesetzt hat.
  • Fanfreundschaft pflegen die aktiven Fans zu Schweinfurt 05. Daneben gibt es vereinzelt Kontakte zu Fans anderer Vereine.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Breunig, Siegfried: 75 Jahre 1. Würzburger Fußballverein 04 e.V. Max-Verlag, 1979 (bestellbar in der Universitätsbibliothek)
  • Hüttner, Elfriede: Studien zur Geschichte des 1. Würzburger Fußballvereins 04. 1979 (bestellbar in der Universitätsbibliothek)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TV-Bericht von TV-Touring bezüglich der Präsentation und Veröffentlichung der Vereinshymne

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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