Domerschulstraße

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Domerschulstraße  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070

Eingang zum Priesterseminar
Im Jahre 2012 erstellte Gedenktafel für den seligen Pfarrer Georg Häfner am Priesterseminar in der Domerschulstraße
Portalrelief an der Alten Universität
Domerschulstraße mit Blick auf den Kiliansdom (1946)

Straßenverlauf[Bearbeiten]

Die Domerschulstraße verläuft ab der Einmündung Plattnerstraße/Am Bruderhof zunächst südlich und biegt am Franziskanerplatz nach Osten zum Josef-Stangl-Platz ab.

Namensgeber[Bearbeiten]

Der Name Domerschulstaße geht auf die ehemaligen dort ansässigen Lehranstalten zurück. Vor 1945, als die Straße bis zum Paradeplatz verlief und der Abschnitt „Am Bruderhof“ nicht eingeschlossen war, hieß sie noch Domerschulgasse. [1] Der Zusatz Domer wurde zur Unterscheidung zu anderen Schulgassen in anderen Stadtvierteln hinzugefügt. [2]

Besondere Merkmale[Bearbeiten]

Der Straßenabschnitt zwischen Josef-Stangl-Platz und Franziskanerplatz ist Einbahnstraße.

Geschichte[Bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten]

  • Technischer Kundendienst Horst Ulitzka (Domerschulstr. 4)
  • Raumdesign Bullmann (Domerschulstr. 9)
  • Antiquariat Leithold (Domerschulstr. 9)

ÖPNV[Bearbeiten]

Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestellen: Neubaustraße, Dom


Stolpersteine[Bearbeiten]

In der Domerschulstraße wurden folgende Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Domerschulstraße 6 Für Alfons Kirchner / Am 31.Dezember 1911 wurde Alfons Kirchner erstmalig durch die Polizei in die Psychiatrie Würzburg gebracht. Ein Jahr später am 24. Februar 1913 wurde er erneut von zwei Schutzleuten in die Psychiatrische Klinik gebracht. Am 31. März 1913 wurde der Patient früh in die Heil- und Pflegeanstalt Werneck gebracht. Im Rahmen der Räumung der Heil- und Pflegeanstalt Werneck im Oktober 1940 gingen mehrere Transporte von Werneck entweder in die Heil-und Pflegeanstalt Lohr, in die Zwischenanstalt Großschweidnitz (Sachsen) oder direkt in Tötungsanstalten. Am 3. Oktober 1940 ging ein Transport mit 61 Patienten (davon 30 Männer) nach Großschweidnitz, in diesem Transport muss auch Alfons Kirchner gewesen sein. Am 11. März 1941 wurde er mit dem Transport in die Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein gebracht und vermutlich noch am gleichen Tag ermordet. 2018
Domerschulstraße 21 Für Amalie Blum / Am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und am 18. Mai 1944 weiter nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde. 2010
Domerschulstraße 21 Für Georg (Siegfried) Friess / Am 27. November 1941 nach Riga deportiert und im April 1945 in Bergen-Belsen ermordet. 2010
Domerschulstraße 21 Für Ida Lehmann / Am 23. März 1942 in den Raum Lublin (Trawniki) deportiert und dort ermordet. 2010
Domerschulstraße 25 Für Selma Pollak / Am 27. November 1941 nach Riga, Außenlager Jungfernhof, deportiert und vermutlich im Winter 1941/42 dort oder in der Nähe ermordet. 2012
Domerschulstraße 25 Für Selma, Sigismund und Vera Scheidt
Selma: Am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 25. Oktober 1942 ermordet.
Sigismund: Am 23. September 1942 nach Theresienstadt und dort am 23. März 1944 ermordet.
Vera: Am 23. September 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort am 20. April 1944 ermordet.
2010

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteilung von „Anna-Klara“ (siehe Diskussion)
  2. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 90
  3. alemannia-judaica: „Zur Geschichte der Synagogen des 19./20. Jahrhunderts“

Angrenzende Straßen[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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