Arthur Schleglmünig

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Arthur Schleglmünig
Arthus Schleglmünig bei der Arbeit

Arthur Schleglmünig (* 18. April 1863 in Würzburg; † 5. Februar 1956 ebenda) war ein Würzburger Bildhauer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Arthur Schleglmünig kam in der Semmelstraße zur Welt. Nach dem Tod des Vaters zog die Mutter mit ihren drei Söhnen mittellos ins Mainviertel in die Zellerstraße 18. Drei Jahre später wohnte die Familie in der Spitalgasse 11, im Jahr darauf in der Burkarderstraße 23 und 1881 in der Zellerstraße 4. Nach der Schule wurde Arthur zunächst Bauhilfsarbeiter, um zu helfen daheim die Not zu lindern.

Sein Bildhauerhandwerk erlernte Schleglmünig im Grabsteinbetrieb des Steinhauers Sebastian Röder, anschließend lernte er bei Michael Arnold in Kissingen. Ab 1882 absolvierte Schleglmünig eine Ausbildung zum Kunstbildhauer. Die Jahre von 1892 - 1895 verbrachte er in New York und eröffnete 1895 eine eigene Werkstatt in Würzburg. Zu Schleglmünigs Schülern zählten u.a. Valentin Kraus (* 1873 in Mühlhausen; † 1941 in Würzburg) [1], Fried Heuler und Emy Roeder.

Arthur Schleglmünig wurde Ehrenmitglied der Würzburger Fischerzunft, der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens und Ehren-Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauer Innung Unterfranken. Er wurde sogar in den Stadtrat gewählt und tat als Gewerberat viel für den unterfränkischen Künstlernachwuchs.

Der Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 hatte ihn nach Rothenfels vertrieben, doch er kam wieder nach Würzburg zurück. Am 8. Februar 1956 wurde er in der 5. Abteilung des Würzburger Hauptfriedhof beerdigt.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Arthur Schleglmünig schuf unter anderem folgende Kunstwerke und Denkmäler:

  • Darstellung der Hl. Familie Rotlöwengasse 2, um 1880
  • Skulpturen der Portale, der Kapitäle und die übrige Ornamentik der Mutterhauskirche, 1895 - 1897
  • Vier Prophetenfiguren auf der Terrasse des Käppele, 1897

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Kern: Die Bildende Kunst abseits der Zentren, in: Unterfränkische Geschichte, hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günther Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 247-316, S. 305 f.
  2. Peter Weidisch: Würzburg im „Dritten Reich“. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 1273