Rottendorf

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Rottendorf
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 252 m ü. NN
Fläche 14,83 km²
Einwohner 5.335 (31. Dezember 2016) [1]
Bevölkerungsdichte 360 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 185
Anschrift Am Rathaus 4
97228 Rottendorf
Telefon 09302 - 9090-0
Telefax 09302 - 9090-30
E-Mail rathaus@rottendorf.eu
Webseite www.rottendorf.eu
1. Bürgermeister Roland Schmitt
Wappen
Wappen Rottendorf.svg.png

Rottendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg und eine Nachbargemeinde von Würzburg. Ursprünglich hieß diese wohl Roten- oder Rodendorf, abgeleitet vom Roden eines Waldes. [2]

Geografie[Bearbeiten]

Ortsdurchfahrt Rottendorf
Wasserschloss Rottendorf
Rathaus der Gemeinde Rottendorf
Brunnenanlage am Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal in Rottendorf
Kreuz vom alten Friedhof bei der Bahnunterführung in Rottendorf. Heute steht es hinter dem Chor der katholischen Pfarrkirche St. Vitus.

Rottendorf liegt östlich von Würzburg und wird von der Bundesstraße 8 umfahren. Die Gemarkung Rottendorf grenzt im Norden an Kürnach und Estenfeld, im Süden an Theilheim und Gerbrunn, im Westen an Würzburg und im Osten an den Landkreis Kitzingen. Durch die Gemeinde fließen die Bäche Landleite und Reißbach. Umrahmt wird der Ort durch Erhebungen wie dem Pilzberg und dem Hühnleinsberg.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemarkung Rottendorf umfasst drei amtliche Ortsteile:

Geschichte und Namensherkunft[Bearbeiten]

Das heutige Rottendorf, ursprünglich Roten- oder Rodendorf, ist mit diesem Namen 1125 urkundlich erwähnt aus einer mittelalterlichen Gründung auf gerodeten Waldboden erwachsen (daher der Name). Reste der einstigen Bewaldung umschließen noch immer, durch breite Lücken zerrissen, annähernd ringförmig den Ort. Die Gemarkung insgesamt birgt allerdings Zeugnisse einer weitaus älteren Siedlungsgeschichte. So wurde im Bereich der Seewiesen bei Rothof ein Dorf der jungsteinzeitlichen Rössener Kultur entdeckt.

Urkundlich erwähnt wird Rottendorf erstmals in einer Notiz um das Jahr 1025.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Stift Haug) wurde Rottendorf 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand III. von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. 1861 wurde das alte Rathaus abgerissen. 1865 erhielt Rottendorf einen eigenen Bahnhof. Ab 1909 gab es die erste Wasserleitung, 1910 ein Schulhaus und 1912 den Anschluss an den elektrischen Strom.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges hatte Rottendorf 1940 die ersten Gefallenen zu beklagen. 120 Rottendorfer kehrten nach dem Krieg nicht mehr zurück bzw. wurden vermisst. Am 31. Oktober 1944 wurde die Pfarrkirche durch eine Luftmine schwer beschädigt. Bis zuletzt wurde der Ort gegen die einmarschierenden Amerikaner verteidigt und musste dies teuer bezahlen: Am 4. April 1945 wurden Teile des Ortes durch Artilleriebeschuss in Trümmer gelegt, einen Tag später wurde eine weiße Fahne am Kirchturm gehisst. Am 6. April war der Krieg für Rottendorf zu Ende.

Die Eröffnung der Umgehungsstraße Ende 1989 befreite den Ort von den Kraftfahrzeugströmen zu den Autobahnen. In den 1990er Jahren und vor allem in der Gegenwart profitierte die Gemeinde von der Erweiterung der Infrastruktur (eigene Abfahrten an Bundesautobahn 3 und Bundesstraße 8, Schulen, Sportanlagen etc.) und die großflächige Ausweisung neuer Wohngebiete, so dass sich im Industriegebiet namhafte Unternehmen wie s.Oliver ansiedelten. Den erlangten Wohlstand der Gemeinde kann man vor allem an den Bautätigkeiten der Gemeinde und den Aufwertungen der Durchfahrtsstraßen und des Kernortes (Würzburger Straße, Kitzinger Straße, Kirchstraße etc.) erkennen.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

Geteilt; oben in Rot drei silberne Spitzen, unten in Blau ein goldener Sparren.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Die drei silbernen Spitzen in Rot weisen auf die Grundherrschaft des Würzburger Domkapitels bis zum Ende des Alten Reichs 1803 hin. In der unteren Schildhälfte steht das Wappen des Stiftes Haug in Würzburg, das seit 1287 das Dorfgericht und andere wichtige Rechte in Rottendorf innehatte. Das Wappen wurde von dem inzwischen verstorbenen Rottendorfer Maler und Graphiker Ossi Krapf entworfen und am 15. Februar 1962 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

  • Die Partnerschaft zum nordfranzösischen Ort Troarn (ca. 10 km von Caen entfernt) besteht seit 1987.

Freizeit und Kultur[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Holunderblütenfest, Veranstalter: Obst- und Gartenbauverein (Mai/Juni)
  • Dorffest, Veranstalter: Gemeinde sowie örtliche Vereine und Organisationen (Juli)

Vereine[Bearbeiten]

Gemeindeeinrichtungen[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Vitus in Rottendorf

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

(siehe auch: Baudenkmäler in Rottendorf)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr und ÖPNV[Bearbeiten]

Eisenbahn.png Nächste Bahnstation: Rottendorf


Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Hauptverwaltung von s.Oliver in Rottendorf

Gastronomie[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen und Kultur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Hallen und Sportanlagen[Bearbeiten]

Bedeutende Persönlichkeiten der Gemeinde[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ortschronik Rottendorf, 544 Seiten, Eigenverlag (für 15 Euro im Rathaus erhältlich)
  • Wolf-Armin Freiherr von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen - Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken, C.H.Beck, 2013, S. 194

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen & Fakten des Landkreises Würzburg auf www.landkreis-wuerzburg.de
  2. Internetseiten der Gemeinde Rottendorf: Ortsgeschichte - Frühzeit und Mittelalter [1]

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rottendorf aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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