Landkreis Würzburg

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LK Würzburg.jpg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
KFZ-Kennzeichen WÜ (seit 2013 auch OCH möglich)
Kreisschlüssel 09679
Kreisgliederung 52 Gemeinden
Fläche 967,6 km²
Einwohner 159.802 (31.12.2011) [1]
Landrat Eberhard Nuß (CSU)
Landratsamt Zeppelinstraße 15
97074 Würzburg
Homepage landkreis-wuerzburg.de
Wappen
WappenLandkreisWuerzburg.jpg

Der Landkreis Würzburg ist ein Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken, der um die Stadt Würzburg herum liegt und in ihr seinen Amtssitz hat (Landratsamt).

Geschichte[Bearbeiten]

Seit 1862 bestanden die Bezirksämter Würzburg und Ochsenfurt, sie wurden 1939 in Landratsämter umbenannt, die zugehörigen Gebiete in Landkreise. 1972 wurden im Zuge der bayerischen Gebietsreform die Landkreise Würzburg und Ochsenfurt sowie kleinere Teile der Landkreise Marktheidenfeld, Karlstadt, Kitzingen und Gerolzhofen zum neuen Landkreis Würzburg vereinigt.

Vor der Gebietsreform hatte der Altlandkreis Würzburg 45 Gemeinden mit 82.000 Einwohnern auf einer Fläche von 430 Quadratkilometern. Im neu zugeschnittenen Landkreis waren es dann 119 Gemeinden mit 143.000 Einwohnern auf einer Fläche von 997 Quadratkilometern. Bis 1978 wurden fünf dieser Kommunen mit 15.000 Einwohnern nach Würzburg eingemeindet. Durch die Bildung von Verwaltungsgemeinschaften wurden viele dieser Gemeinden zusammengefasst, so dass der Landkreis Würzburg heute aus 52 selbständigen Gemeinden besteht.

Wappen[Bearbeiten]

Karte Landkreis.png

Blasonierung[Bearbeiten]

Geteilt und unten gespalten; oben in Rot drei silberne Spitzen; unten vorne in Silber übereinander zwei schreitende, herschauende, rot bewehrte schwarze Löwen, hinten in Blau eine goldene Lilie.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Das Landkreiswappen erinnert an die wichtigsten Herrschaftsinhaber im Kreisgebiet bis zum Ende des Alten Reichs 1803. Die drei silbernen Spitzen aus dem Wappen des Hochstifts Würzburg weisen auf den großen Besitz der Fürstbischöfe und des Domkapitels im Kreisgebiet mit den Ämtern Ochsenfurt, Bütthard, Röttingen und Aub hin. Sie standen auch in den Wappen der beiden Alt-Landkreise Würzburg und Ochsenfurt. Stellvertretend für die adligen Herrschaftsinhaber stehen die Löwen aus dem Wappen der Grafen von Hohenlohe. Sie erinnerten auch im Wappen des Alt-Landkreises Ochsenfurt an dieses bedeutende Adelsgeschlecht. Die „Heraldische Lilie" ist dem Wappen des Würzburger Ritterstifts St. Burkard entnommen und erinnert an dessen Herrschaft im Kreisgebiet, wie schon im Wappen des Alt-Landkreises Würzburg. Das Wappen wurde am 19. Dezember 1974 verliehen.

Angrenzende Gebiete[Bearbeiten]

Im Süd-Westen grenzt der Landkreis Würzburg an das Bundesland Baden-Württemberg. Im Übrigen wird er von den Landkreisen Main-Spessart, Schweinfurt, Kitzingen und Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim umrundet. Eine Übersicht aller Landkreise des Regierungsbezirks Unterfranken findet sich hier.

Partnerlandkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis Würzburg unterhält offizielle Partnerschaften mit dem Landkreis Mateh Yehuda in Israel (seit 1997) und mit dem Landkreis Šumperk (jetzt Region Olomouc) in Tschechien (seit 1998).[2]

Tourismus[Bearbeiten]

Erwin-Vornberger-Platz
97209 Veitshöchheim
Tel.: 0931 - 98 02-740
Fax: 0931 - 98 02-742

Bis 17 km mainabwärts von Würzburg, bis nach Zellingen und Retzbach, wirbt diese Gemeinschaft für die Orte besonders im nördlichen Landkreis.

Orte im Landkreis[Bearbeiten]

