1945
Aus WürzburgWiki
1925 << | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | >> 1965
[Bearbeiten] Ereignisse
- 4. Februar
- Der erste von vier Luftminen-Angriffen der Royal Air Force findet statt (04., 05., 12. und 19 Februar). Die Angriffe erfolgen ausschließlich in den Abendstunden. 112 Tote sind am 19. Februar zu beklagen.
- 23. Februar
- Bei einem gezielten Luftangriff der US-Air Force mit schweren Sprengbomben auf Würzburg werden der Hauptbahnhof und Bahnanlagen zerstört. Es sterben 178 Menschen.
- 3. März
- Der Luftangriff der Royal Air Force richtet große Sachschäden im ganzen Stadtgebiet an und zerstört u.a. das Elektrizitätswerk. 86 Menschen werden getötet.
- 16. März
- Beim britischen Bombenangriff auf Würzburg (21.25 - 21.42 Uhr) werden 80 Prozent des historischen Baubestandes zerstört. Bei dem 17minütigen Angriff sterben etwa 5.000 Menschen.
- 22. März
- Die US-Airforce greift nochmals mit acht B-24 Bombern in Würzburg als Ausweichziel diverse Bahnanlagen an.
- 31. März
- Die Heidingsfelder Eisenbahnbrücke wird von deutschen Pionieren gesprengt.
- 31. März
- Die von der NSDAP herausgegebene Mainfränkische Zeitung wird eingestellt.
- 1. April
- Am Ostersonntag beginnt die Einnahme der Stadt durch Truppen der 7. US-Armee gegen heftigen Widerstand von relativ wenigen deutschen Militärs.
- 2. April
- Die Friedensbrücke wird gegen 17:15 Uhr als letzte der drei damals im Bereich der Würzburger Altstadt existierenden Mainbrücken von deutschen Truppen gesprengt, um die Einnahme der Stadt durch die Amerikaner zu verzögern.
- 3. April
- Truppen der 7. US-Armee schieben sich in den linksmainischen Teil der Stadt. Sie erobern den Nikolausberg und dringen in die Sanderau vor.
- 4. April
- Truppen der 7. US-Armee setzen mit Sturmbooten über den Main.
- 5. April
- Einnahme der Stadt Würzburg durch amerikanische Truppen
- 6. April
- Die neue amerikanische Militärregierung ernennt Gustav Pinkenburg, ein früheres SPD-Mitglied, das als vom Nazitum unbelastet gilt, kommissarisch zum Oberbürgermeister.
- 12. Juli
- Das völlig zerstörte Juliusspital zieht ersatzweise in das Missionsärztliche Institut um.
- 1. November
- Das Kino Mozart-Lichtspiele eröffnet in der Annastraße.
- 11. November
- Auf dem Jüdischen Friedhof Würzburg wird ein Mahnmal für die in der NS-Zeit ermordeten Juden eingeweiht.
- 24. November
- Mit Genehmigung und Förderung der Militärregierung erscheint die erste Ausgabe einer Zeitung ("Main-Post") in einer Auflage von 100.000 Exemplaren.
- ohne konkretes Datum
- In der Ruinenstadt Würzburg wohnen jetzt weniger als 6.000 Menschen.
- Von April 1945 bis Januar 1950 wird das Kloster Oberzell Mittelpunkt der Diözese. Der Bischof, das Domkapitel und das Bischöfliche Ordinariat finden dort ihre Unterkunft.
[Bearbeiten] Gestorben
- 16. März
- Christian Schmelz, erster Pfarrer der Adalberokirche, kommt beim Bombenangriff auf Würzburg ums Leben.
- 26. März
- Der Jurist Georg Angermaier stirbt in Würzburg.
- 3. Dezember
- Der deutsche Politiker und Mitbegründer der christlichen Gewerkschaften in Deutschland und der CSU in Bayern Adam Stegerwald stirbt im Alter von 70 Jahren an einer Lungenentzündung in Würzburg.