Neubaustraße

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Neubaustraße  

Stadtbezirk: Altstadt/Stadtteil Peter
Postleitzahl: 97070

Neubaustraße, Blick in Richtung Festung
Neubaustraße, Blick in Richtung Festung
Neubaustraße nach dem Zweiten Weltkrieg
Neubaustraße mit Blick auf die Festung 1945
Neubaustraße mit Neubaukirche

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Neubaustraße führt vom Josef-Stangl-Platz in Richtung Main bis zur Wirsbergstraße. Entlang der Straße finden sich zahlreiche historische Bauwerke, insbesondere die Neubaukirche und die Greisinghäuser.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Neubaustraße markiert noch heute den südlichen Verlauf der mittelalterlichen Stadtbefestigung (Bischofsmütze). Hier verlief der Stadtgraben, bis die Vorstadt am Sand (heute Peterer Viertel) mit in das Stadtgebiet einbezogen wurde. In der Folge wurde der Graben zugeschüttet und eine Straße errichtet, welche erstmals 1386 urkundliche Erwähnung fand. Auf Grund der zahlreichen ansässigen Wagenbauer hieß sie zunächst Wagnergasse. Der westliche Teil des Grabens wurde erst im 16. Jahrhundert zugeschüttet und die gesamte Straße erhielt den Namen Wagnergasse. Dazu gehörten damals auch die heutige Peterstraße entlang dem Peterplatz bis zur Hörleingasse. Der Name Neubaustraße (früher: Neue Baugasse und Neubaugasse) entstand, nachdem Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn die Neubauten der Universität und Neubaukirche hatte erstehen lassen.

Entlang der Straße fand bis zur Eröffnung der Schrannenhalle im Jahr 1860 jeden Samstag der öffentliche Getreide- und Strohmarkt statt. Daran erinnert noch die figürliche Darstellung der Göttin des Getreidebaus auf dem Ceresbrunnen. [1]

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten]

Neubaukirche
  • Ceresbrunnen von Balthasar Heinrich Nickel (1783), an der Kreuzung Schönthalstraße
  • Haus Nr. 6: Bürgerhaus, viergeschossiger traufständiger Satteldachbau mit gegliederter Sandsteinfassade und Figur des hl. Sebastian, Barock, Balthasar Neumann, 1724-1925, Wiederaufbau 1949-1950
  • Haus Nr. 7: Haus zum Rebstock: Gasthaus, Fassade des ehem. Hofes zum Rebstock, dreigeschossige Fassade mit Giebel in Ecklage, reiche Stuckgliederungen, Rokoko, 1737, zum Teil rekonstruiert, einbezogen in Neubau von 1968-1970
  • Haus Nr. 8: Bürgerhaus, dreigeschossiger traufständiger Satteldachbau mit gegliederter Sandsteinfassade, Barock, um 1730, Wiederaufbau nach 1945
  • Haus Nr. 9: Neubaukirche bzw. katholische Universitätskirche (erbaut unter Julius Echter)
  • Haus Nr. 11: Alte Universität
  • Haus Nr. 12: Bürgerhaus, ehem. Haus zum roten Hahn, dreigeschossiger Mansarddachbau mit reicher Sandsteinfassade, Barock, Balthasar Neumann, bez. 1734-36, Wiederherstellung 1975-1979; Hausmadonna, Sandstein, Barock, Balthasar Esterbauer, 18. Jahrhundert (ehemals Reibeltgasse 3)
  • Haus Nr. 14: Bürgerhaus, ehem. Hof Zum Heuwagen, dreigeschossiger traufständiger Satteldachbau mit reicher Sandsteinfassade und Madonna mit dem Johannesknaben, Barock, Georg Bayer, bez. 1716, Wiederherstellung 1975-1979
  • Haus Nr. 34: Bürgerhaus, dreigeschosssiges Mansardwalmdachhaus mit Zwischengeschoss und Sandsteingliederung in Ecklage, Barock, 1728, Umbau bez. 1919, Wiederaufbau 1950-1951, Fassade zur Peterstraße 1956-1957
  • Haus Nr. 58-60: Portal des ehemaligen Hof Groß von Trockau
Der Hof Groß von Trockau war eine Barockanlage aus dem 17. Jahrhundert. 10 Jahre nach der Zerstörung am 16. März 1945 erbaute das St.-Bruno-Werk das Wohnhaus in der Neubaustraße 58-60. Das alte Portal blieb erhalten und wurde in den Neubau mit einbezogen.

Am östlichen Ende der Straße gelangt man über den Josef-Stangl-Platz zum Hofgarten und zum Kilianeum.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Hotels und Gastronomie[Bearbeiten]

Hotel Rebstock

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Geigenbau Markus Lützel (Neubaustraße 46, Zugang über Hörleingasse)

ÖPNV[Bearbeiten]

Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Neubaustraße


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Neubaustraße wurden die folgenden Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Neubaustraße 14 Für Clothilde Rund (geb. Goldschmidt) / deportiert am 31. Juli 1942 von Berlin nach Theresienstadt, am 26. September 1942 weiter nach Treblinka und dort ermordet 2014

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 3. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1923, S. 249 f.

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Von West nach Ost münden folgende Straßen und Plätze:

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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