Ortsname Ortstyp inbegriffene Ortsteile, Höfe und Einöden
Altertheim Gemeinde Oberaltertheim, Unteraltertheim, Steinbach, Aussiedlerhöfe Niederhofen, Karlebach, Quelläcker
Aub Stadt Baldersheim, Burgerroth, Einöden Herrgottsmühle, Lämmermühle, Stelzenmühle, Ullenmühle
Bergtheim Gemeinde Dipbach, Opferbaum
Bieberehren Gemeinde Buch, Klingen, Einöden Bergmühle, Franzenmühle
Bütthard Markt Gaurettersheim, Gützingen, Höttingen, Oesfeld, Tiefenthal, Einöde Hetzenmühle
Eibelstadt Stadt Einöde Mainmühle
Markt Eisenheim Obereisenheim, Untereisenheim, Einöden Kaltenhausen und Schiffmühle
Eisingen Gemeinde Gut Erbachshof
Erlabrunn Gemeinde -
Estenfeld Gemeinde Mühlhausen, Einöde Weiße Mühle
Frickenhausen am Main Markt Weiler Markgrafenhöfe
Gaukönigshofen Gemeinde Acholshausen, Eichelsee, Rittershausen, Wolkshausen, Einöde Fuchsenmühle
Gelchsheim Markt Oellingen, Osthausen
Gerbrunn Gemeinde Gut Gießhügel
Geroldshausen Gemeinde Moos
Giebelstadt Markt Allersheim, Eßfeld, Euerhausen, Herchsheim, Ingolstadt in Unterfranken, Sulzdorf, Einöden Kauzenmühle und Weidenmühle, Klingholz
Greußenheim Gemeinde Einöden Obere Mühle und Untere Mühle
Güntersleben Gemeinde -
Hausen (Würzburg) Gemeinde Rieden, Erbshausen-Sulzwiesen, Einöden Fährbrück, Jobsthalerhof, Unterhof
Helmstadt Markt Holzkirchhausen
Hettstadt Gemeinde Weiler Hettstadterhof
Höchberg Markt -
Holzkirchen Gemeinde Wüstenzell
Kirchheim Gemeinde Gaubüttelbrunn, Einöden Egenburgerhof, Eulenmühle, Geiersmühle, Obere Mühle, Sellenbergerhof
Kist Gemeinde Forsthaus Irtenberg
Kleinrinderfeld Gemeinde Limbachshof, Weiler Maisenbachhof
Kürnach Gemeinde Einöden Grießmühle, Mittlere Mühle und Obere Mühle
Leinach Gemeinde Oberleinach, Unterleinach, Einöde Steinhaugshof
Margetshöchheim Gemeinde -
Neubrunn Markt Böttigheim
Oberpleichfeld Gemeinde -
Ochsenfurt Stadt Darstadt, Erlach, Goßmannsdorf, Hohestadt, Hopferstadt, Kleinochsenfurt, Tückelhausen, Zeubelried, Weiler Kaltenhof, Einöden Blunzenmühle, Fuchsenmühle, Mönchsmühle, Oelmühle, Rothmühle, Scheckenmühle
Prosselsheim Gemeinde Püssensheim, Seligenstadt, Gut Seligenstadt.
Randersacker Markt Lindelbach
Reichenberg Markt Albertshausen, Fuchsstadt, Lindflur, Uengershausen, Einöde Chaussee-Wirthshaus, Forsthaus Guttenberg
Remlingen Markt Einöde Holzmühle
Riedenheim Gemeinde Stalldorf, Weiler Lenzenbrunn, Oberhausen
Rimpar Markt Gramschatz, Maidbronn, Einöden Grundmühle, Veitsmühle
Röttingen Stadt Aufstetten, Strüth, Einöde Gossenmühle
Rottendorf Gemeinde Rothof, Gut Wöllrieder Hof
Sommerhausen Markt -
Sonderhofen Gemeinde Bolzhausen, Sächsenheim, Sonderhofen, Einöden Holzmühle, Wiesenmühle
Tauberrettersheim Gemeinde -
Theilheim Gemeinde -
Thüngersheim Gemeinde -
Uettingen Gemeinde -
Unterpleichfeld Gemeinde Burggrumbach, Hilpertshausen, Rupprechtshausen, Einöden Schloßmühle, Seemühle
Veitshöchheim Gemeinde Weiler Gadheim, Schleehof
Waldbrunn Gemeinde -
Waldbüttelbrunn Gemeinde Mädelhofen, Roßbrunn
Winterhausen Markt -
Zell am Main Markt Kloster Oberzell

Literatur[Bearbeiten]

  • Inge Weid: Der Landkreis Würzburg um 1860. Veröffentlichungen zur Volkskunde und Kulturgeschichte. Würzburg 2001. ISSN 0721-068-X
  • Aus dem Sagenschatz des Landkreises Würzburg.Zusammengetragen und bearbeitet von Peter Högler. Echter, Würzburg 1996. ISBN: 3-429-01824-2
  • Christian Will: Landkreis Würzburg. Unsere Heimat unter Hitlers Gewaltherrschaft in Dokumenten, Erlebnissen und Schicksalen. Hrsg.: Landkreis Würzburg 1988
  • Die Gemeinden des Landkreises Würzburg. (Sammlung von Artikel des Fränkischen Volksblatts über den Landkreis und die inbegriffenen Orte aus den Jahren 1963/64.) Hrsg.: Kreisjugendring Würzburg-Land. Fränkische Gesellschaftsdruckerei Würzburg.
  • Stephan Ankenbrand: Die Ortsnamen des Landkreises Würzburg. Mainfränkische Heimatkunde 6. Stürtz, Würzburg 1952 (UB 20/NZ 90330 M222-6)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Genesis-Datenbank)
  2. Information des Landratsamts zu den Partnerlandkreisen