St. Bartholomäus (Acholshausen)

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Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus mit Freitreppe im Gaukönigshöfer Ortsteil Acholshausen
Kirchturm von St. Bartholomäus
Gedenktafel am Kirchturm

Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus in Acholshausen liegt mitten im Ort östlich des Kirchwegs.

Patrozinium[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche ist dem Hl. Bartholomäus (* Anfang des 1. Jahrhunderts in Kana, † um 51 (?) in Armenien (?)) geweiht, einem Apostel Jesu und Märtyrer. Er war laut Markusevangelium (Mk 3, 14 - 19) einer der zwölf Jünger Jesu. Patrozinium ist am 24. August.

Geschichte[Bearbeiten]

Als am 1. Mai 1346 Acholshausen von der Urpfarrei und Mutterkirche Gaukönigshofen auf Beschluss von Bischof Albrecht I. von Hohenberg abgetrennt und eine selbstständige Pfarrei wurde, besaß Acholshausen schon eine Kirche. In der Abtrennungsurkaunde ist diese Kirche genannt: Capella seu ecclesia beati Bartholomäi Apostoli = Kapelle oder Kirche des hl. Apostels Bartholomäus. Baugeschichtliche Nachrichten über diese Kirche existieren nicht mehr. Es ist aber anzunehmen, dass diese Kirche schon vor 1300, also in romanischer oder spätromanischer Zeit erbaut wurde. Ab 1326 übte das Kloster Oberzell das Patronatsrecht über die Gemeinde aus. Der Neubau der katholischen Pfarrkirche St. Bartholomäus war eine nachgotische Anlage des späten 16. Jahrhunderts, dessen Kirchenschiff 1750 auf 177 m² vergrößert wurde. Das Geläut im Dachreiter bestand aus zwei Glocken aus den Jahren 1549 und 1629. Die Orgel stammte aus dem Jahr 1894.

Am 10. September 1944 wurde die Kirche im Zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff total zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte der Wiederaufbau nach 1945 nach Plänen von Albert Boßlet unter Mitwirkung von Architekt Wilhelm Schulte. Bereits am 24. August 1947 konnte das Allerheiligste in den Rohbau des wiederaufgebauten Gotteshauses übertragen werden. Der barocke Seitenaltar kam 1948 in die Pfarrkirche. Es handelt sich dabei um den früheren Tabernakelaufbau des Hochaltars der katholischen Pfarrkirche St. Gallus in Frickenhausen am Main. Das Prunkstück wurde Jahre später von der Kirchenstiftung Acholshausen nach gründlicher Renovierung käuflich erworben. [1] Der Innenausbau zog sich allerdings noch lange hin.

In den Jahren 1970 bis 1972 wurde die Kirche einer gründlichen Renovierung unterzogen. Im Außenbereich sind die Stützmauern Teil der früheren Kirchhofbefestigung. Den Treppenaufgang flankieren zwei Sandsteinfiguren (links: Hl. Maria, rechts: Hl. Josef mit dem Jesusknaben) aus dem 18. Jahrhundert.

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Wallfahrt[Bearbeiten]

Das Gotteshaus von Acholshausen liegt am Fränkisch-Schwäbischen Jakobsweg von Würzburg über Rothenburg ob der Tauber nach Ulm.

Pfarreisprengel[Bearbeiten]

Die Pfarrei St. Bartholomäus ist für die katholischen Christen des Ortsteils Acholshausen der Gemeinde Gaukönigshofen zuständig.

Pfarreiengemeinschaft[Bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Bartholomäus in Acholshausen gehört zur Pfarreiengemeinschaft „Zu den Schutzengeln im Gau“.

Seelsorger (Auszug)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Josef Bätz: Frickenhausen am Main - Illustrierte Chronik eines Winzerdorfes. Frickenhausen am Main 2013, S. 267

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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